Kampfbuch oder Kampf-Lehrer?

karate kidGlaubt ihr, dass man mit einem Buch über Kampftechniken die Techniken erlernen kann oder sollte man dazu in einen Kampfsportverein gehen? Braucht man wirklich einen Lehrer oder kann nicht ein gutes Buch den Lehrer ersetzen?

Glaubst Du wirklich, dass man eine Kampfkunst aus einem Buch lernen kann? Ein Buch kann immer nur Unterstützung bieten, wird aber niemals einen Lehrer oder die Praxis ersetzen.

Gerade beim Erlernen einer Kampfkunst bedarf es eines Lehrers, der die Technik kontrolliert, korrigierend eingreift und Hilfestellung gibt. Auch wenn die Technik rein äußerlich vielleicht schon auf den ersten Blick ganz okay aussieht, heißt das noch langen icht, dass Du die Technik bereits gemeistert hast.

Die richtige mentale Einstellung, den richtigen Einsatz des Körpers, die Koordination der einzelnen Muskelgruppen zur korrekten Ausführung der Technik … all das kann man nicht ohne Lehrer erlernen.

Mehr noch: Eine Kampftechnik muss in der Praxis geübt werden. Ohne einen Partner, der am besten erfahrener ist als Du, wirst Du keine oder nur geringe Fortschritte machen. Kontrolle, Timing, Reaktion und Distanz sind die vier wichtigen Elemente eines Kampfes, für deren Übung ein Partner unerlässlich ist. Spätestens hier wird Dir ein Buch nicht mehr von nutzen sein.

„Du kannst nicht mit Worten üben,“ sagte Funakoshi Gichin, einer der großen japanischen Kampfkunstmeister des 20. Jahrhunderts und Begründer des Shotokan Karate.

Theorie und Praxis sind zwei völlig verschiedene Dinge. Ob eine Technik funktioniert oder nicht, wirst Du nur in der Praxis erfahren.

Selbst wenn die Technik selbst perfekt ist, wirst Du Dich verletzen, wenn Du sie ohne Kontrolle ausführst.

Reagierst Du zu spät, wirst Du getroffen oder verpasst die Chance für Deine Technik.

Ist Dein Timing schlecht, wirst hast Du keine Chance jemals eine Technik ins Ziel zu bringen.

Stimmt Deine Distanz nicht, verfehlt die Technik entweder ihr Ziel oder kann nur einen Bruchteil ihrer Wirkung entfalten.

Ein Buch ist keine Alternative. Allenfalls als Nachschlagewerk, aber es kann niemals einen Lehrer ersetzen.

geschrieben von: sascha am: 8.06.2014
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Kommentare

Der Kommentar von Sascha hat es eigentlich perfekt beantwortet. Meine Intention bei der Beschreibung der Elemente der Kampfkunst sind nur etwas anders geartet: Technik, Kraft, Schnelligkeit, Koordination, Beweglichkeit und auch Härte.
Bücher sind um das „Trainierte“ nochmal nachzuschlagen, zu vertiefen, theoretisch vielleicht noch besser zu verstehen, eventuell Neues schon mal langsam in Angriff zu nehmen. Bei Rezensionen zu Büchern zum Thema Kampfkunst/Kampfsport , bei Amazon z. B., habe ich immer wieder die Meinung vertreten das Bücher nur sinnvoll sind, zum eigenen Training hinzugezogen werden sollten wenn man schon Grundkenntnisse in der Kampfkunst hat und fähig ist selbstständig zu trainieren. Ansonsten richtet man damit vielleicht eher Schaden an statt das es was nützt.
Ganz anders ist das Training unter Anleitung eines guten Lehrers oder Meisters. Da gab es mal einen wirklich schönen Martial Arts Film mit dem Titel: „Way Of The Samurai“, da sprach ein Meister der Kampfkunst es ganz klar aus: „Einen Tag mit einem großen Meister zu arbeiten ist mehr wert als immer alleine zu üben.“
Ich denke da ist es auf den Punkt gebracht, wenn man die Möglichkeit hat unter Anleitung eines Meisters zu trainieren, dann gibt es nichts was das ersetzen kann. Klar kann man alleine auch trainieren, bevor man gar nicht trainiert ist das sogar besser und ein wirklich gutes Fachbuch kann zur Unterstützung dienlich sein.
Aber nichts ersetzt das Training mit einem guten Meister, dass ist das Beste was einem passieren kann!

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