Nicht „Ich werde gelernt“, sondern „Ich lerne“

schule-lernen-schuelerMit Freude lernen – geht das überhaupt? Ja, sagen die Lehrer und Schüler des Gymnasiums Alsdorf bei Aachen. Bei unserem Kooperationspartner läuft das sogar so gut, dass die Schule für den Deutschen Schulpreis nominiert und bald zu Besuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel ist.

Schon vor uns haben schlaue Leute gelebt. Zum Beispiel 500 Jahre vor Christus ein Mann namens Konfuzius. Der hatte schon erkannt, wie Lernen funktioniert: „Sage es mir, und ich vergesse es; zeige es mir, und ich erinnere mich; lasse es mich tun, und ich behalte es.“ In Deutschland hat es dann nur noch rund 2.500 Jahre gedauert, bis diese Idee in der Schule in besonderer Weise Eingang gefunden hat: mit dem Dalton-Unterricht.

Als 2005 die Schulkonferenz darüber abstimmt, ob man am Gymnasium in Alsdorf einen Umbruch wagen will, da war nicht klar, dass das ein Erfolgsprojekt würde. „Erstmals war in diesem Jahr die Schulkonferenz paritätisch besetzt. Das heißt zu gleichen Anteilen aus Schüler-, Eltern- und Lehrervertretern.“ Auf der Tagesordnung stand das Unterfangen, den Otto-Normal-Unterricht auf ein neues System nach Dalton umzustellen. Die Antwort des Entscheidungsgremiums: ohne Gegenstimmen waren 75 Prozent dafür.

Das ist jetzt acht Jahre her. Heute weiß man an dieser Schule, dass das die richtige Entscheidung war. Nicht nur wegen der Aussicht, einen prämierten Rang beim Deutschen Schulpreis zu belegen, der Schulen dekoriert, die sich mit neuen Konzepten den Herausforderungen der Zeit stellen. Sondern auch die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern sowie deren Erfolge bestätigen das Lehrerteam darin.

Statt Nachhilfe einfach Dalton-Unterricht

Sicher, es gibt immer noch Skeptiker, die die Sorge haben, für Kinder sei das eigenverantwortliche Arbeiten zu schwer. Das nämlich ist Kern des Dalton-Prinzips. Beim regelmäßigen „Meckerabend“ darf jeder ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen seinen Ärger oder seine Zweifel an allen die Schule betreffenden Themen äußern, berichtet Schulleiter Wilfried Bock. Manchmal kommt statt Meckerei aber genau das Gegenteil: „Ein Vater berichtete, dass seine Kinder seit der Umstellung auf den Dalton-Unterricht keine Nachhilfe mehr brauchen.“

Lehrer arbeiteten zu viel, Schüler gefrustet

Für Außenstehende hört sich das nach einem kleinen Wunder an. Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Dalton-Unterricht“? Benannt wurde diese Unterrichtsform nach der amerikanischen Stadt Dalton. Hier entwickelte die Pädagogin Helen Parkhurst vor fast hundert Jahren eine ganz besondere Lehr- und Lernmethode. Und diese Methode haben sie am Gymnasium Alsdorf aufgegriffen: „Uns ging es zu Beginn darum, die Schüler für ihr Tun selbst verantwortlich zu machen“, erläutert der Schulleiter die ersten Überlegungen zum späteren Wandel. Seine Beobachtung damals war, dass viele Lehrer an der Schule viel arbeiteten und sich dabei überarbeiteten. „Es war wie jemandem zuzuschauen, der zum ersten Mal schwimmt. Alles kostete zu viel Energie“, sagt Wilfried Bock. Also setzten sich zuerst die Lehrer zusammen und überlegten ohne Schranke im Kopf, was anders sein könnte. Schnell war klar, dass man weg wollte von der passiven Einstellung „Der Lehrer lernt mich das“. So wie es diese Grammatikstruktur eigentlich nicht gibt, so gibt es auch kein passives Lernen.

Das genau unterscheidet Dalton-Unterricht von anderen Unterrichtsformen. Für zwei Stunden jeden Tag öffnen sich alle Klassentüren. Damit ist alles offen. Jeder bestimmt selbst, welches Fach und welches Thema er mit wem jetzt bearbeiten möchte. Er bestimmt sogar selbst, bei welchem Lehrer er sich Hilfe abholt. Auch wenn Mathe normalerweise nicht bei Frau Meier ansteht, sondern bei Herrn Müller, kann man sich bei Frau Meier Rat holen. Vielleicht, weil man besser mit ihr klarkommt. Vielleicht auch, weil sie es so erklären kann, dass man es besser versteht. Auch ihre Mitschüler können sie um Rat fragen. Den Schülern ist für zwei Stunden frei gestellt, wann sie wo welchen Unterrichtsstoff lernen wollen. Sie experimentieren, überlegen, forschen, erarbeiten sich Inhalte selbst, ohne dabei allein gelassen zu werden. Da, wo man mit den Unterrichtsinhalten Probleme hat, weist das System seine Stärken auf. Feste Rahmenpläne, die detailliert für Schüler, Lehrer und Eltern festhalten, was an Wissensvermittlung ansteht, sichern ab, dass keiner durchs Netz fällt und sich dünne macht. Die Schüler verpflichten sich selbst per Unterschrift dazu, sich mit den Themen auseinanderzusetzen. Eigenverantwortlich eben.

In Deutschland einzigartig

Das hat der Jury imponiert, die sich den besonderen Alsdorfer Unterricht zwei Tage lang angesehen hat und in Gesprächen mit Lehrern, Schülern und Eltern alles hinterfragte. Während in den Niederlanden die Idee vom Dalton-Lernen schon hunderte Schulen infiziert hat, ist das Gymnasium nahe bei Aachen in Deutschland die einzige Schule, die das Dalton-Konzept in dieser Form anwendet. Doch es gibt Anwärter: Im Dalton-Verein haben sich hierzulande bereits elf Schulen organisiert und sich an die Alsdorfer Schule gewandt, um mehr zu erfahren. Das Netzwerk wächst. Über die Grenzen hinweg ragt es schon seit vielen Jahren, denn im Gymnasium arbeitet man nicht nur zu Evaluierungszwecken mit der Wissenschaft zusammen, sondern auch mit Schulen in den Niederlanden. Erst vor wenigen Tagen war Schulleiter Bock für das Kollegium in Alkmar.

Apropos ausländisches Interesse: Als Kooperationspartner hat die dbb jugend nrw die Dalton-Idee schon vielen internationalen Gästen des Verbandes mit auf den Weg gegeben. Ob russische, israelische oder chinesische Delegationen – sie alle zeigten sich beeindruckt von dieser Art mit Kindern zu arbeiten.

Quelle: openPR

geschrieben von: sascha am: 29.07.2013
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