Ist Japanisch eine schwere Sprache?

Kirschblüte Sakura in japanImmer wieder sind Japaner verwundert, wenn ein Ausländer ihre Sprache hinlänglich beherrscht. Doch auch hierzulande meinen viele, dass Japanisch eine schwierige Sprache sei.

Ich selbst glaube nicht, dass Japanisch leichter oder schwerer zu erlernen ist als andere Sprachen. Sprache kommt von Sprechen. Man muss die Sprache also auch benutzen.

Japanisch Lesen und Schreiben könnte durchaus als schwierig zu bezeichnen sein. Immerhin lernen die japanischen Schüler während ihrer Schulzeit immerhin 3 Alphabete nämlich zunächst Hiragana, das japanische Silbenalphabet, dann Katakana, eine vereinfachte Form des japanischen Silbenalphabets, welches vornehmlich für Fremdwörter genutzt wird, dann das auch bei uns gebräuchliche lateinische Alphabet und nicht zuletzt noch so an die 1.500 chinesische Schriftzeichen. Insofern könnte das Erlernen von Japanisch tatsächlich als Herausforderung bezeichnet werden. Doch um japanisch sprechen zu können braucht man diese Schriftzeichen jedoch nicht unbedingt, wenngleich es natürlich hilfreich ist, wenn man eine Sprache nicht nur sprechen, sondern auch lesen und schreiben kann.

Ich bin der Auffassung, dass es so etwas wie eine besonders schwer zu erlernende Sprache nicht gibt. Jede Sprache hat ihre Eigenheiten. Besonderheiten, die von der eigenen Muttersprache abweichen sind jedoch an sich kein Problem, sondern vielmehr eine Eigenheit die einfach akzeptiert werden muss. Schwierigkeiten gibt es in jeder Sprache, nur liegen diese jeweils woanders.

Gerade Japanisch ist aufgrund der dem deutschen nicht unähnlichen Aussprache recht leicht zu sprechen. Ganz anders als dies vielleicht beim Chinesischen der Fall ist, wo jede Silbe bis zu vier unterschiedliche Betonungen haben und damit unterschiedliche Bedeutungen annehmen kann.

Eine Besonderheit des Japanischen besteht darin, dass es in der Sprache sehr unterschiedliche Höflichkeitsformen gibt. So werden für unterschiedliche Höflichkeitslevel teils völlig andere Wörter verwendet, was das Verständnis für denjenigen, der mit der Sprache noch nicht so vertraut ist, keineswegs vereinfacht.

Dazu kommt, dass Japaner viele Wörter und Sätze sehr gern verkürzen. Für den Ausländer bringt dies mitunter Probleme mit sich, wenn er mit diesen Formen weniger vertraut ist. Doch auch Japaner selbst stellt dies mitunter vor Probleme, ergeben sich doch durch diese Kurzformen teils mehrere Deutungen einer Aussage.

Das wohl größte Problem in der Kommunikation und der japanischen Sprache ist allerdings der Umstand, dass viele Dinge einfach unausgesprochen bleiben, eine Besonderheit die vielen asiatischen Sprachen gemein ist und wohl in der Natur der Asiaten begründet ist. Man ist weniger direkt und umschreibt Probleme lieber, statt sie beim Namen zu nennen. Um diese Feinheiten und Nuancen der japanischen Sprache zu verstehen ist es allerdings unerlässlich für einige Zeit im Land unter Muttersprachlern, optimalerweise in einer japanischen Familie, zugebracht haben.

Mit etwas Geduld und Fleiß lässt sich jede Sprache lernen. Allerdings muss man sie auch benutzen, also sprechen. Das Sprechen einer Sprache ist der Schlüssel für den Zugang den den Menschen des Gastlandes und eröffnet völlig andere Einblicke und Erfahrungen als sie einem normalen Touristen jemals zugänglich wären.

geschrieben von: sascha am: 3.10.2013
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Kategorien: Freizeit, Buntes
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