Die Wirtschaftslobby treibt die Prekarisierung der Gesellschaft weiter voran

geld-leere-taschen-insolvenz-schuldenBefristete Arbeitsverhältnisse nehmen stark zu. Damit wird Arbeit als Grundlage des Lebensunterhalts und der Lebensplanung immer fragwürdiger. Die SPD hat ihr Ziel, ohne wichtigen sachlichen Grund befristete Arbeitsverträge zu verbieten, in den Koalitionsverhandlungen dem Ziel, auf jeden Fall in der Regierung dabeizusein, geopfert. Wie hieß es doch schon in der Vergangenheit: „Wer hat uns verraten ….“

Wirtschaft muß dem Menschen dienen, und zwar allen Menschen einer Gesellschaft, die dem Wirtschaften gemeinsam die menschlichen, sachlichen und rechtlichen Ressourcen stellt. Es darf nicht sein, daß die Profite einer Minderheit die Taschen füllen, während die Mehrheit die Kosten und Lasten trägt. Wenn darüber in einer Gesellschaft kein Konsens mehr besteht, ist sie am Ende und muß dringend auf neue moralische Grundlagen gestellt werden, bevor es für eine geordnete und friedliche Reform zu spät ist. Das sollte auch im Interesse derer sein, die heute noch vom Status quo profitieren. Denn nichts zu tun, einfach im neoliberalen Profitrausch weiterzumachen, birgt die Gefahr unkontrollierbarer Entwicklungen.

Die Vernunft sollte nicht nur erkennen helfen, daß Menschen keine Lebensplanung möglich ist, wenn sie sich von einem befristeten Arbeitsvertrag zu anderen hangeln müssen. Sie sollte auch hilfreich sein, wen es um die Frage gerechter und zum anständigen Leben auskömmlicher Löhne und gerechter Steuern geht. Vernunft sollte auch helfen, für alle Bürgerinnen und Bürger des Staates auskömmliche Renten und eine optimale Versorgung im Krankheits- und Pflegefall sicherzustellen.

Mit der Vernunft scheint es bei der Wirtschaftslobby aber nicht weit her zu sein. Auch fehlt es offensichtlich am Verantwortungsbewußtsein für die Gesellschaft als Ganzes. Man sieht sich offenbar als der Zweck, dem alles andere einschließlich der Menschen als bloßes Mittel zu dienen haben. Das ist menschenverachtend.

Leider sind die meisten Politiker nicht besser. Viele von ihnen erhoffen sich wohl auch Vorteile von einer Förderung wirtschaftlicher Sonderinteressen. Da wundert es nicht, daß sie den Wünschen der Wirtschaftslobby nachgeben. Viele Parlamentsabgeordnete sind selbst Lobbyisten. Wer solche Politiker wieder in Regierungsverantwortung wählt, muß sich darüber im klaren sein, was ihn erwartet.

Die Amerikaner sind bei der Prekarisierung der Gesellschaft schon weiter. Dort kann man billige Arbeitssklaven für ungeliebte Aufgaben aller Art im Internet bestellen. Das ist schon Leiharbeit 2.0. Die Sklaven warten in ihren Höhlen bis sie gebraucht werden und ernähren sich von … ja, wovon eigentlich? Und mit Ernährung allein ist es ja wohl auch nicht getan. Europa sollte sich endlich von Amerika emanzipieren und nicht mehr jeden Unsinn mitmachen. Das geplante Freihandelsabkommen, das die Amerikaner dringender brauchen als die Europäer ist die beste Gelegenheit, klarzumachen, daß es keinen Primat des Profits in Form des von den Amerikanern gewünschten Investitionsschutzes geben wird.

„Den Kapitalismus schaffen weder die Sozialisten noch die Kommunisten ab. Das besorgen die Nimmersatts, Bankster und Gangster selbst, die unter den Augen pflichtvergessener Politiker ganze Völker und Staaten ausplündern und dadurch auch ihre eigenen Lebensgrundlagen vernichten.“ (Prof. Querulix)

Quelle: openPR

geschrieben von: sascha am: 11.08.2014
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Kategorien: Freizeit, Buntes
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