Die Macht des Aberglaubens: Mit Lügen leben und auf bessere Zeiten hoffen?

apfel-auswählen-aussuchen„Die Lüge wird zur Weltordnung gemacht“ schrieb einst der Schriftsteller Franz Kafka. Das war auch zu jener Zeit schon lange keine neue Erkenntnis mehr und ist es heute erst recht nicht. Zur Politik gehört die Lüge wie das Amen in der Kirche. Täuschung und Volksverdummung sind dort so selbstverständlich, daß Lügen heute schon fast zu einem Synonym für Politiker geworden ist.

Die Macht des Aberglaubens hat zu allen Zeiten immer wieder einmal – oft für viele Jahrhunderte – Mögliches Unmöglich gemacht. Engstirniges Klammern der Mächtigen und ihrer Klientele an überholte Ideologien und die damit für sie verbundenen Privilegien haben die Weiterentwicklung menschlicher Kulturen verhindert. Der großen Mehrheit der Menschen wurden dadurch für lange Zeit Lebens- und Entfaltungschancen genommen. Heute ist es vor allem der Aberglaube, entfesselte Habsucht würde am Ende alle Menschen reicher machen: der Ungeist des Neoliberalismus.

Seine Früchte sind vor allem Privatisierung von Gewinnen und Sozialisierung von Verlusten, wettbewerbsfähige Unternehmen auf Kosten des Wohlstands und der Lebensperspektiven von Millionen, maßlose Bezüge von Vorständen und Aufsichtsräten großer Unternehmen, ein Steuersystem, das diejenigen bevorzugt, die hohe Einkommen erzielen und sich trickreiche, Politiker, die in erster Linie ihr Eigenwohl im Auge haben, statt dem Allgemeinwohl zu dienen und nach Kräften dafür zu sorgen, daß es allen Menschen so gut geht wie man es in einem so reichen Land wie Deutschland erwarten darf.

Statt dessen entfesseln Neoliberalismus und „Neue Soziale Marktwirtschaft“ – was ist daran sozial? – die Raubtierinstinkte, die bei einigen unserer Mitmenschen offensichtlich überaus stark ausgeprägt sind. Wenn einer neun andere ausbeutet, so will uns dieser Aberglaube weismachen, dann werden zehn reicher. Tatsache ist aber, daß alle zehn ärmer werden. Nur merken das neun sofort, weil sie nur zu Hungerlöhnen Arbeit finden, nur in Teilzeitjobs oder mit Werkverträgen beschäftigt werden oder sogar der Verhartzung anheim gegeben werden und dadurch alles verlieren, was sie sich vielleicht in vielen Jahren zur Aufbesserung ihrer schmalen Rente erspart hatten. Nur der zehnte wird tatsächlich reicher – jedenfalls zunächst und materiell. Letztlich steigert er aber sein Lebensrisiko: Arme Menschen können wenig kaufen, die Konsumnachfrage sinkt, und nur vom Export kann eine Volkswirtschaft auf Dauer nicht existieren. Außerdem gerät in einer Gesellschaft mit großen Unterschieden zwischen Arm und Reich der soziale Friede allzuleicht in Gefahr.

Menschen sind genetisch betrachtet zwar räuberische Rudeltiere, aber sie könnten als solche heute kulturell nicht mehr überleben. Deshalb kann es kein „Zurück-zu-den-Wurzeln“ geben wie es der neoliberale Aberglaube impliziert. Deshalb müssen Politiker endlich lernen, über den beschränkten Horizont von Ideologien und kurzsichtiger parteilicher sowie persönlicher Interessen hinauszublicken. Mit der Lüge, die Ökonomisierung des Menschen, seine Verdinglichung und Reduzierung auf seine Verwertbarkeit als Mittel zur Befriedigung der maßlosen Profitgier einer plutokratischen Minderheit sei für die Selbstbehauptung einer Gesellschaft im weltweiten Konkurrenzkampf unabdingbar, muß endlich Schluß sein.

„Der Liberalismus der Wölfe ist die Sklaverei der Schafe“, lesen wir bei Prof. Querulix. Wenn uns die Gesellschaft eines vermutlich gar nicht mehr so fernen Tages nicht um die Ohren fliegen soll, brauchen wir mehr Gemeinsinn. Und der muß sich ganz besonders in einer gerechten und zukunftsweisenden Bildungs-, Sozial- und Steuerpolitik ausdrücken. Was die letzten Regierungen sich diesbezüglich geleistet haben, widerspricht ihrem Auftrag, dem Deutschen Volke zu nutzen und Schaden von ihm abzuwenden.

Die Banken- und Staatsschuldenkrise kann eine Chance sein! Sie wird nämlich nicht gelöst werden, weil eine Lösung nicht möglich ist, solange Bankster, Gangster und Hedger mit Unterstützung der Politik und der Notenbanken weiterhin mit Bergen praktisch kostenlosen frisch gedruckten Geldes Märkte manipulieren und riesige Spekulationsballons aufblasen dürfen. Sie wird auch nicht gelöst werden, solange immer noch Politiker glauben, ihre selbst verursachten Probleme auf Kosten der Unschuldigen lösen zu können. Da kann noch soviel Geld gedruckt werden, und wer sich Geld leihen will, dem könnte man es in Gestalt von Negativzinsen sogar schenken. Es wird alles nichts helfen. Das riesige Alimentationsprogramm für Bankster, Zocker und verantwortungslose Politiker wird nur Inflation erzeugen und wahrscheinlich zusätzlich auch die Weltwirtschaftskrise, die es doch eigentlich abwenden soll. Was den Politikern unter den gegebenen Umständen übrigbleibt ist nur, weiter an der Katastrophe herumzuwursteln und sie dadurch mehr oder weniger zu beschleunigen, oder endlich einsehen, daß jetzt nur noch übrigbleibt, alles zu tun, um die verheerenden Folgen für die Stabilität der Gesellschaften soweit es irgend geht zu mildern und den sozialen Frieden zu retten.

Genügend gute Vorschläge für die Beherrschung der Krise liegen längst auf dem Tisch. Aber wenn sich die Bewohner eines maroden Hauses nicht einigen können, wie es saniert werden soll, sind Abriß und Neubau die beste Lösung. Es müssen ja nicht unbedingt alle bisherigen Bewohner wieder einziehen.

Ein Neubau müßte auf jeden Fall eine umfassende zukunftssichernde Reform der Steuer- und Sozialsysteme umfassen und der demographischen Entwicklung Rechnung tragen. Das ist nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern als Voraussetzung für die Verbesserung der äußerst unbefriedigenden gesellschaftlichen Integration und die Sicherung des sozialen Friedens ist sie unabdingbar.

„Mit Lügen und Listen füllt man Kasten und Kisten“, heißt es sprichwörtlich. Das deutet darauf hin, daß Menschen zu allen Zeiten voreinander auf der Hut sein mußten. Aber der Volksmund weiß auch: „Wäre Lügen so schwer wie Steine tragen, so würde jeder die Wahrheit sagen.“ Wir sollten es also den Lügnern und Betrügern nicht mehr so leichtmachen.

Gewiß glauben viele Täuscher und Lügner selbst an das, was sie anderen vorsetzen. „Sich selbst betrügen ist die leichteste Arbeit“, gibt uns der Volksmund zu bedenken und Prof. Querulix definiert im Volksmund: „Lügen sind nichts anderes als subjektiv verzerrte Wahrheiten.“ Aber das macht alles leider noch viel schlimmer. Denn es fördert den Fanatismus, sich am Aberglauben festzuklammern und Dummheiten zu perpetuieren. Insofern heißt es gerade auch bei den bevorstehenden Wahlen: Aufpassen! Gut nachdenken! Nicht einfach alten Gewohnheiten folgen und nicht meinen: Ich kann ja doch nichts ändern. Aber: „Wer sich zum Schaf macht, wird vom Wolf gefressen“, weiß der Volksmund.

Quelle: openPR

geschrieben von: sascha am: 26.12.2013
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