Der beste und effektivste Kampfsport

Mixed martial artists fighting - punchingVor einiger Zeit wollte „Welt der Wunder“ herausfinden, welche Kampfsportart am effektivsten sei. Hierzu wurden Vertreter unterschiedlicher Kampfsportarten ausgewählt. Sie wurden aufgefordert, verschiedene Aufgaben mit den Mitteln ihrer Kampfkunst zu lösen.

Ein Boxer, ein Taekwondo-Kämpfer, ein Karateka, ein Ninja und ein Kung- Fu-Kämpfer traten gegeneinander an.

Das Ergebnis der pseudo-wissenschaftlichen Untersuchungen möchte ich nicht vorwegnehmen. Jedoch muss darauf hingewiesen werden, dass die Untersuchungen alles andere als bemerkenswert sind. Trotzdem haben wir das Film-Material am Ende des Beitrags für Sie zum Anschauen bereit gestellt.

Die Schlagkraft des Boxers hat sich beispielsweise als die größte aller am Test teilnehmenden Personen erwiesen. Dabei war die von ihm entwickelte Kraft alles andereals bemerkenswert. Bei dem Karate- Meister Teruyuki Okazaki oder dem gleichfalls in den USA lebenden Taekwondo-Meister wurden Schlagkräfte von mehr als einer Tonne je Quadratzentimeter gemessen. Das ist nahezu das Doppelte von dem, was der Boxer aufbringen konnte. Doch was sagt das schon aus? Um Knochen zu brechen sind nicht mehr als 4 Kilogramm je Quadratzentimenter nötig …

Letztlich beweist dieser aus meiner Sicht völlig untaugliche Versuch nur eines: Man kann die Effektivität von verschiedenen Kampfsportarten nicht miteinander vergleichen. Um einen wirklichen wissenschaftlich fundierten Beweis für die effektivste Kampfkunst antreten zu können müssten zunächst völlig identische Ausgagsbedingungen geschaffen werden. Man benötigt also genetisch völlig identische Menschen, gleichen Alters, gleicher Lebenserfahrung, vergleichbarer Ausbildung in je einer anderen Kampfkunst. All dies ist aber weder ethisch vertretbar noch überhaupt machbar. Denn auch auf Seite der Lehrer müssten für die geschaffenen Klone vergleichbarer Ausgangsbedingungen geschaffen werden.

Eine Kampfkunst ist immer nur so effektiv wie ihr Vertreter. Und gerade deshalb ist jeder Versuch eines Vergleichs von vornherein zum Scheitern verurteilt. Es ist immer nur der Vergleich zweier Kämpfer.

Je nachdem wer mehr Ausdauer oder Kraft aufweist, schneller oder klüger ist, auf sich verändernde Situationen besser reagieren kann … der wird diesen einen Kampf gewinnen können. Aber das ist eben noch längst kein Beweis für die Überlegenheit der einen oder die Unterlegenheit der anderen Kampfsportart; vielmehr kann hier einzig eine Aussage zum jeweiligen Kämpfer getroffen werden.

Schon ein altes chinesisches Sprichwort sagt: „Der schnelle Kämpfer wird den langsamen besiegen, der starke den schwachen und der kluge den dummen.“ Dieser allgemeingültigen Aussage gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzfügen. Besser kann man es wohl auch kaum formulieren.

geschrieben von: marco am: 16.03.2014
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Kommentare

Sehr guter Beitrag. Danke.
Leider muss ich auch immer wieder Mitmenschen der Illusion berauben, Formate wie „WdW“, „Galileo“, etc. seien Wissenschaftssendungen.
Hinzuzufügen wäre evt. der Hinweis, dass Personen, welche auf der Suche nach dem „best of the best“ Kampfsport sind, um diesen dann fleißig zu betreiben, sich vorrangig dem Training des Muskels im Kopf widmen sollten. ;)

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