Mitgliedernachwuchs in Vereinen – Ein Problem?

Ist Mitgliedernachwuchs in Vereinen ein Problem? – Kurze Antwort: Ja. Wir haben in unserem Verein seit Jahren mit einem Mitgliederschwund zu kämpfen. Die Ursachen sind vielfältig, doch ist es wichtig, dass die Vereine die Gefahr rechtzeitig erkennen und entgegenwirken, bevor es zu spät ist und sie ihre Türen schließen müssen.

Jeder Verein lebt von dem Engagement seiner Mitglieder. Da gibt es die, die alles organisieren, aber auch die, die sich einfach nur bespaßen lassen wollen – sei es im Training oder auch in den Freizeitaktivitäten, die der Verein zusätzlich anbietet.

Seit Jahren sinken die Mitgliederzahlen und zugleich geht auch das ehrenamtliche Engagement zurück.

Wir haben ein grundsätzliches Problem in Deutschland, dass nicht ignoriert werden darf: Die geburtenschwachen Jahrgänge treffen auch die Vereine und das in Zukunft noch härter als bisher. Die heute 22-26jährigen sind noch eine recht starke Gruppe von etwa 4,2 Millionen. Doch dann wird es schon eng und zwar dramatisch: Die 17-22-jährigen sind nur 3,9 Millionen, also 300.000 weniger stark. Ein ähnlicher Trend in den übrigen für die Nachwuchsarbeit besonders wichtigen Altersbereichen: 12-16-jährige 3,6 Millionen und die heute 7-11-jährigen machen gar nur noch 3,3 Millionen aus. Die Zahl des potentiellen Vereins-Nachwuchses ist also in den letzten 10 Jahren um rund 25%, also etwa Viertel geschrumpft.

Um diese deutlich kleinere Zahl an potentiellen Vereinsmitgliedern buhlen viele Vereine. Dazu kommt, dass die Kinder von heute neben dem klassischen Sport auch viele andere Freizeitaktivitäten ausüben können, die noch dazu viel bequemer sind: Computerspielen, Internetsurfen usw.

Dies stellt alle Vereine vor große Herausforderungen, um ihren Nachwuchs zu sichern. Jeder Trainer weiß, dass ein Verein ohne Nachwuchs auf längere Sicht zum Scheitern verurteilt ist. Deshalb bedarf es zeitnaher Überlegungen und eines langfristigen und noch dazu interessanten Konzeptes, um das eigene Vereinsangebot gegenüber der allgegenwärtigen Konkurrenz attraktiv genug zu gestalten und vor allem die gewonnenen Neumitglieder auch langfristig an den Verein zu binden.

Entscheidend dürfte jedoch der Moment des Handelns sein. Je länger die Vereine warten, desto schwieriger wird es sein, Nachwuchs zu finden, denn haben die Kinder und Jugendlichen erst einen interessanten Verein für sich entdeckt, bedarf es weitaus größerer Anstrengungen, sie für den eigenen Verein zu begeistern als jemanden in den Verein zu holen, der noch auf der Suche ist.

Wir gehen aktiv an Schulen und stellen dort Karate vor. Zugleich werben unsere Mitglieder bei ihren Schulkameraden mit Handzetteln für unseren Verein. Wie sieht es bei Euch aus? Welche Maßnahmen habt Ihr bereits umgesetzt oder sind in Kürze geplant?

In unserem Verein haben wir uns jedenfalls dafür entschieden zu kämpfen – ganz nach dem Motto: Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.

Schreibt Eure Kommentare. Ich bin davon überzeugt, dass die Kampfsportgemeinschaft viele Ideen und Konzepte hat. Letztlich wird jeder für jeden Hinweis und Tipp dankbar sein, der hilft, den Verein, in dem viel Liebe und Mühen hineingesteckt wurden, gut auf die Zukunft vorzubreiten indem die Nachwuchsarbeit auf die neuen Herausforderungen – insbesondere die deutlich kleiner gewordene Klientel auszurichten und den Kampf um neue Mitglieder gegenüber den klassischen Ballsportarten und anderen weit verbreiteten Sportarten zu gewinnen. Kampfsportler sind in gewisser Weise etwas Besonderes und gerade deshalb sollten wir zusammenstehen und einander helfen.

geschrieben von: sascha am: 15.06.2017
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