Ansprechen oder still ertragen? Wenn Mitmenschen schlecht riechen ….

schwitzen-schweissSchwitzen ist eine natürliche Körperfunktion – wird aber spätestens dann peinlich, wenn sie unangenehme Gerüche nach sich zieht. Eine Belästigung, die ich schweigend ertragen muss? Auf keinen Fall, so die Empfehlung der Experten der „Knigge-Gesellschaft für Moderne Umgangsformen“.

Betroffene bemerken ihren Eigengeruch oft selbst gar nicht – für Freunde, Kollegen und Geschäftspartner ist ihre Nähe jedoch unerträglicher. „Das Problem Körpergeruch totzuschweigen, ist generell der falsche Weg,“ so Claudia Keller. Für die Trainerin der Knigge-Gesellschaft für Moderne Umgangsformen ist klar: „Offenheit und Ehrlichkeit sind gefragt. Gehen Sie das Gespräch mutig an und schieben es nicht auf die lange Bank, das führt nur zu angestauten Emotionen!“

Eine Checkliste hilft, dieses heikle Thema so zu verpacken, dass die Gefühle Betroffener nicht verletzt werden:

• Als Gesprächspartner eignet sich am besten eine vertraute Person – möglichst gleichen Geschlechts.
• In einer entspannten Atmosphäre redet es sich unter vier Augen leichter.
• Der geeignete Zeitpunkt: Nach Feierabend oder vor dem Wochenende. So hat der Angesprochene eine angemessene Rückzugsmöglichkeit und Zeit zur Reflexion.
• Wer das eigene ungute Gefühl direkt zur Sprache bringt, hat die besseren Karten – folgende Formulierungen bieten sich an:

Ich möchte Ihnen etwas sagen, weiß aber nicht so recht, wie ich es anfangen soll …
Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber….
Es ist mir sehr unangenehm, aber ….
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, aber ….

• Ein solches Eingeständnis wird vom Gesprächspartner eher positiv aufgenommen: Es signalisiert die Ernsthaftigkeit, die hinter dem Anliegen steckt.
• Smalltalk als Einstieg ist perfekt, erleichtert die Überleitung zum Kernpunkt.
• Klare Worte darüber, was stört und warum, sollen die betroffene Person anregen, über mögliche Ursachen nachzudenken. Gegebenenfalls darf auch ein Lösungsvorschlag oder Unterstützung angeboten werden.
• Die eigenen Bedürfnisse sollten während des Gespräches im Vordergrund stehen – Ich-Botschaften verwenden:

Mir ist aufgefallen, dass Sie nach Schweiß riechen.
Ich habe festgestellt, dass Sie unter Stress streng riechen.
Ich fühle mich durch Ihren Körpergeruch beeinträchtigt, das finde ich schade, weil wir doch so eng und gut zusammenarbeiten.
Ich habe ein Problem damit, dass starkes Schwitzen bei Ihnen offensichtlich unangenehmen Körpergeruch auslöst.

• Begrifflichkeiten wie „seit langem“, „häufig“, „die anderen Mitarbeiter bemerken auch“ unbedingt vermeiden: Sie bringen die angesprochene Person zwangsläufig in eine sehr peinliche Situation. Zudem stellt sich die Frage, warum das Problem erst jetzt thematisiert wird.
• Endet das Gespräch mit einer versöhnlichen Formulierung – „das ist mir auch schon passiert“ – fühlt sich der Betroffene weniger verletzt oder gekränkt.

Quelle: openPR

geschrieben von: marco am: 22.05.2014
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