Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte?

Eine fernöstliche Weisheit lautet: „Gedichte enthalten Bilder und Bilder Gedichte.“ Wie die menschliche Sprache sind auch Bilder, Gemälde, Zeichnungen Kommunikationsmittel. Davon macht die Werbung reichlich Gebrauch.

Überhaupt alle, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit Ideen, Vorschläge oder Arbeitsergebnisse in Vorträgen und Präsentationen anderen überzeugend vermitteln möchten, ist gut beraten, seine Botschaft in geeigneter Weise und mit geeigneten Mitteln zu veranschaulichen.

Wer seine Vorträge veranschaulicht, kann viel von Malern und Zeichnern lernen. „Malen, das ist die universale Sprache der Menschheit; Gemälde sind ihre Bücher“, lesen wir bei Prof. Querulix im Volksmund. Aber stimmt es wirklich, daß – wie man so oft hört oder liest – ein Bild mehr sagt als 1000 Worte? Sicherlich k a n n ein Bild mehr sagen als 1000 Worte, muß es aber nicht. Ebenso wie jemand, der spricht, muß sich auch ein Maler so ausdrücken, daß beim Empfänger genau diejenigen Gedanken und Gefühle geweckt werden, die er zu wecken beabsichtigt, und genauso wie beim Vortrag kann es auch bei der Vorführung eines Bildes zu Mißverständnissen, ja zum völligen Unverständnis kommen.

Vorsicht und Sorgfalt bei der Veranschaulichung von Ideen sind also geboten. Ein einzelnes Wort wird dem Redner für die Vermittlung einer Idee an das Publikum allenfalls in Gestalt eines Schlag- oder Reizwortes genügen. Noch weniger genügt aber ein einzelner Pinselstrich dem Maler, um im Betrachter seines Bildes bestimmte Gedanken zu wecken. Das gesprochene Wort ist insofern dem Malen sogar voraus. Andererseits können zu viele Bilddetails den Betrachter gedanklich und emotional in die Irre leiten, ihn auch verwirren. Es gilt also genau zu überlegen: Was muß ich zeigen, wie muß ich es zeigen, damit der Betrachter versteht, was ich sagen möchte, und was sollte ich besser weglassen. Weniger ist oft mehr!

Bilder sind meistens viel komplexer als Worte. Wir müssen sie deshalb eher als einen ganzen Vortrag oder sogar als ein ganzes Buch ansehen. Hat der Maler oder Zeichner sein Handwerk gut gemacht, kann das Bild dem Betrachter tatsächlich mehr „sagen“ als 1000 Worte. Aber nur dann, wenn ihn das Bild auch in einer Weise anspricht, die ihm verständlich ist, und wenn es genau das „sagt“, was es sagen soll – nicht mehr und nicht weniger. Auch schwer Sagbares läßt sich mit einem Bild so eindrucksvoll „sagen“ wie es das Können des Malers zuläßt. „Hätte ich es sagen wollen oder können, hätte ich nicht nötig, es zu malen“, hat der deutsche Maler der Romantik, Philipp Otto Runge, diesen Vorteil des Bildes gegenüber der gesprochenen Sprache einmal formuliert.

Ob eine Präsentation beim Publikum den gewünschten Erfolg hat, wird außer von der Qualität der rhetorischen Darbietung und der Verständlichkeit und Aussagekraft der Schaubilder davon abhängen, inwieweit sie die Bedürfnisse der Zuhörer erfüllt. Insofern geht es Vortragenden nicht anders als Künstlern, deren Werke dem Publikum auch gefallen müssen.

Da wir Bilder gewöhnlich an die Wand hängen, wo sie uns geradezu ins Auge fallen, müssen sie uns auch gefallen. Ob ein Bild dem Betrachter gefällt, ist nicht davon abhängig, ob oder wie er die Botschaft des Bildes versteht. Schätzt er das, was ihm das Bild mitteilt, wird er mit einiger Wahrscheinlichkeit auch Gefallen daran finden. Versteht er die Botschaft des Bildes nicht oder widerspricht sie seinem Denken und Fühlen, kann ihm das Bild aber trotzdem gefallen – zum Beispiel wegen seiner dekorativen Wirkung oder weil er glaubt, daß sein Sammlerwert künftig steigen wird.

Damit sind wir bei der wirtschaftlichen Seite der Malerei angelangt, die Wilhelm Busch so charakterisiert: „Oft trifft man wen, der Bilder malt, viel seltener wen, der sie bezahlt.“

Quelle: openPR

geschrieben von: sascha am: 13.12.2012
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Kategorien: Freizeit, Buntes
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