Beweglichkeit im Kampfsport notwendig?

boxen-boxer-kickboxer-kickboxing (2)Ich frage mich, ob eine gute Beweglichkeit Voraussetzung für Tritt-Techniken im Kampfsport ist … So hoch kann ich nicht treten und einen Spagat schaffe ich auch nicht (arbeite aber daran).

Ein gute Beweglichkeit ist von Vorteil, ist jedoch keineswegs eine notwendige Voraussetzung für Beintechniken im Kampfsport.

Für Bewegungen, die eine gute Beweglichkeit erfordern, ist eine gute Gelenkigkeit von Vorteil, weil die Muskeln nicht so stark gegen den eigenen Körperwiderstand arbeiten müssen wie es dann der Fall wäre, wenn eine weniger gute Beweglichkeit vorhanden ist.

Ferner setzen natürlich bestimmte Techniken eine gewisse Beweglichkeit voraus. Ist die Beweglichkeit nicht im erforderlichen Maße vorhanden, können diese Techniken nicht ausgeführt werden.

Auch ist zu berücksichtigen, dass ein höheres Maß an Flexibilität und Gelenkigkeit mehr Spielraum für die Technik einräumt. Während ein weniger gelenkiger Sportler zunächst einmal ein recht hohes Maß an Aufmerksamkeit und Kraft für die Technik selbst aufbringen muss, kann sich der gelenkige Sportler voll und ganz auf die Technik selbst konzentrieren.

Viele meinen Techniken aufgrund einer eingeschränkten Beweglichkeit nicht ausführen zu können. Doch der Grund ist vielmehr oft, dass sie es noch gar nicht wirklich versucht haben. In den meisten Fällen ist nämlich nicht die mangelnde Flexibilität das Problem, sondern die Barriere im Kopf auf der einen und die nicht ausreichend entwickelte Muskulatur sowie das mangelnde Zusammenspiel der Muskeln untereinander auf der anderen Seite.

Wer also hohe Tritte ausführen will, muss sich hohe Ziele stecken und vor allem an seiner Technik arbeiten.

geschrieben von: sascha am: 30.01.2013
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Kommentare

Im Training habe ich letztens mit einem älteren Krieger zusammen geübt. Er ist Braungurt und trainiert schon seit bald 10 Jahren, sodass er sich im Mai seiner Schwarzgurtprüfung stellen will. Ich bin der festen Überzeugung, dass er seine Prüfung gut meistern wird. Sein Spirit ist ehr gut und er kommt regelmäßig trainieren. Ansonsten übt er auch fleißig zuhause.

Aber ich sehe, dass er sogar mit niedrigen, also hüfthohen Fußtritten seine Probleme hat. Es tut ihm weh im Training hoch zu treten. In der Prüfung wird man zwar nicht durchfallen nur weil man nicht so hoch tritt. Ja, die Technik ist wichtig und neben dem Prüfungsbestandteil „Fußtritte“ gibt es auch noch Kombination/Handtechniken/Kata/Kumite die im Gesamtbild zu einer Prüfungsentscheidung führen.

Aber ich bin der Meinung, dass etwas Beweglichkeit im Training von gutem Nutzen ist wenn man das regelmäßig etwas übt. Ich habe früher vor fast 20 Jahren viel Stretching und Dehnung geübt und muss sagen, dass ich noch heute von der erlernten Beweglichkeit profitiere und schmerzfrei trainieren kann. Dankeschön, das habe ich meinem Sensei zu verdanken. Heute findet Stretching und Dehnung fast keinen Platz mehr im Training und mit über 30 Jahren wird man seine Beweglichkeit auch nicht stark verbessern können. Schade, dass die physischen Vorraussetzungen durch das Alter ein wenig limitiert werden.

Die Muskulatur meines Trainingskammeraden ist zwar gut ausgeprägt, aber seine Beweglichkeit hindert ihn daran hoch und schmerzfrei zu treten. Ich werde ihn helfen gemeinsam seine Beweglichkeit zu verbessern. JA, es geht auch ohne, aber mit Dehnung wird es optimaler und einfacher für ihn laufen. Außerdem wird er ein besseres Körpergefühl für seine Technik entwickeln.

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