Hotel Mama: Wenn die erwachsenen Kinder nicht ausziehen

InsomniaJeder dritte Deutsche zwischen 18 und 30 Jahren lebt noch bei den Eltern. Die Mehrheit dieser Nesthocker wohnt sogar noch im alten Kinderzimmer – das zeigt eine repräsentative Studie von immowelt.

Helikopter-Eltern. So werden neudeutsch überfürsorgliche Eltern genannt, die sich ständig in der Nähe ihrer Kinder aufhalten. Selbstverständlich nur, um diese vor den Übeln der Welt zu schützen – vor faulen Mitbewohnern, fiesen Uniprofessoren oder unfairen Chefs. Doch nicht immer weigern sich die Eltern loszulassen, manchmal klammert sich auch der Nachwuchs ans elterliche Nest. Damit beschäftigte sich eine aktuelle Umfrage des Immobilienportals immowelt.de.

Jeder neunte Deutsche verweigert die Nestflucht

Ein immer voller Kühlschrank und stets frischgewaschene und gebügelte Wäsche: Bei den unter Dreißigjährigen genießen 34 Prozent die Vorzüge von Hotel Mama, so das Ergebnis der repräsentativen Studie von immowelt.de. Nach Berufsausbildung oder Studium schaffen dann aber doch die meisten den Absprung: Nurmehr jeder neunte Deutsche zwischen 18 und 65 Jahren wohnt noch mit Mutti und Vati unter demselben Dach. Durch alle Altersschichten hindurch klammern sich übrigens mehr Männer ans elterliche Nest als Frauen.

Pure Faulheit oder reine Gewohnheit?

Wem ein Auszug in die eigenen vier Wände zu viel Veränderung bedeutet, rüttelt auch zu Hause lieber nicht an lieb gewonnenen Strukturen: Die Mehrheit aller Nesthocker schläft nach wie vor im Kinderzimmer, ergab die Befragung von immowelt.de. Lediglich jeder Fünfte ist zumindest in ein anderes Zimmer gezogen oder hat sich in einem abgetrennten Teil der elterlichen Wohnung eingerichtet.

Hotel Mama: Viele Nesthocker zahlen keine Miete

Fast zwei Drittel der Nesthocker zahlen für den Rundum-Putz-, Koch- und Wäscheservice nicht einmal Miete. Stattdessen unterstützen sie ihre Eltern anderweitig: Drei Viertel der Befragten helfen im Haushalt mit, jeder zweite erledigt Fahrdienste oder Besorgungen. Jeder Vierte wohnt zwar mietfrei, beteiligt sich zumindest aber an den Haushaltskosten.

Gegenleistung: Eine Frage der Wahrnehmung

Ganz so tatkräftig und hilfsbereit, wie die Nesthocker sich selber sehen, werden sie von ihren Eltern allerdings nicht wahrgenommen: Insgesamt geben in der Studie von immowelt.de 89 Prozent an, als Ausgleich für die kostenlose Unterkunft irgendeine Form von Gegenleistung zu erbringen. Von den befragten Eltern hingegen sind nur 65 Prozent der Ansicht, dass sich ihre Kinder auf irgendeine Art und Weise für das mietfreie Wohnen erkenntlich zeigen.

Für die repräsentative Studie Wohnen und Leben Winter 2012 wurden im Auftrag von immowelt.de 1.084 Personen durch das Marktforschungsinstitut Innofact befragt.

Quelle: openPR

geschrieben von: sascha am: 20.12.2013
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