Neue Erkenntnisse in der Allergieforschung

krank-virus-viren-bakterienAllergien nehmen weltweit immer mehr zu. Über die genauen Ursachen der allergischen Reaktionen gibt es jedoch bisher kaum gesicherte Erkenntnisse. Eigentlich sind Hausstaub, Milcheiweiß oder Bienengift keine ernsthafte Bedrohungen für den Körper. Dennoch reagieren entsprechende Allergiker darauf besonders heftig. Diese heftige Reaktion des Körpers ist Medizinern in seiner Gänze immer noch ein Rätsel.

Anhänger der Hygienehypothese gehen der Annahme nach, dass die gestiegene Sauberkeit Ursache für die weltweite Zunahme von Allergien ist. Denn Kinder wachsen immer mehr in keimfreien Umgebungen auf. Ihrem Immunsystem fehlen daher die „Herausforderungen“ und Gegner. Eine andere Forschungsauslegung sieht allergische Reaktionen als selbige gegen Parasiten.

Eine deutsch-amerikanische Studie mit Mäusen kommt nun zu der Erkenntnis, dass die allergischen Reaktionen Schutzfunktionen des Körpers gegen Gift sein könnten. Damit wird eine bereits 1991 entwickelte Theorie gestützt, die allerdings unter Medizinern immer noch umstritten ist. Die Studie widerspricht der Annahme, dass die vom Körper gebildete Immunglobulin E (IgE)-Antikörper lediglich die Funktion haben, allergische Reaktionen auszulösen.

„Wenn man diese Annahme zugrunde legt, stellt sich auch die Frage, warum diese IgE-Antikörper nicht bereits im Laufe der Evolution eliminiert wurden“, sagt Dr. Sybille Thoma-Uszynski, Dermatologin in Berlin-Mitte. Für weitere Funktionen der IgE-Antikörper, beispielsweise zur Abwehr von Parasiten, fehlen bisher noch entsprechende wissenschaftliche Beweise. Laut der aktuellen Studie haben die IgE-Antikörper eine Schutzfunktion, nämlich den Schutz des Körpers vor giftigen Substanzen. Die IgE-Antikörper hatten daher in früheren Zeiten eine wichtige Funktion. Erst heutzutage ist die Lebensweise der Menschen so geschützt, dass diese ursprüngliche Schutzfunktion nicht mehr notwendig ist. Nach Angaben der Forscher sind allergische Reaktionen also nichts anderes als extreme und unkontrollierte Formen des Schutzmechanismus.

Diese Erkenntnisse öffnen nun vielleicht weitere Möglichkeiten der Erforschung und Bekämpfung von Allergien.

Quelle: openPR

geschrieben von: marco am: 31.12.2013
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