Die Chinesische Große Mauer

dscf6487Rund um die chinesische große Mauer ranken sich viele Geschichten, Mythen und Legenden. Doch die wahre Geschichte der chinesischen Mauer ist noch viel unglaublicher als alle Sagen. Von der chinesischen Mauer hat wohl sicher schon so ziemlich jeder gehört, doch wer war schon einmal dort? Wir haben für Sie die chinesische Mauer besucht und berichten von unseren Eindrücken, damit Sie aus erster Hand erfahren können, was die chinesische Mauer ist und was nicht.

Wanli Changcheng

Die Chinesische Mauer wird in China Wanli Changcheng (10.000 Li-lange Mauer) oder Zhongguo Changcheng (Lange chinesische Mauer) genannt. Ein Li ist ein altes chinesisches Längenmaß. Bereits in der Bezeichnung „Wanli“ ist eine Längenangabe für die chinesische große Mauer enthalten, nämlich 10.000 Li. In Kilometer umgerechnet kommt man damit auf rund 5.800 Kilometer.

Das ist bereits eine unglaubliche Länge. Doch die Zahl 10.000 steht in China für Unendlichkeit. Die große Mauer hat natürlich nicht die Länge von 5.800 Kilometer. Sie ist sogar noch viel viel länger! Nach neuesten Erhebungen wird die Länge der chinesischen Mauer sogar mit 21.196 Kilometern angegeben!

Nun ja, diese Zahlen darf und muss man allerdings auch etwas relativieren. Viele Teile der chinesischen Mauer sind ein Opfer der Zeit geworden und stark verfallen. Dennoch bemüht sich die chinesische Regierung, dieses Bauwerk zu erhalten und zu rekonstruieren. Derzeit sind nur ca. 600 km der Mauer in einem gut erhaltenen Zustand.

In einer Messung aus dem Jahr 2009 wurde die Länge der Mauer mit rund 8.900 km angegeben. Hierbei wurden allerdings nur die während der Ming-Dynastie (1368–1644) errichteten Teile der Mauer berücksichtigt. Viele Teile der chinsesischen Mauer sind jedoch bedeutend älter. Die ältesten bekannten Teile der chinesischen Mauer stammen bereits aus dem 7. Jahrhundert vor Christus.

Wie dem auch sei, die chinesische große Mauer ist und bleibt das längste Bauwerk der Erde. Wer nun glaubt, dass die chinesische Mauer ein einzelnes zusammenhängendes Bauwerk sei, der muss bereits enttäuscht werden. Die Chinesen haben nämlich vielmehr auch natürliche Barrieren wie steile Felsen und Flüsse mit einbezogen.

Die große Mauer besteht also aus vielen Einzelbauwerken, die in verschiedenen Zeitabschnitten und Epochen, teilweise auch gleichzeitig errichtet und dann miteinander verbunden wurden. Immerhin darf nicht vergessen werden, dass die chinesische Mauer über einen Zeitraum von immerhin rund 1.000 Jahren errichtet wurde.

Wie lang ist die Mauer im Vergleich?

Um sich die Länge der Mauer einmal zu verdeutlichen, hier einige Zahlen: Deutschlands Grenzen haben eine Länge von 3.700 Kilometern. Die chinesische Hauptmauer würde also bereits mehr als zweimal um Deutschland herumreichen.

Trüge man die Mauer ab und errichtete eine 6 Meter hohe und 1 Meter breite Mauer, so würde die Mauer um die ganze Erde reichen. Würde man sie in den USA aufstellen, so reichte sie von der Ost- bis zur Westküste.

Immer wieder hört man, dass die Chinesische Mauer das einzige Bauwerk sei, das man mit bloßem Auge aus dem Weltraum sehen könne. Die chinesische Mauer ist in vielen Bereichen schmaler ist als eine Landstraße hierzulande. Demnach müsste man auch jede bessere Landstraße aus dem Weltraum erkennen können. Dies ist ein Märchen, wie vieles andere auch. Die chinesische Regierung musste nachdem auch der erste chinesische Astronaut Yang Liwei im Oktober 2003 bestätigte, dass die Große Mauer nicht zu sehen sei, neue Schulbücher drucken lassen.

Die Geschichte der chinesischen Mauer

Die chinesische Mauer ist bedeutend älter als die Geschichte des alten China. Lange bevor in China der erste Kaiser den Thron bestieg, begannen die chinesischen Fürsten erste Verteidigungswerke zu errichten, um sich gegen die Nomadenstämme des Norden zu schützen. Mit dem ersten chinesischen Kaiser Shihuangdi aus der Qin-Dynastie (214 v.Chr.) begann der systematische Ausbau der chinesischen Mauer. Er beauftragte seinen General Meng Tian damit die vielen einzelnen Mauerstücke die vor der Einigung des Reiches errichtet wurden miteinander zu verbinden.

Die Baumaßnahmen begannen im Norden. Sie sollten vor allem dem Schutz vor umherziehenden Nomaden dienen, die immer wieder in das chinesische Reich eindrangen. Anders als die bereits vorhandenen Mauerreste wurden die neuen Verteidigungswerke nicht in Tälern sondern unterhalb der nördlichen Kammlinien der Berge errichtet. Aus Mangel an Lehm und anderen Baumaterialien wurde die Mauer zunächst überwiegend aus übereinandergeschichteten Natursteinplatten errichtet. Schon damals wurde die Mauer mit Zinnen und Türmen ausgestattet, was die Verteidigung erheblich vereinfachte.

Meng Tian ließ von seinen Soldaten im ganzen Land überwiegend Bauern, Männer, Frauen und Kinder zusammen treiben und in den Norden schicken, um die Mauer zu errichten. Während des Höhepunktes der Baumaßnahmen waren bis zu 20% der Bevölkerung am Bau beteiligt. In Lumpen gehüllt, ausgelaugt von der Arbeit und oft schlecht verpflegt, bauten sie an Chinas großer Mauer.

Experten gehen davon aus, dass die Baumaßnahmen in jener Zeit über 250.000 Menschenleben gekostet haben dürfte. Andere Quellen gehen von über einer Million Opfern aus. Legenden berichten, dass die Toten einfach in die Mauer mit eingebaut worden sein sollen, weshalb die lange chinesische Mauer auch länger Friedhof genannt wird. Dass die Toten in die Mauer eingebaut oder über ihre Gräber hinweg gebaut wurde, dürfte jedoch in das Reich der Fabeln und Legenden gehören, denn dies hätte letztlich erhebliche statische Probleme mit sich gebracht. Wie dem auch sei – dass die chinesische Mauer unzählige Menschenleben gefordert hat, ist unumstritten. Viele starben an Hunger und Krankheiten. Nicht selten wurden Arbeiter auch einfach totgeprügelt, wenn sie – ausgezehrt wie sie waren – nicht mehr die geforderte Leistung brachten oder gar den Versuch unternahmen, davonzulaufen. Dies sollte anderen ein abschreckendes Beispiel sein und zu mehr Anstrengung anhalten.

Die Errichtung der Mauer

Häufig ist zu lesen, dass die chinesische Mauer so breit gebaut worden sein soll, dass auf ihr Wagen fahren konnten. Was die Breite anbetrifft, so stimmt diese Aussage, dass Wagen auf ihr führen ist hingegen ein Mythos oder vielleicht viel eher eine Missinterpretation dieses Vergleichs. Die Große Mauer folgte dem natürlichen Verlauf der Berge. Dies machte es erforderlich, dass auch Treppen in nicht unerheblicher Zahl und mit einer teils äußerst beträchtlichen Anzahl an Stufen eingebaut werden mussten. Aufgrund natürlicher Bedingungen ist die Mauer stellenweise aber auch kaum einen Meter breit. Ferner sind die einzelnen Mauerabschnitte durch in Sichtweite stehende Wach- und Verteidigungstürme getrennt, so dass eine Reise mit dem Wagen spätestens am nächsten Wachturm enden würde.

In der Zeit der Ming-Dynastie erhielt die Mauer ihre heutige Gestalt. Im Jahre 1493 begann unter Kaiser Hongzhi der Bau der Ming-Mauer und damit die letzte große Ausbauphase der chinesischen Mauer. Sie sollte dem Schutz gegen die Mongolen und der besseren Überwachung des Handels dienen.

Die Mauer wurde in jener Zeit weitgehend aus gebrannten Steinen, zum Teil aber auch aus Natursteinen errichtet. Der verwendete Mörtel bestand aus gebranntem Kalk und Klebereis. Dass Innere der Mauer wurde mit Lehm, Sand und Schottersteinen aufgefüllt. Die Maße der Mauer sind je nach Bauabschnitt recht unterschiedlich. Im Bereich der nördlichen Hauptstadt (Peking) hat die Mauer eine Breite von 4 bis 8 Meter auf der Krone und 10 Meter an der Basis. Auch die Höhe variiert. Meist ist die Mauer zwischen 6 und 9 Metern hoch. Im Abstand von einigen hundert Metern wurden in Sichtweite Wachtürme errichtet. Vorwiegend über Rauch- und Feuerzeichen konnten so Nachrichten sehr rasch weitergegeben und Soldaten im Hinterland bei drohenden Angriffen alarmiert werden. Daneben boten diese Türme den Verteidigern natürlich Schutz und sie dienten auch als Waffenlager. Es wird geschätzt, dass bis zu 25.000 solcher Türme in der Mauer integriert waren. Ein ausgeklügeltes System bestehend aus weiteren 15.000 Signaltürmen sicherte die Kommunikation mit der Hauptstadt. Reste solcher Signaltürme wurden noch bei Kaschgar, einer alten Handelsstadt in Chinas äußerstem Westen, gefunden.

Entlang der chinesischen Mauer waren in den neun Garnisonen der Ming etwa 300.000 Soldaten stationiert. Da die inneren Probleme im Laufe der Zeit größer wurden, konnte die Große Mauer nicht mehr mit ausreichend Soldaten versorgt werden. So gelang es den Mandschu im 16. Jahrhundert die chinesische Mauer zu überwinden.

Aufgrund von Problemen im Land der Mitte selbst, konnte die Große Mauer nicht mehr mit genügend Soldaten versorgt werden. So kam es, dass im 16. Jahrhundert die Mandschu die Chinesische Mauer überwindeten und China überfallen wurde. Das war das letze Mal, dass an der Chinesichen Mauer gearbeitet wurde. Als China wieder in chinesischer Hand war, gab es andere Probleme und wie wir alle wissen, würde diese Mauer heute nicht mehr die gleiche Wirkung, wie die fast 2000 Jahre zuvor, haben.

Die große Mauer diente vorallem als Grenze, um sich vor dem Norden zu schützen. China hatte viele Feinde und die Mauer sollte das Reich befestigen. Auch diente die Chinesische Mauer dazu, sich vom Rest der Welt abzugrenzen und die Kultur Chinas zu schützen. Ohne die Chinesische Mauer wäre China nie zu dem geworden was es heute ist. Eines der größten Länder der Welt, mit einer ganz eigenen Kultur.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann wäre vielleicht eine individuelle China Reise etwas für Sie … Individuelle Traumreisen in das Reich der Mitte …

geschrieben von: ralphp am: 13.09.2012
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