Mobbing in Kulturen mit hoher Leistungsorientierung eher akzeptiert

stress-krankheit-arbeit-problemeNikos Bozionelos, Professor für Organizational Behaviour und Human Resource Management an der Audencia Nantes School of Management hat zusammen mit einer Gruppe von Wissenschaftlern die Akzeptanz von Mobbing am Arbeitsplatz auf sechs Kontinenten verglichen.*

Anhand der Ergebnisse konnte festgestellt werden, dass Mobbing am Arbeitsplatz in Kulturräumen mit hoher Leistungsorientierung eher akzeptiert wird, wohingegen Kulturräume, die eine hohe Zukunftsorientierung aufweisen, Mobbing weniger tolerieren. Für die Studie befragten die Wissenschaftler ca. 1500 ehemalige und aktuelle MBA-Studenten aus 14 Ländern. Das Durchschnittsalter betrug 32 Jahre. Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer arbeitete in Führungspositionen und waren im Durchschnitt 5 Jahre bei dem gleichen Arbeitgeber angestellt. Sie wurden 6 verschiedenen Kulturräumen zugeordnet: Südasien (Indien), angelsächsischer Raum (England, USA, Australien), konfuzianisches Asien (Singapur, Taiwan, Hong Kong), Lateinamerika (Kolumbien, Argentinien, Mexiko), Schwarzafrika (Nigeria) und Osteuropa (Griechenland Polen, Ungarn).

Es wurde festgestellt, dass im konfuzianischen Asien Mobbing am Arbeitsplatz eher akzeptiert wird als im angelsächsischen Raum, in Lateinamerika oder Schwarzafrika. In der Studie wird vermutet, dass die konfuzianische Tradition des Respekts für Hierarchie und Loyalität gegenüber Vorgesetzten Mitarbeiter dazu prädisponieren könnte, Mobbingverhalten von Vorgesetzten eher zu akzeptieren. Die Kulturregionen Lateinamerika und Schwarzafrika schätzen Loyalität gegenüber der Familie und arbeiten in kleinen Gruppen zusammen, sind aber weniger loyal gegenüber Unternehmen als Angestellte im konfuzianischen Asien. Lateinamerikaner glauben an persönliche Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, direkte Beleidigungen sind zu vermeiden, um die Würde der Mitarbeiter zu erhalten.

Gesellschaften mit hoher Leistungsorientierung tendieren dazu, Motivationspraktiken anzuwenden, die sich eher auf Resultate als auf die Menschen konzentrieren. Werte wie Leistung, Dringlichkeit, sowie direkte und explizite Kommunikation, führen dazu, dass Mobbingverhalten wie Anschreien von Angestellten eher toleriert wird, wenn es zu besseren Ergebnissen führt. Kulturen mit einer hohen Zukunftsorientierung dagegen glauben, dass das momentante Verhalten die Zukunft beeinflusst. Es wird deshalb eher in die Entwicklung und Aufrechterhaltung langfristiger Beziehungen am Arbeitsplatz investiert.

Da Mobbing zu gestörten Mitarbeiterbeziehungen und deshalb zu einer hohen Fluktuation führt, steht Beziehungspflege der zukunftsorientierten Kulturen im Einklang mit Nicht-Akzeptanz von Mobbing.

Quelle: openPR

geschrieben von: sascha am: 10.08.2013
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Kommentare

Ich kann beim besten Willen nichts positives am Mobbing finden. Ich kenne inzwischen die ganze Palette und selbst mein „inneres Frühwarnsystem“ ist inzwischen schon wachsam wenn das was ich sehe nicht mit dem übereinstimmt was ich fühle.
Also wenn mich jemand anlächelt und ich merke unterschwellig es ist nicht echt oder das Lächeln erreicht nicht die Augen,- dann hab ich ein Problem. Das gute – wie man es nimmt ist, mein Frühwarnsystem hat mich noch nie getäuscht. Über kurz oder lang stellte sich dieses Gefühl als richtig heraus.Auch letztens bei einer Kollegin erst wieder , da hat mein „innerer Radar“ schon nach 2 Tagen gesagt das da was nicht stimmt und siehe da so war es auch. Die höflichen Floskeln waren gelogen von vorne bis hinten.
Das einzige was mich an mein „inneren Radar“ stört ist ,ich würde auch gern mal unrecht haben.

Liebe Doreen, vielleicht ist das Frühwarnsystem nicht verlässlich oder auf „hochsensibel“ eingestellt? Wer sich bereits ein Urteil gebildet hat wird alles ausgehend von seiner Meinung – gleich ob richtig oder falsch – beurteilen. Damit findet man sich natürlich immer bestätigt, denn positive gegenteilige Erfahrungen werden erst gar nicht zugelassen.

Nicht alles, was landläufig als „Mobbing“ bezeichnet wird, ist auch wirklich Mobbing. Der Begriff Mobbing wird heutzutage schon sehr inflationär gebraucht und nicht selten wird berechtigte Kritik von den Betroffenen, die ja immer alles richtig machen, einfach als Mobbing abgetan. Schließlich lebt es sich ja auch mit der Vorstellung, dass nur die anderen böse sind, deutlich besser.

Mobbing bezeichnet ein Verhalten, bei dem ein Mitschüler, Vereinskamerad, Mitarbeiter oder Kollege echtem Psychoterror ausgesetzt wird mit dem Ziel, den Betroffenen hinauszuekeln. So wird der Betroffene regelmäßig schikaniert, seelisch gequält und verletzt.

Typische Handlungen im Mobbing sind die Verbreitung falscher Tatsachen, die Zuweisung sinnloser Aufgaben und Gewaltandrohung, soziale Isolation oder ständige (unberechtigte) Kritik an der Arbeit.

Berechtigte Kritik muss angebracht werden. Mag sein, dass die Art und Weise, wie die Kritik angebracht wird mitunter (vielleicht sogar oft) nicht den üblichen Gepflogenheiten entspricht. Vielleicht müssen die Kritik Übenden lernen etwas vorsichtiger, rücksichtsvoller, mit mehr Respekt und Achtung zu formulieren und Änderungen / Besserungen anzumahnen.

Dass sich andererseits wiederum manche Mitmenschen in zu vornehmer Zurückhaltung üben und vielleicht das Eine oder Andere nicht direkt dem gegenüber aussprechen dem es zuerst geht werden sollte, mag als Höflichkeit oder Rücksichtnahme betrachtet werden. Die Betroffenen, denen man die Kritikpunkte hätte besser direkt sagen sollen, sehen das wiederum vielleicht eher als „Mobbing“, weil die unangenehme Wahrheit hinter dem eigenen Rücken erzählt wird.

Ich bin davon überzeugt, dass zum Mobbing immer mindestens zwei gehören:
Einer der mobbt, und einer der sich mobben lässt.

Das Wichtigste jedoch ist, dass man jeder Kritik unvoreingenommen auf den Grund gehen sollte. Man muss prüfen, ob vielleicht ein Fünkchen Wahrheit an dem dran sein könnte, was der andere kritisiert. Wenn dem so ist, sollte man die Kritik als Feedback auffassen und ggf. die Art und Weise wie die Kritik geübt wurde mal ganz außen vor lassen.

Die Kritik (positiv formuliert: das Feedback), erlaubt das eigene Verhalten zu evaluieren und zu verändern – soweit nötig. Nötig sind Veränderungen aber nicht erst dann, wenn man sie selbst für nötig erachtet, sondern wenn sie von der Gemeinschaft oder Gruppe für erforderlich erachtet werden.

Jeder Mensch ist Teil einer Gruppe und muss sich in dieser Gruppe und den dort geltenden Regeln unterwerfen. Regeln sind wichtig, um ein gutes Miteinander zu gewährleisten. Wie in einem Uhrwerk, funktioniert das Ganze, die Uhr, nämlich nur dann, wenn alle Zahnräder perfekt ineinander greifen. Hakt auch nur ein Rädchen, läuft die Uhr falsch oder bleibt im schlimmsten Fall sogar stehen.

Daher muss sich jeder, der sich in eine Gemeinschaft integrieren will auf die Gemeinschaft einlassen und bereit sein, die Regeln dieser Gemeinschaft zu akzeptieren und als kleines Zahnrad zum Funktionieren der Gemeinschaft beizutragen. Niemand kann erwarten, dass sich die Gemeinschaft dem Einzelnen anpasst, oder um beim Beispiel mit der Uhr zu bleiben: das einzelne Zahnrad wird so gebaut, dass die Uhr als Ganzes funktioniert. Niemals aber wird eine Uhr umgebaut, nur weil ein Zahnrad sich nicht richtig integrieren lässt. In diesem Fall wird das Zahnrad ausgetauscht.

So,so, ich liebe solche Sätze „Schließlich lebt es sich ja auch mit der Vorstellung, dass nur die anderen böse sind, deutlich besser.“ – Menschen die sowas sagen machen selbst ja nie Fehler. Nein! Menschen die sowas sagen stehen ja über den Dingen und dürfen auf andere herabsehen .
Der Mensch ist die Summe seiner Erfahrungen.
Es ist so leicht sich darüber zu mokieren das ein Mensch „böse “ ist nur die anderen sind die guten .
Sicher doch…..
Solange man nicht selbst die Erfahrungen gesammelt hat sollte sich mit Sätzen wie oben sehr zurück gehalten werden.Ich weiß nicht Mobbing am Arbeitsplatz mit einhergehend des verlustes eines Arbeitsvertrages innerhalb von 1 Woche , ich sehe darin nichts positives. Bei sowas gehe ich immer von mir aus. Was hab ich davon einen Kollegen zu Mobben der gerade einen Arbeitsvertrag angeboten bekommen hat? Wenn nicht genügend Arbeit da wäre würde dieser ja nicht eingestellt werden. Daher ist das Mobbing an sich blödsinn bzw. unsinnig. Warum jemanden die Chence vermiesen Geld zuverdienen und Berufserfahrung zu sammeln. Doch ich bin anders, das sieht man ja wieder mal, denn das Arbeitsklima muss schon stimmen.
Wenn jeden Tag mit Angst auf Arbeit gegangen wird dann hält das ein Mensch nicht lange durch und die Fluktation in der Praxis hat gezeigt
das es mir nicht nur allein so ergangen ist.

Sorry, aber Männer die solchen Schmuss von sich geben das man indirekt ja selbst schuld ist und nicht die anderen die Mobben, sind auch diejenigen die ihrer Freundin erzählen sie müßte sowas durchhalten und das positive an der Sache sehen. Ahhhh bei sowas könnte ich schreiend im Kreis heraumlaufen. Hoffendlich glaubt Mann das nicht auch noch selbst was man(n) da schreibt. Solche Männer sollten in die Antarktis zurück gehen denn die haben kein Herz und auch nicht das nötige Mitgefühl . Mobbing dient definitiv nicht zur Weiterentwicklung der persönlichen Individualität. Nein Männer die das glauben haben auch freude daran ihre Partnerin klein zu halten bzw. zu machen und wollen lieber einen Teppischvorleger als eine Frau.Das musste ich noch los werden…

Soweit ich Ken verstanden habe, wollte er Dir zu verstehen geben, dass nicht alles was als „Mobbing“ bezeichnet wird, auch Mobbing ist. Darum geht es und um nichts anderes.

Bitte achte etwas mehr auf die Feinheiten des zugegeben recht langen Kommentars, um den tieferen Sinn der Ansichten zu verstehen. Ich denke, dass Ken sich auf dem Gebiet des Mobbing recht gut auskennt, weil er wahrscheinlich auch beruflich damit zu tun hat.

Du solltest nicht immer alles von vornherein ablehnen …

Das mit dem Mobbing hab ich schon verstanden. Mein Kommentar bezog sich auf einen anderen Satz.Ich lehne nichts ab, mich mag nur diese Feinheit der unterschwelligen formulierung nicht das derjenige selbst schuld sein soll, das man sich Mobbing ausgesetzt sieht.
Es trägt doch keiner ein Schild um den Hals: Hier bin ich, bitte Mobbt mich ich bin schon öfters Opfer davon geworden. Ihr könnt ruhig noch ein paar Kerben einschlagen – um den Hals.
Niemand setzt sich freiwillig Mobbing aus. Das stimmt ,dass das Wort Mobbing heute schon für kleine bagatellen verwendet wird, jedoch ist der Grad sehr schmal.
Man beachte bitte die Feinheit des kleinen zugeständnises.

Liebe Doreen,

auch wenn Dich nur ein Satz an meinem Kommentar gestört hat, so verstehe ich doch nicht, warum Du wegen dieses einen Satzes derart aggressiv reagierst. Ich habe Dir nichts getan und habe auch nicht vor, Dir etwas zu tun. Warum also greifst Du mich dann derart massiv an?

Aus langjähriger Erfahrung weiß ich, wovon ich schreibe.

Vieles, was als „Mobbing“ bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit kein Mobbing sondern Feedback. Zugegeben, das Feedback wird oft in unangemessener Form gegeben, jedoch bleibt es letztlich Feedback, Kritik an echten Fehlern.

Für Menschen, die nicht wirklich kritikfähig sind – auch wenn sie dies oft von sich behaupten – ist es natürlich um vieles einfacher, die Kritik als Mobbing abzutun. Damit ist nämlich klar, dass der andere böse ist, man selbst jedoch völlig unschuldig in eine missliche Lage geraten ist, verdächtigt oder kritisiert wird. Dies wiederum bedeutet auch, dass man sich mit der Kritik nicht befassen muss, denn beim Mobbing geht es ja gerade nicht darum, Sachkritik zu üben, sondern den Betroffenen einfach nur „fertig zu machen“.

So nimmt das vermeintliche Mobbing-Opfer die berechtigte Sachkritik nicht mehr nur nicht wahr, sondern befindet sich in einem Teufelskreis: Statt die Kritik zum Anlass zu nehmen, das eigene Verhalten zu überdenken und zu ändern, tut sich gar nichts. Das gibt Anlass für neue Kritik. Das vermeintliche Opfer erkennt darin, dass es wieder gemobbt wird und sieht sich in seiner vorgefassten Meinung, dass es sich um Mobbing handeln muss, nur noch mehr bestätigt. Bei jeder neuen Kritik wird diese Ansicht weiter verfestigt, bis es dem Betroffenen letztlich völlig unmöglich wird, auch nur ansatzweise an sich und seinem Verhalten zu arbeiten.

Ich kenne Dich nicht. Wenn ich aber Deine Reaktion sehe, so scheinst Du bereits Kleinigkeiten zum Anlass zu nehmen, Dich daran auszulassen. Es sind nicht die einzelnen kleinen Unzulänglichkeiten, die alles zerstören sondern das große Ganze. Wenn man aber das große Ganze mit den Kleinigkeiten verwechselt und diese zu sehr ins Zentrum rückt, wird der Blick auf das Ganze nicht nur verstellt, sondern der gesamte Blickwinkel verschoben.

Wenn Feedback gegeben wird, der Ton oder die Art und Weise möglicherweise unangemessen waren, so muss man dennoch in der Lage sein, den Kern zu erfassen, nämlich die Frage, ob die Kritik als solche berechtigt war oder nicht. Wenn man sich aber auf die Äußerlichkeiten (z.B. Ton, Art und Weise des Feedbacks) fokussiert, bleibt der eigentliche Punkt, nämlich die Sachkritik auf der Strecke.

Ob Du kritikfähig bist, vermag ich nicht abschließend zu beurteilen. Allerdings zeigt mir Deine Reaktion, dass Du sehr schnell „dicht machst“ bzw. Dir selbst Wege verbaust, weil Du Dich in Kleinigkeiten verfängst und andere (letztlich ohne echten Grund) wegen Kleinigkeiten massiv angreifst. Solche Überreaktionen haben noch nie etwas gebracht außer Ärger, dessen Anlass eine Nichtigkeit war.

Ich will ganz offen und ehrlich sein. Ohne die Details Deiner persönlichen Situation zu kennen oder mir darüber ein tiefgründiges Urteil erlauben zu können, werde ich Dir aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen mitteilen, wie ich die Ursachen für den schnellen Verlust Deines Arbeitsplatzes innerhalb einer Woche bewerte. Ich beziehe mich ausschließlich auf Deine Statements in diesem Blog, um mir ein Bild von Dir zu machen. Ich will vorausschicken: Mobbing halte ich nicht für den Grund des Arbeitsplatzverlustes.

Wenn man in eine neue Arbeitsstelle erhält, so kommt man in eine neue Gruppe. Die Gruppe hat Regeln und diesen Regeln muss sich der Neue unterordnen. Der Neue muss sich in die Gruppe integrieren, denn jede Gruppe funktioniert nur als Ganzes, wenn jeder in der Gruppe seine Funktion, die ihm zugedachte Aufgabe zuverlässig erfüllt.

Es ist also der Einzelne, der sich der Gruppe anpassen, sich deren Regeln unterordnen muss, nicht jedoch die Gruppe, die sich dem Einzelnen unterordnet. Dennoch muss sich der Einzelne in die Gruppe einbringen und zum Funktionieren des Ganzen (der Gruppe als Funktionseinheit) beitragen. Jeder in der Gruppe hat seine Aufgabe, individuelle Fähigkeiten und Kenntnisse, die dazu beitragen das gesetzte Ziel zu erreichen.

Mag sein, dass der neu in eine Gruppe hinzugekommene Missstände und Unzulänglichkeiten erkennt und möglichst rasch beheben will. Dennoch muss er sich aber dessen bewusst sein, dass es ihm vorerst weder zusteht alles sofort umzukrempeln noch dies zu einem guten Arbeitsklima beiträgt.

Ich komme in diesem Zusammenhang noch einmal auf mein Beispiel mit dem Uhrwerk zurück. Niemals wird eine Uhr um ein Zahnrad gebaut, sondern immer wird das Zahnrad so eingepasst, dass die Uhr präzise läuft. Genauso verhält es sich mit neuen Mitarbeitern. Wenn diese nicht in die Gruppe passen, können sie nicht in der Gruppe verbleiben. So wie ein einziges fehlerhaftes Zahnrad die gesamte Uhr funktionsunfähig machen kann, vermag dies auch ein einziger Mitarbeiter in Bezug auf die Gruppe als Funktionseinheit.

Insofern muss eine Entlassung nichts mit Mobbing zu tun haben sondern kann ihren Grund einfach auch darin haben, dass der neue Mitarbeiter absolut nicht in die Gruppe passt. Die Gründe können in der Gruppe liegen, sind aber aus meiner Sicht meist auf Seiten des neue Mitarbeiters zu suchen, der innerlich zu wenig bereit ist, sich auf die Gruppe einzulassen, sich zu integrieren sondern bewusst oder unbewusst bemüht ist, die Gruppe nach seinen Vorstellungen umzugestalten.

Du, liebe Doreen, scheinst eine recht resolute Person zu sein, die ihren Standpunkt extrem hart vertritt und damit wahrscheinlich nicht nur die vielen kleinen Fettnäpfchen mitnimmt, sondern sogar in die viel größeren eigentlich nicht zu übersehenden Fettnäpfchen mitten hineintritt. So wird das nie etwas werden! Ich denke persönlich, dass genau hierin auch der eigentliche Grund für den Arbeitsplatzverlust zu suchen ist.

Möglicherweise hast Du recht rasch, viel zu früh versucht, Veränderungen herbeizuführen. Sei es weil Du über eine ausgezeichnete Ausbildung mit herausragendem Abschluss verfügst oder Du aufgrund Deiner bisherigen beruflichen Erfahrungen nicht nur viel Sachkompetenz mitbringst sondern auch über hervorragende Referenzen verfügst.

Trotzdem musst Du akzeptieren, dass niemand im Besitz der absoluten Wahrheit ist. In nur sehr seltenen Situationen verfügt ein neuer Angestellter über soviel Durchblick, dass er die Notwendigkeiten der einzelnen Arbeitsabläufe in ihrer Gänze überblickt. Dafür sind für gewöhnlich Wochen, wenn nicht sogar Monate erforderlich.

Du musst Veränderungen zulassen und lernen auch mit Unzulänglichkeiten umzugehen. Niemand kann die Welt von heute auf morgen ändern oder über lange Jahre eingeschliffene Arbeitsprozesse umkrempeln. Dies ist für Vorgesetzte schwierig, für neue Angestellte in der unteren Hierarchie gänzlich unmöglich.

Zum Abschluss noch einmal zu dem „Stein des Anstoßes“

Mag sein, dass meine Aussage, dass zum Mobbing immer mindestens zwei gehören etwas zu pauschalierend war, jedoch ist die Rechtslage zum Mobbing in Deutschland mehr als eindeutig. Niemand muss sich Mobbing gefallen lassen.

Natürlich läuft niemand mit einem Schild um den Hals herum: „Bitte mobbe mich! Ich lasse es mit mir machen!“ Ebenso wenig gilt dies für Leute die Opfer von Taschenräubern werden. Trotzdem haben beide Personengruppen eines gemeinsam: Sie signalisieren den potentiellen Tätern durch ihr Verhalten und Auftreten, dass sie (die Täter) mit dieser Person leichtes Spiel haben werden.

Gerade in Bezug auf echtes Mobbing gilt dies in besonderem Maße, denn anders als beim Taschenraub ist die Tat nicht mit dem Entreißen der Tasche und der anschließenden Flucht mit der Beute abgeschlossen. Mobbing ist ein fortgesetztes Handeln. Wer es mit sich geschehen lässt und nicht rechtzeitig Grenzen aufzeigt, Vorgesetzte, die Gewerkschaft oder den Betriebsrat einschaltet, ist m.E. schon in gewissen Maße selbst schuld, denn er lässt die Mobbing-Handlung durch Unterlassen zu.

Mir ist bewusst, dass es Betroffenen oft schwer fällt, Mobbing-Handlungen anzuzeigen. Dennoch bleibt es letztlich ihrem eigenen Verhalten geschuldet, dass die Mobbing-Handlungen kein Ende finden. Deshalb müssen die Betroffenen lernen, selbst aktiv zu werden und ihr Verhalten ändern. Damit lassen sich natürlich nicht alle Mobbing-Handlungen unterbinden oder beenden, allerdings kann nach meiner Erfahrung 80% der Mobbing-Handlungen auf diese Weise ein rasches Ende gesetzt werden.

Mobbing trägt zu einem schlechten Betriebsklima bei, ist demotivierend und krank machend. Der Erfolg des Unternehmens kann durch die durch Mobbing hervorgerufene Angst und Frustration negativ beeinflusst werden. Ein guter Teamkollege motiviert selbst den Schwächsten in seiner Gruppe, er spornt ihn an damit das Team bessere Ergebnisse erzielt. In einem guten Team motiviert man sich gegenseitig.

Richtig. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Ich möchte zu willy1973 zur angesprochenen gegenseitigen Motivation noch etwas anfügen:
Es gibt nicht wenige Mitarbeiter und Team-Kollegen, die sich trotz aller Bemühungen gar nicht motivieren lassen (können/wollen). Das sind die nach meinen Erfahrungen eigentlichen Problemfälle.

Unbegründete Ängste, Unsicherheiten, die Furcht sich Blößen geben zu müssen, das Unvermögen sich selbst und anderen gegenüber Fehler einzugestehen … die Aufzählung lässt sich beliebig fortführen. All das sind Gründe, aus denen heraus die gegenseitige Motivation in vielen Fällen leider nicht zum gewünschten Ziel führt. Es kommt stets sehr auf den Einzelnen an.

Die vorgenannten Punkte sind nebenbei bemerkt auch exakt die gleichen Gründe aus denen heraus von diesem Personenkreis von „Mobbing“ gesprochen wird, wo überhaupt kein Mobbing vorhanden ist. Im Ergebnis steigern sich die Betroffenen in etwas hinein, dem sie ohne fremde Hilfe nicht mehr entkommen können. Sie bauen sich ihre eigene Vorstellungswelt und finden auch genügend Bestätigungen für ihr Gedanken-Konstrukt.

Das Thema ist erledigt!Es fängt langsam an zu Nerven. Was übrigens auch der Grund für meine durchaus heftige Reaktion gewesen ist.
Wir sind vom eigendlichen Thema ziehmlich weit abgekommen . Wenn ich irgendwo neu anfange zu arbeiten. Schau ich erstmal wie die Arbeitsabläufe sind,ich weiß nicht woher der Bezug genommen wird das ich mir anmaßen würde die Dinge zuändern wenn ich irgendwo neu bin. Selbst erst nach sieben Jahren habe ich bei meinem Sensei mal durchblcken lassen was mir nicht so gefällt. Das er es nicht ändert ist seine Sache. Er ist der Sensei, ich der Schüler, soviel auch zur Gruppendynamik, wenn ich mich nicht unterordnen könnte würde ich nicht in einem Verein gehen wo Hirachien herrschen.
Danke für das Resulut, das bin ich zwar nicht, scheinbar jedoch kommt es so rüber.
Da hier grad von Fehlern gesprochen wird, scheinbar! machen ja nur andere fehler und haben einen verschobenen Blickwinkel auf die absolute Wahrheit. Andere Meinungen zu zu lassen scheint einem selbst Fremd zu sein.Genauso könnte ich daher kommen und sagen: Nein, Nein lieber Ken deine Ansicht ist völlig falsch und der Blikwinkel den Du in deiner Scheinwelt aufgebaut hast .
Ein Zauberer ist längst kein Magier. Die Wirklichkeit des Mondes erkennst Du nicht, in dem Du in den Teich blickst.
Damit Thema erledigt. jedenfalls für mich. Andere Meinungen bezugnehment zum Mobbing in anderen Kulturen können ja gern ausgetauscht werden.

Wie recht Du hast liebe Doreen! Zugleich jedoch war Deine Reaktion ziemlich vorhersehbar. Ich wurde diesbezüglich absolut nicht enttäuscht.

Das Thema des Beitrags war noch nicht einmal die Bandbreite des Mobbings insgesamt, sondern beinhaltete lediglich Feststellungen darüber, wo Mobbing aufgrund welcher gesellschaftlichen Unterschiede eher akzeptiert wird.

Ich glaube nicht, dass Mobbing-Handungen toleriert werden sollten.

Wenn Du liebe Doreen schreibst, dass Du die gesamte Bandbreite des Mobbings kennst, so deutet dies doch darauf hin, dass Du aus Deiner Perspektive wiederholt (vielleicht auch ständig) Mobbing ausgesetzt warst.

Dies wiederum wirft die durchaus sehr berechtigte Frage auf, warum ausgerechnet nur immer Du von Mobbing betroffen bist bzw. warst … Ich vermute auch, dass Du dabei nicht nur von einem Arbeitgeber bzw. Kollegenkreis geschrieben hast.

Insofern solltest Du die Angelegenheit nicht einfach abtun, sondern einmal tiefgründiger nach den Ursachen forschen.

Liegt es wirklich immer nur an den anderen, dass es nichts wird? Ich kann mir dies beim besten Willen nicht vorstellen. Im Normalfall müsstest Du auch schon zahlreiche andere, positive Erfahrungen gemacht haben. Deine bisherigen Äußerungen lassen darauf jedenfalls nicht schließen und genau dieser Umstand sollte zu denken geben.

Ich greife meinen ersten Kommentar noch einmal auf und formuliere ein wenig um: Zum Mobbing gehören immer mindestens zwei. Wer nach eigenem Empfinden bei verschiedenen Arbeitgebern in gänzlich unterschiedlichen Gruppen stets und ständig Mobbing-Handlungen ausgesetzt ist oder war, gibt dazu – so hart das auch klingen mag – auch Anlass!

Ob es sich bei den als „Mobbing“ bezeichneten Handlungen darüber hinaus tatsächlich überwiegend um echtes Mobbing handelt, muss unter diesen Umständen ernsthaft bezweifelt werden. Dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit folgend ist es nämlich nicht vorstellbar, dass Du immer wieder nur an Arbeitgeber / Kollegenkreise geraten sein solltest, bei denen Mobbing auf der Tagesordnung steht.

Dass es Mobbing gibt, ist unbestritten. Dass Mobbing aber derart weit verbreitet ist, dass es schon fast an ein Wunder grenzt, in ein Unternehmen zu kommen, in dem Mobbing nicht anzutreffen ist bzw. toleriert wird, entspricht jedenfalls nicht meiner Erfahrung. Das Gegenteil ist der Fall.

Dass jemand zudem so großes Pech haben sollte, immer wieder nur in Unternehmen eine Anstellung zu finden, wo Mobbing zum Alltag gehört, wirft auch gewisse Fragen auf: Warum nämlich will es einfach nicht gelingen, in einem Unternehmen ohne Mobbing einen Job zu finden?

Ich habe hierzu bereits im zweiten Kommentar etliche Denkansätze gegeben.

Ob Du meine Denkanstöße aufgreifst, unvoreingenommen über Deine Situation nachdenkst oder Du zumindest doch auch einmal Hilfe und Rat von Experten in Anspruch nimmst und nicht einfach in den Wind schlägst, bleibt Dir überlassen.

Wenn Du Deine Situation verändern willst, gibt es jedenfalls nur einen Weg: Du musst etwas tun. Vom Nichtstun wird sich auch nichts ändern und alles wird so bleiben wie es ist. Dass Du mit Deiner Situation zufrieden bist, ist Deinen bisherigen Kommentaren jedenfalls nicht zu entnehmen. Vielmehr spricht aus ihnen eine große Unzufriedenheit.

Nutze also die Chance und zwar besser heute als morgen!

Über Dinge die in der Schulzeit geschehen sind spreche ich nicht gern, jedoch wenn Kaugummi in die langen Haare kleben, einsperren durch einen Lehrers in ein dunkles Zimmer (dahin einhergehend die Angst vor dunkelheit) ich weiß nicht wie lange ich in dem dunklen Raum gewesen bin da er nur von außen geöffnet werden konnte, innen war nur ein Knauf, als Strafe weil ich einen Zirkel nicht mit hatte, ausgrenzung und herabsetzung durch Gesundheitliche faktoren durch Lehrer als auch Mitschüler. Öffendliches Bloßstellen in Form das man als 11 /12 Jähriges Kind vor der Klasse erklären muss was man für eine Krankheit hat obwohl man das selbst garnicht so zuerklären weiß. Wie will jemand Epilepsie mit 12 Jahren erklären? Sowie das Kaputt machen von Schulbüchern und Schulzeug als auch später dann noch das wegschlagen des Fußes auf der Treppe, wodurch ein Beinbruch resultierte, meine Rippen wurden nicht verletzt da die Schultasche dazwischen gewesen ist, kein Mobbing gewesen sein soll.
Sicher habe ich da auch das positive Feedback nicht verstanden was man mir durch diese Aktionen geben wollte.
Ausgrenzung und herabsetzung, mangelneder Respekt ja sogar das infrage stellen meiner eigenen geistigen Fähigkeiten das ist für mich alles Mobbing. Selbst wenn ich kein Diplom oder Master habe der mich ausweist über Intilligenz zu verfügen, so besitze ich denn noch welche.
Wenn menschen glauben andere durch herabsetzen, oder in fragestellen der eigenen Initilligenz nieder zu machen ,zeigt das nur die eigene Begrenztheit der Person selbst .
Denkansätze, mögen gut sein, nur sollte keine Projektion statt finden, ich jedenfalls trete nicht noch zu wenn diese Person schon am Boden liegt.
Denn wie groß muss selbst die Angst sein um sowas zu machen.

Nun liebe Doreen, Du magst durch viele schlechte Erfahrungen „vorgeprägt“ sein, aber um so wichtiger ist es zu verstehen, dass heute nicht mehr gestern ist und Du nach vorn, in die Zukunft blicken musst. Wer im Gestern lebt, hat keine Zukunft. Dass heißt jedoch wiederum nicht, dass man die Vergangenheit einfach vergessen oder ausblenden sollte.

Gerade wenn Du solche schlimmen Erfahrungen gemacht hast, ist aus meiner Sicht Hilfe von Experten noch mehr angezeigt, da es Betroffenen oft nicht gelingen will aus eigener Kraft einen neuen Anfang zu schaffen.

Oft kreisen die Gedanken immer um die Probleme der Vergangenheit. Die Furcht früher oder später vor den gleichen Problemen zu stehen, erneut die gleichen seelischen Qualen durchleben zu müssen, ist einfach zu groß, als dass ein unbeschwerter Umgang mit anderen Menschen wirklich möglich wäre.

Die Ängste der Vergangenheit beherrschen das Heute und genau deshalb will einfach nichts gelingen. Wer in Furcht und Angst lebt, kann nicht unbeschwert in die Zukunft blicken.

Ein Kollege von mir, hat in diesem Blog übrigens über exakt diese Probleme sehr ausführlich geschrieben. Ich verweise diesbezüglich gern auf seine Ausführungen und verlinke die beiden Beiträge gleich einmal:

Warum wir trainieren – Teil 2

Warum wir trainieren – Teil 3

Ich bin jetzt noch mehr überzeugt davon, dass Du erst einmal lernen musst, mit anderen unvoreingenommen umzugehen, d.h. ohne dass die Ängste der Vergangenheit Dein Tun und Handeln bestimmen. War es bisher nur eine Vermutung, so hat Dein letzter Beitrag jetzt sämtliche Zweifel diesbezüglich ausgeräumt.

Suche einen Psychologen Deines Vertrauens auf, um die Vergangenheit zu bewältigen! Das schwierigste dabei ist der erste Schritt. Aber den musst Du gehen, um Dein Leben endlich unbeschwert und befreit von den Ängsten der Vergangenheit genießen zu können. Bitte sitze nicht dem Irrtum auf, dass mit ein Besuch bereits alles in Ordnung kommt. Tief sitzende Wunden brauchen lange Zeit um zu heilen. Ohne Behandlung jedoch heilen sie nicht, sondern verschlimmern das Leiden unmerklich mehr und mehr.

Das ist ein Kommentar dem ich voll und ganz zustimme.
Ein Wunder ist auch passiert, wir sind einer Meinung, das ich sowas noch erlebe.Die Beiträge habe ich übrigens gelesen.Ich lese keine Zeitung, außer das Wetter und Horoskop ,jedoch tagtäglich den Blog.

Freut mich, dass wir einer Meinung sind. Dann muss Du jetzt nur noch zur Tat schreiten.

Schaue Dir trotzdem noch einmal die von mir zuvor genannten beiden Beiträge etwas genauer an. Ich bin sicher, dass Du dort beim zweiten oder dritten Lesen einige interessante Punkte finden und andere Aspekte mit ganz neuen Augen betrachten wirst.

Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute und hoffe sehr, dass Du den entscheidenden Schritt wagst und vor allem bis zum Ende durchhältst.

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