Bitte hilft mir mich zu entscheiden: Taekwondo oder Kung Fu?


Also ich bin 17 und ein Junge. Ich möchte mit Taekwondo oder Kung Fu anfangen weiß aber nicht für was ich mich enscheiden soll. Ich habe folgende Ziele und Erwartungen:

– sollte Spaß machen
– man sollte es auch auf der Straße anwenden können, wenn man sich gegen mehrere verteidigen muss
– man sollte mit den Beinen kämpfen können
– man sollte Sprünge wie z.B. Saltos mit Tritte lernen können.

Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.

Ob Dir Taekwondo oder Kung Fu Spaß macht, hängt am Ende weniger von der Kampfkunst selbst sondern eher vom Trainingsumfeld ab. Also von Fragen wie: Wie gut verstehst Du Dich mit den Trainingskameraden? Wie gut kommst Du mit der Art des Trainers zurecht? Wie gut kann Dich Dein Trainer motivieren? Wie sehr kann er Dich inspirieren…?

Ganz sicher kann man Kung Fu als auch Taekwondo im Ernstfall als Verteidigung einsetzen. Beide Kampfkünste wurden ja genau zu diesem Zweck entwickelt. Hier wäre gegebenenfalls noch die Frage zu stellen, wie sehr der Trainer sich dem Wettkampf verschrieben hat. Ist der Wettkampf das Ziel des Trainings, wirst Du in Bezug auf Selbstverteidigung nicht unbedingt viel mitnehmen können, denn im Wettkampf geht es um Punkte und ein Punkt ist nicht immer gleichbedeutend mit einer effektiven und wirkungsvollen Technik im Ernstfall. Dazu kommt, dass im Wettkampf eine ganze Reihe von Techniken aus Sicherheitsgründen verboten sind. Steht also der Wettkampf im Vordergrund, wirst Du viele für die Selbstverteidigung eher wichtigen Techniken wohl gar nicht trainieren, da gerade jene Techniken oft aufgrund ihrer Gefährlichkeit aus der Kampfkunst verbannt wurden.

Sowohl Taekwondo als Kung Fu setzen die Beine zum Kämpfen ein. Im Kung Fu muss man aber zwischen den sogenannten südlichen und nördlichen Kung Fu Stilen unterscheiden. Die nördlichen Kung Fu Stile betonen die Fußtechniken stärker als die südlichen Kung Fu Stile. Doch das sind letztlich äußerlichkeiten. Wenn es Dir primär um die Akrobatik geht, wäre möglicherweise Kung Fu dem Taekwondo vorzuziehen.

Dennoch: Wichtiger als alles andere ist, dass Du Dich beim Training wohlfühlst und Dich selbst einbringen und verwirklichen kannst. Insofern würde ich empfehlen, beides auszuprobieren und dann dort zu bleiben, wo es Dir am besten gefällt.

Abnehmen kannst Du sowohl mit dem einen als auch dem anderen.

geschrieben von: ralphp am: 3.10.2012
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Kommentare

hallo, also ich kann dir taekwondo empfehlen. taekwondo ist sehr effektiv, macht spass und ist eine olympische sportart. aber, du solltest kampfsport nicht direkt mit … zitat von dir: man sollte es auch auf der Straße anwenden können, wenn man sich gegen mehrere verteidigen muss – man sollte mit …. auf der stufe stellen. klar ist, dass gewaltpotenzial unter jugendlichen und erwachsenen, ist extremer geworden. da empfielt es sich selbstverteidigung und die betonung liegt bei selbstverteidigung. beherschen. kampfsport oder kampfkunst sollte in erster linie spaß machen und dir auch durch adäquates training, eine gesunde konstitution, sowie eine aufbauende kondition ermöglichen. es ist auch was für die seele (Qi) und es bietet dir auch möglichkeiten von dem du vielleicht noch gar keine ahnung hast, deinen eigenen körper so kennen zu lernen wie nie zuvor. wenn du einem guten verein beitreten möchtest, schaue dich in ruhe um und probiere dich im probetraining. nehme nicht gleich den erst besten zur wahl. dann solltest du entscheiden welche art du an taekwndo machen möchtest. es gibt den wtf und den itf. traditionellen oder freestyle taekwondo. mache dich bezüglich schlau und lese einiges darüber denn nur taekwondo ausüben und das ohne wissen macht keinen sinn. denn die gürtelprüfungen (kup prüfung), da wird auch die theorie abgefragt. ich selbst trainiere mit meinem sohn zusammen und ich finde taekwondo einer der besten kampfsportarten überhaupt. man geht auf tuniere, ob kleine oder ganz große. wie gesagt überlege es dir gut, welche art du gerne trainieren möchtest. ich wünsche dir viel erfolg und eine gute entscheidung :D gruß Andi TKD

Sowohl Ralphp als auch Andreas haben gut und ausführlich die Frage beantwortet. Eigentlich gibt es da nicht mehr viel zu ergänzen. Zu Andreas Beitrag möchte ich als Vertreter des alten klassischen Taekwon-Dos nur anmerken, dass das WTF-Taekwondo olympisch geworden ist, macht es als Stil für den Aspekt der Selbstverteidigung nicht unbedingt empfehlenswert. Das WTF-Taekwondo ist durch seine Wettkampfregeln insgesamt als Kampfsystem ziemlich einseitig geworden. Hauptsächlich Kicks, nur sehr wenig Handtechniken und diese werden beim Kämpfen nach den olympischen Regeln auch nur zum Körper ausgeführt. Ok, es ist ein Vollkontaktsystem und auch sehr dynamisch, aber insgesamt steht der Gedanke an Selbstverteidigung oft sehr weit hinten an, weit hinter dem des Wettkampfes nach sehr versportlichten Regeln. Wenn der Bereich Hosinsul – Selbstverteidigung nicht explizit und gründlich trainiert wird muss man sich diese Dinge bei einem anderen (Kampfsport?-)Training zusätzlich aneignen. Das klassische Taekwon-Do, man spricht zumeist vom ITF-Taekwon-Do, obwohl dieser Verband gar nicht mehr so viel zu finden ist, nutzte das breite Spektrum an Techniken des „koreanischen Karates“ viel mehr aus. Es gab reichlich Handtechniken und der Bereich Selbstverteidigung – Hosinsul war, zumindest früher, recht stark vertreten. Für SV waren auch Hebel, einige Würfe, Knie- und Ellenbogenstöße sehr wohl im Trainingsprogramm. Natürlich gab es die typischen Kicks und Sprungkicks, für die Taekwon-Do/Taekwondo so bekannt ist. Die Wettkampfregeln entsprachen dem Kickboxen im Leichtkontakt, es wurde/wird mit Hand- und Fußschutz gekämpft. Viele Vertreter dieser Stilrichtung trainierten aber sowieso intensiv Kickboxen auch im Vollkontakt, einige bis hin zum Muay Thai. Nicht immer, oder unbedingt für Meisterschaften sondern mehr für Selbstverteidigung. Das WTF-Taekwondo war meiner Meinung nach immer besser organisiert und ist schließlich ein olympisch anerkannter Sport geworden. hat sich eindeutig mehr durchgesetzt. Wie gesagt, der Gedanke an Selbstverteidigung steht bei diesem System meiner Meinung nach oft weit hinter dem des sportlichen Wettkampfes zurück. Den Aspekt muss man sich vielleicht auf andere Art aneignen, aber das muss man bei vielen Kampfsportarten. Sich explizit Kenntnisse in Selbstverteidigung in einem gesonderten Training aneignen.
Aber ich bin Andreas Meinung, gutes Taekwon-Do ist für auch mich eine der besten Kampfsportarten.
Und es stimmt, man sollte sich Schulen, Vereine oder Clubs im Taekwon-Do/Taekwondo, gleich welchen Stils und des Kung Fu gründlich ansehen und erst einmal Probetrainings machen. Sehen ob einem das Training, der Stil liegt. Was muss man sich anschaffen an Anzügen für Taekwon-Do/Kung Fu, was an Schutzausrüstungen, was für Kosten bei den Trainingsgebühren erwarten mich? Wie sind die Leute da? Wie der Trainer? Komme ich da gut klar und fühle mich wohl? Werde ich da langfristig trainieren? Taekwon-Do/Taekwondo kann schon Unterschiede aufweisen, Kung Fu aber noch sehr viel mehr. Ralphp sprach die nördlichen Stile und die des Südens schon an. Die Systeme des Nordens sind ganz grob gesagt schon eher wie Kickboxen oder Taekwon-Do, auch diese Stile praktizieren viele hohe und gesprungene Kicks. Die des Südens bevorzugen oft tiefe bis mittelhohe Kicks die einfacher anzuwenden sind, starke und ausgeklügelte Handtechniken und Anwendungen im sehr engen Bereich. Unabhängig von Nord oder Süd gibt es aber Stile die den Schwerpunkt auf akrobatische Ausführungen legen, man denke nur an Wu Shu-Wettkämpfe. Manche favorisieren knallharte, pragmatische Selbstverteidigung. Es gibt eine Wettkampfform namens Sanda, auch bekannt als Sanchou. Hier geht es um Wettkampf unabhängig von der Stilrichtung nach knallhartem Kontakt, sehr ähnlich dem Kickboxen. Wie gesagt, ausprobieren und sehen was einem selbst liegt und dann nach reiflicher Überlegung eine Entscheidung treffen. Und wer weiß? Vielleicht ist es gar nicht Taekwon-Do oder Kung Fu. Vielleicht verliert man sein Herz an japanisches Karate? An Ju Jutsu oder Jiu Jitsu? Vielleicht ist doch reines Kickboxen der Weg zur Seligkeit?

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