Angst vor dem Kampf – Wie Bedenken ausschalten?

boxen-boxer-thaiboxer (3)Also ich möchte 6 Monate Boxen trainieren und dann erst meinen ersten Kampf bestreiten. Ich habe keine Angst vor dem Gegner , das niemals ! Aber ich habe Angst zu verlieren. Wenn ich verliere. Ich stelle mir immer vor das ich Siege. Ich habe auch ein Kämpferherz aber manchmal denke ich: Was ist wenn mein Gegner schneller ist ? Seine Treffer zu hart sind oder er sogar ein größeres Kämpferherz hat und furchtloser ist ?

Warum musst Du überhaupt darüber nachdenken?

Bedenken sind immer das größte Problem.

Was ist wenn …, was wäre wenn …, aber wenn …

Es geht nicht darum, was eventuell sein könnte, sondern was ist. Außerdem: Was ist so schlimm daran zu verlieren? Man gewinnt doch, auch wenn man verliert. Man ist um mindestens eine Erfahrung reicher und lernt dazu. Besser wird man, indem man die Fehler vom letzten Mal nicht wiederholt sondern aus ihnen lernt. Woraus aber sollte man lernen, wenn man gewinnt?

Wer verliert hat immer Grund zum Nachdenken. Wer gewinnt, rekelt sich oft faul im Schatten seines Erfolges (wobei es natürlich Ausnahmen gibt). Jedenfalls liegt im Verlieren das weitaus größere Potential um sich weiter zu verbessern.

Wenn der Gegner schneller ist, musst Du schneller werden.
Wenn der Gegner stärker ist, musst Du künftig stärker werden.
Wenn der Gegner Deine Lücken ausnutzt, musst Du dieses in Zukunft besser schließen.

Letztlich zeigen alle Deine Bedenken nur eines: Du bist Dir Deiner Sache nicht sicher. Wenn Du von Dir selbst und Deiner Sache überzeugt bist, dann bist Du auch für den Kampf bereit. Bis es soweit ist, musst Du sehr viel trainieren.

Du musst Vertrauen in Deine Technik und Taktik entwickeln.
Du musst Deine Stärken und Schwächen kennen.
Du musst im Kampf Deine Stärken gegen die Schwächen des Gegners einzusetzen verstehen.
Du musst wissen, wie Du Deine Schwächen durch Stärken ersetzen kannst.
Du musst schnell und kräftig sein und darüber hinaus stets einen kühlen Kopf bewahren.

Wenn Dir dies gelingt, sind die Chancen schon einmal nicht schlecht. Dennoch wirst Du akzeptieren müssen, dass es immer jemanden gibt, der besser ist als Du. Sei es weil er mehr trainiert hat, sie es weil er über bessere körperliche Voraussetzungen verfügt.

Jedenfalls entscheidet das Kämpferherz nicht allein über Sieg oder Niederlage. Wer sich jedoch mit zahllosen Bedenken trägt, der hat kein echtes Kämpferherz. Ein Kämpferherz handelt entschlossen, mit aller Kraft und nicht zögerlich, im Ungewissen darüber, wie der Kampf ausgehen wird. Wer im Kampf entschlossen handelt und sein Bestes gibt, kann nicht wirklich verlieren, denn im Fall einer Niederlage ist diese dann nämlich auch ein Gewinn (siehe oben).

Ein Kampf wird zu allererst im Kopf entschieden. Nur wenn man für den Kampf wirklich bereit ist und nicht von Bedenken abgelenkt wird, ist man frei und kann entsprechend handeln.

Zum Abschluss vielleicht noch etwas auf mit auf den Weg: Deine Frage zeigt einen interessanten Punkt auf, über den es sich unbedingt lohnt nachzudenken. Um was geht es im Kampf? Geht es Dir ums Gewinnen? Ja? Dann solltest Du Deine Denkweise ändern! Denke nicht ans Gewinnen, doch denke darüber nach, wie Du nicht verlierst! Das ist übrigens nicht das Gleiche und auch nicht das Selbe … Es ist eine komplett andere Herangehensweise auch wenn das Ergebnis identisch ist. Der Weg zum Sieg ist das Ziel, nicht der Sieg!

geschrieben von: marco am: 19.01.2014
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Kommentare

Sehr guter Artikel, der sich auch im Kinderbereich widerspiegeln dürfte und Bezug findet.

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