Die süße Gefahr: Deutsche essen viel zu viel Zucker

Ernährungs ProgrammÄrzte und Forscher erklären, warum zu viel Zucker ungesund ist und worauf man achten muss, wenn man den Konsum der süßen Substanz reduzieren will.

35 Kilogramm Zucker konsumiert jeder Bundesbürger durchschnittlich pro Jahr – weit mehr als die von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlene Obergrenze von 50 Gramm am Tag. EAT SMARTER, das Magazin für moderne Ernährung, klärt über die Folgen eines zu hohen Zuckerkonsums auf und nennt die Lebensmittel, in denen der Süßstoff – für Laien oft kaum erkennbar – verarbeitet ist.

Ärzte und Wissenschaftler warnen schon lange vor einem zu hohen Zuckerkonsum: Er kann Übergewicht, Karies und Diabetes-Typ-2 verursachen. Vor allem über Getränke und Fertiggerichte nehmen Kinder und Erwachsene heutzutage unnötig viel Zucker zu sich – häufig ohne davon zu wissen, betonen Experten in EAT SMARTER. Zucker steckt nicht nur in vermeintlich gesunden Säften, sondern auch in Fertigsuppen, Brotaufstrichen, Saucen oder Ketchup. „Für die Verbraucher ist das oftmals gar nicht ersichtlich, weil die Bezeichnungen für Zucker auf der Zutatenliste sehr unterschiedlich sein können“, sagt Prof. Susanne Klaus, Stoffwechsel-Expertin am Deutschen Institut für Ernährungsforschung.

Ein wichtiger Ratschlag lautet deshalb: Zuckerhaltige Softdrinks und Säfte sollten stets als Genussmittel betrachtet werden und keinesfalls als Durchlöscher dienen. Hier gilt: Kleine Mengen sind erlaubt – und Säfte sollten öfter mit Wasser verdünnt werden.

Wer Kalorien sparen möchte, kann zudem auf Produkte mit Süßstoffen und Zuckeraustauschstoffen zurückgreifen. Als Wundermittel unter den Süßmachern wurden jüngst die aus der Stevia-Pflanze gewonnenen Steviolglycoside gepriesen. Sie sind seit Dezember 2011 in Europa zugelassen und bis zu 300 Mal süßer als Haushaltszucker. Hersteller dürfen den als Zusatzstoff E 960 auf den Lebensmittelverpackungen gekennzeichneten Stevia-Süßstoff bislang nur in begrenzten Mengen und in bestimmten Lebensmittelkategorien verwenden. Dr. Udo Kienle, Agrarwissenschaftler an der Universität Hohenheim, sieht darin einen wichtigen Grund, warum sich Steviolglycoside auf dem deutschen Lebensmittelmarkt bislang nicht durchgesetzt haben. „Viele Konsumenten sind zurückhaltend, weil Produkte mit Steviolglycosiden recht teuer sind und oft auch Zucker oder andere Süßstoffe enthalten“, erklärt Kienle in EAT SMARTER.

Andere Zuckerersatzstoffe hingegen sind längst fester Bestandteil unserer Ernährung, und sie können bedenkenlos konsumiert werden, betont Prof. Dr. Andreas Pfeiffer, Direktor der Abteilung Endokrinologie, Diabetes und Ernährungsmedizin an der Charité Berlin. Anreize, den Konsum solcher Substanzen zu fördern – auch finanzieller Art – sollte die Politik schaffen, so Pfeiffer. Am Deutschen Institut für Ernährungsforschung, wo Pfeiffer ebenfalls tätig ist, werden derzeit Erbsenproteine entwickelt, die eine geringe Energiedichte haben und viele Polyphenole besitzen. Sie könnten Bestandteil vieler gesunder Produkte werden. „Das ist eine tolle Chance“, so Pfeiffer.

Quelle: openPR

geschrieben von: sascha am: 3.09.2013
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