Politik vernichtet Arbeitsplätze – Insider wehrt sich gegen negative Meinungsmache über Zeitarbeit

Arbeitnehmer Angebot „Die Zeitarbeit ist schon total reguliert. Wenn das so weiter geht, treiben wir diese Arbeitsplätze aus unserem Land hinaus“, sagt Georg Meller, Geschäftsführer der Regensburger zeitconcept GmbH Personaldienstleistungen mit acht Standorten bundesweit. Seit Längerem stinkt ihm die seiner Ansicht nach einseitige Meinungsmache gewaltig. „Die Entwicklungen der vergangenen Monate, eine Situation wie bei einer modernen Hexentreiberei, jagen mir Angst ein“, klagt er. Seit mehr als 20 Jahren ist Meller in der Branche tätig und kennt sie sehr gut. „Die von den Gewerkschaften entfachte und zum Teil auch von der Politik vorangetriebene Kritikwelle diffamiert eine für Deutschland wichtige Branche.“ Laut Meller sind sowohl die Gewerkschaften als auch viele Vertreter der Parteien nur sehr einseitig informiert – genauso auch zahlreiche Menschen, die in der Zeitarbeitsbranche arbeiten und damit einen entscheidenden Beitrag zum Arbeitsmarkt und dem Wirtschaftsstandort Deutschland leisten.

Schreiben an 200 Bundestagsabgeordnete

Rund 200 Bundestagsabgeordnete aus den Ressorts Wirtschaft, Arbeit und Soziales hat der
Regensburger daher nun angeschrieben und ihnen aus erster Hand Einblicke in das Beschäftigungsmodell Zeitarbeit“ gewährt. Demnach hat die Zeitarbeit einen wichtigen Beitrag zum Abbau der Massenarbeitslosigkeit unter der Regierung von Kanzler Schröder geleistet. Unmittelbar nach der Wende war sie beispielsweise ein entscheidender Leistungsträger für die Integration der ostdeutschen Arbeitnehmer in den westdeutschen Arbeitsmarkt. Außerdem wurden Dank Zeitarbeit Migranten und Menschen ohne Bildungsabschluss erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert. „Die Zeitarbeit hält so zu einem großen Teil auch die letzten industriellen Helferarbeitsplätze in Deutschland bereit. Dies ist gerade für den Personenkreis der Migranten und Menschen ohne Bildungsabschluss besonders wichtig“, erklärt Meller. Wenn immer mehr Regularien auf die Branche zukommen, vernichte die Politik diese Arbeitsplätze, ist sich der Kenner sicher. „Wenn die Unternehmen ihre Arbeitsplätze daraufhin ins Ausland verlagern, stehen die Leute bei uns auf der Straße. Das kann nicht das Ziel sein.“

Zeitarbeit über Mindestlohn geregelt

Meller ist bewusst, dass viele Zeitarbeitsgegner vor allem auch die Bezahlung der Arbeitnehmer in der Branche anprangern. Er verweist deshalb auf den schon seit Längerem in der Zeitarbeit geltenden Mindestlohn, der im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz verankert und damit garantiert ist. „Das gibt es so in keiner anderen Branche in Deutschland!“ Ferner seien die Rechte von Zeitarbeitnehmern in der Bundesrepublik mehrfach geschützt. „Sie sind nicht nur wie bei allen anderen Arbeitnehmern auch im Kündigungsschutzgesetz verankert. Sie werden zusätzlich in besonderem Maße durch das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz geschützt, das viele ergänzende Rechte enthält“, so Meller. Hinzu käme, dass deutsche Zeitarbeitsunternehmen einer besonderen Kontrolle und regelmäßigen Überprüfung durch verschiedene Behörden wie dem Zoll oder der Arbeitsagentur unterliegen. Zudem gibt es in der Branche seit mehr als 10 Jahren Tarifverträge mit den Gewerkschaften, wonach bereits gut 90 Prozent der Zeitarbeitnehmer bezahlt werden.

Leistungen über Tarifvertrag hinaus

„Was Kritiker leider bewusst oder unbewusst nicht erwähnen, ist, dass Zeitarbeitnehmer zusätzlich zu der tariflichen Entlohnung umfangreiche Leistungen außerhalb des Tarifvertrags erhalten“, sagt Meller und spielt damit beispielsweise auf Fahrtgelder, Übernachtungsgelder und Verpflegungsmehraufwand an. Ferner gibt es seit November 2012 auch die sogenannten Branchenzuschlagstarife, durch die viele Zeitarbeitnehmer in einer Stufenphase annähernd (Abschlag 10%) so viel verdienen wie die Stammmitarbeiter der Unternehmen. „Diese Quote könnte sich sogar um ein Vielfaches erhöhen, wenn sich einige Gewerkschaften aus reiner Ideologie den Branchenzuschlagstarifen nicht mehr wie bisher verweigern würden“, macht Meller klar. Alle bereits vorherrschenden Regelungen machten die immer wieder geführte Diskussion über die Zeitarbeitsbranche, in der etwa zwei Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten, hinfällig. Laut Meller ist die Debatte eher schädlich als förderlich. „Die Politik soll sich um die Bereiche kümmern, die noch nicht so sehr geregelt sind. Da gibt es noch viel zu tun.“

Bundestagsabgeordnete antworten

An die zehn Bundestagsabgeordnete verschiedener Parteien haben Meller bislang auf sein Schreiben geantwortet. Die Politiker bestätigten dabei unter anderem, dass „auch die Zeitarbeit vielen Menschen den Einstieg in die Arbeitswelt ermöglicht und die Chance eröffnet, sich ohne viel bürokratischen Aufwand Geld dazuzuverdienen. Für Unternehmen und Betriebe (…) bietet nicht zuletzt auch die Zeitarbeit die Chance, flexibel auf die Auftragslage zu reagieren“, schrieb Dr. Christian Junge, Büro Erster Parl. Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion. MdB Hartfrid Wolff, Vorsitzender des Arbeitskreises Innen und Recht der FDP-Bundestagsfraktion teilte mit: „Die FDP will die Zeitarbeit als flexibles Instrument am Arbeitsmarkt und Beschäftigungsmotor erhalten und stärken.“ Das nahezu einhellige Credo in den Antworten der Bundestagsabgeordneten heißt: Gleiches Geld für gleiche Arbeit bzw. gleiche Leistung. Diesem Grundsatz schließt sich auch Meller an.

Einladung in Zeitarbeit-Unternehmen

Der Regensburger kündigt an, weiter für ein besseres Image der Zeitarbeitsbranche kämpfen zu wollen. Er lädt alle interessierten Politiker in sein Unternehmen ein, um sich Informationen unmittelbar aus erster Hand zu holen oder um den Zeitarbeitnehmern gerne auch bei der Arbeit über die Schulter zu schauen und mit ihnen zu sprechen. Zudem ist Meller bereit, nach Berlin zu reisen, um die Verantwortlichen in Bundestag und Ministerien über die Zeitarbeit und Arbeitnehmerüberlassung aufzuklären.

Quelle: openPR

geschrieben von: sascha am: 23.11.2013
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Kommentare

Naja – schön und gut, aber Fakt ist, das die Zeitarbeit extrem schlecht bezahlt ist.
Kenne genügend Menschen, die in der Zeitarbeit gelandet sind und bei Vollzeit (teilweise 45 Std. / Woche!) auf lächerliche 800 Euro netto kommen.

In einer Stadt wie München kann man hier keinesfalls von „Leben“ reden, von einem zum Leben ausreichenden Einkommen ganz zu schweigen.

Zeitarbeitsunternehmen beschweren sich über die Reglementierungen, zahlen aber Löhne, welche die Bezeichnung „Lohn“ nicht verdienen.

Das hier seitens der arbeitnehmerüberlassenden Unternehmen geklagt wird, ist doch ziemlich einseitig.

Ich persönlich kenne keinen Zeitarbeitnehmer (bei diversen „Hauptunternehmen“), welcher Fahrgeld oder vergleichbares gezahlt bekommt oder auch nur in die Nähe der Einkünfte betrieblicher Angestellter reicht.

Auch ich selbst war bei einem sehr großen Zeitarbeitsunernehmen während einer Übergangszeit – von den angedeuteten Einkommen oder Zusatzleistungen war nicht im Ansatz etwas zu sehen, lediglich eine „Kopfprämie“ auf geworbene, neue Zeitarbeitnehmer gab es…

Hier findet in meinen Augen eine sehr ausgeprägte „Schönrednerei“ statt.

Dass solche Löhne vorkommen mögen, ist richtig. Allerdings ist auch dies sehr einseitig.

Überall gibt es schwarze Schafe und Menschen, die vor lauter Dollarzeichen in den Augen jeglichen Bezug zur Realität verlieren. Leider. Doch darf man sich nicht dazu verleiten lassen, diese schwarzen Schafe als allgemeingültig hinzustellen. Denn dies ist ebenso einseitig wie falsch. Bedauerlicherweise neigt in Deutschland die Politik dazu wegen sich oft fehlleiten zu lassen und wegen einiger weniger die Regeln für alle gleich doppelt streng zu fassen.

Jeder hat die freie Wahl einen angebotenen Arbeitsvertrag anzunehmen. Wem der gebotene Arbeitslohn zu niedrig erscheint, ist nicht verpflichtet, den Vertrag zu unterschreiben. Im Gegenteil: Er ist sogar berechtigt (und aus meiner Sicht verpflichtet) die Behörden auf Missstände aufmerksam zu machen, womit schwarzen Schafen sofort das Handwerk gelegt werden könnte.

Tatsache ist aus meiner Sicht jedenfalls, dass die überaus starren und extrem arbeitnehmerfreundlichen Gesetze dringend überarbeitet werden müssen. Zeitarbeit gibt es doch letztlich nur deshalb, weil sich viele Unternehmen eine Festeinstellung schlicht nicht leisten können obwohl sie die Arbeitskraft brauchen. Dies nicht etwa weil sie aktuell kein Geld hätten, sondern weil sie auf lange Sicht durch die Gesetze gebunden sind, den Arbeitnehmer weiter zu beschäftigen, obwohl sie die Arbeitskraft nicht mehr benötigen.

Es gibt sogar nicht wenige Fälle, in denen Arbeitnehmer nur deshalb beschäftigt werden, weil es für das Unternehmen billiger ist den Arbeitnehmer zu beschäftigen anstatt ihn zu entlassen und diesen Arbeitsplatz einem Arbeitnehmer anzubieten, der dringend einen Job sucht und den Arbeitsplatz womöglich sogar deutlich besser ausfüllen könnte.


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