Historisches und Kurioses rund um das Büro

business man in officeGeschichten vom ältesten Büro-Wortwitz und dem berühmtesten Tintenfass

„Ordnung ist das halbe Leben“ – das wussten schon unsere Vorfahren. Die Zauberformel lautete in den vergangenen Jahrtausenden, jeden Tag ein bisschen mehr für die Ordnung zu tun. Um Ordnung in ihre Gedanken zu bringen, begannen Menschen, ihre Gedanken aufzuschreiben. So wissen wir heute, dass mit Sicherheit die Tinte vor dem Tintenfass erfunden wurde, in Form einer dunklen Tusche aus Ruß, Gummi und Wasser bei den Chinesen und Ägyptern um 2600 v. Chr. Etwas früher, so ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. Nutzten die Sumerer den heutigen Büroklammern vergleichbare Gegenstände, um Ordnung in Schriftstücke zu bringen und diese zusammenzufügen.

Die berühmteste Bibliothek der Welt

Das erste Literaturarchiv und damit der erste Bibliothekskatalog und das erste Ausleihsystem gehen wohl auf die Bibliothek von Alexandria zurück. Vermutlich gab es dort auch die ersten Bürostuben, in denen Studenten schrieben, lasen und lernten. Die Menge der in Alexandria archivierten Werke aus Kunst und Wissenschaft erforderten neue Methoden des Bibliothekswesens. Doch das von den Truppen Gaius Julius Cäsars gelegte Feuer vernichtete 47 v. Chr. diese einzigartige Bibliothek und mit ihr das gesammelte Wissen der antiken Welt.

Der Siegeszug des Papiers und der erste Kugelschreiber

Die ersten Schreibstuben (Vorläufer des Büros) nannten sich Skriptorium und entstanden seit der Spätantike (284 n. Chr. bis 800 n.Chr.) vor allem in Klöstern. Dort wurden Texte handschriftlich dupliziert – anfangs auf Papyrus. Ab dem 11. Jahrhundert setzte sich das haltbarere und mehrfach beschreibbare Pergament durch. Und gegen Ende des 14. Jahrhunderts trat das Papier seinen Siegeszug an. Bereits der Universalgelehrte Galilei (1564 – 1642) fertigte eine überlieferte Skizze an, die eine Art Vorläufer des Kugelschreibers zeigt. Doch das erste Patent für dieses Schreibgerät mit eigener Tinte gab es erst im 19. Jahrhundert.

Das berühmteste Tintenfass und die goldene Schreibstube

Auf Martin Luther geht wohl das berühmteste Tintenfass zurück. Doch hat es den Wurf nach dem Teufel auf der Wartburg tatsächlich gegeben? Der theologische Urheber und Lehrer der Reformation soll sich des Nachts, vom Teufel geweckt, durch einen beherzten Wurf mit dem Tintenfässchen gegen den Satan verteidigt haben. Luthers Aussage, er habe „den Teufel mit Tinte vertrieben“ wird heute jedoch auf die Luthersche Bibelübersetzung bezogen.
Als „Goldene Schreibstube“ ist ein 50 Quadratmeter großer Raum der Familie Fugger im Geschäftshaus Kroll und Mill in Augsburg in die Geschichte eingegangen. Es erhielt seinen Namen durch die goldenen Leisten, die die Wände des mit Ahornholz getäfelten Raumes zierten. Die Goldene Schreibstube wurde 1488 eingerichtet und war die zentrale Buchhaltung und Verwaltung des wohl damals größten deutschen Kaumannes Jakob Fugger.

Der Ordner – das Kleinod der Bürowelt

Zwei Deutsche haben den Grundstein für ein bis heute unverzichtbares Kleinod der Bürowelt gelegt, den Ordner. Der Unternehmer Friedrich Soennecken aus Bonn erfand 1886 den heute noch gebräuchlichen Ordner mit dem dazu gehörenden Locher. Und der Stuttgarter Industrielle Louis Leitz verfeinerte das Ablagesystem durch seinen bis heute bekannten „Leitz-Ordner“. Auch die Erfindung des PCs hat ihn nicht verdrängen können. Anstelle des „papierlosen Büros“ sind aber eine ganze Vielzahl von Büros entstanden: Reisebüros und Immobilienbüros, Bürohäuser und Bürotürme, Büros auf Zeit und virtuelle Büros. Und natürlich gibt es jede Menge Bürowitze.

Zum Bleistift und Schlepptop

„Zum Bleistift“ ist nicht nur der älteste Büro-Wortwitz der Welt, sondern definitiv auch der nervigste. Er läuft dem „Schlepptop“ eindeutig den Rang ab. Danach folgen „Teflon“ und „Hallöchen Popöchen“. Oder wie wäre es mit den sogenannten Chefwitzen: „Ich bin kein Ja-Sager. Wenn mein Chef nein sagt, sage ich auch nein.“ Selbst in die Zitate-Sammlung hat es das Büro geschafft: „Die Basis jeder gesunden Ordnung ist ein Papierkorb.“ (Kurt Tucholsky)

Quelle: openPR

geschrieben von: sascha am: 1.03.2013
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