Blitzen und Unfallrisiko

blitzer-geschwindigkeitskontrolle-verkehrWegelagerei, Abzocke oder wertvoller Beitrag zur Verkehrssicherheit? Eine Ende des vergangenen Jahres veröffentliche Studie sagt zumindest eines aus: Häufiges Blitzen senkt nicht das Unfallrisiko – weder regional noch in der betroffenen Zielgruppe. Interessant aber auch: Wer oft geblitzt wird, baut weniger Unfälle.

Der Bundesverband Niedergelassener Verkehrspsychologen (BNV) hat diese Phänomene untersucht und eindeutig festgestellt, dass häufiges Blitzen die Unfallhäufigkeit nicht vermindert. Verbandsvorsitzender Voss: „Fahrer aus Altersgruppen mit einem geringen Unfallrisiko werden übermäßig mit Punkten belastet und Fahrer mit hohem Unfallrisiko werden zu selten kontrolliert.“ Auffällig ist, dass Blitzer-Strafen verhältnismäßig oft in Altersgruppen verhängt werden, die grundsätzlich für die wenigsten Unfälle verantwortlich sind, während Risiko-Altersgruppen wie z.B. Auto fahrende Senioren, quasi überhaupt nicht geblitzt werden.

Roland Fritzsch, Verkehrsrechtsexperte von www.blitzerblog.de: „Auffällig ist, dass man sich bei Durchsicht der Bußgeldbescheide und Bußgeldakten oftmals die Frage stellt, warum gerade an dieser Stelle geblitzt wurde. In den jeweiligen Bundesländern gibt es Richtlinien und Erlasse zur Verkehrs- und Geschwindigkeitsüberwachung. Aus einem Verstoß gegen diese Regelungen resultieren mitunter gewichtige Ansätze für eine erfolgreiche Verteidigungsstrategie. Zwar bleibt die Messung verwertbar, die Rechtsfolgen können jedoch erheblich gemildert werden. So kann von einem Fahrverbot abgesehen oder das Verfahren sogar gänzlich eingestellt werden.“

Quelle: openPR

geschrieben von: sascha am: 2.11.2013
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Kategorien: Recht, Urteile
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