Polizeiliche Kriminalstatistik 2011

schlaeger-schlagerWie in jedem Jahr haben sich Bund und Länder erneut zusammengeschlossen, um die Statistiken der Kriminalpolizei zu analysieren und in einem umfassenden Bericht zu veröffentlichen. Die Gewaltkriminalität ist weiterhin rückläufig, allerdings nahmen Diebstahl- und Rauschgiftdelikte im Jahr 2011 deutlich zu. Vergewaltigung und sexuelle Nötigung befinden sich auf Vorjahresniveau.

Welche Delikte erfasst die Polizeiliche Kriminalstatistik?

Obwohl die Anzahl der Gesamtfälle um etwa 1% angestiegen ist, wurde die 6-Millionen-Marke erfreulicherweise erneut unterschritten. Erfasst wurden:

? Diebstahldelikte (+4,4% ggb. Vorjahr)
? Betrugsfälle (-3,4% ggb. Vorjahr)
? Computerkriminalität (+0,7% ggb. Vorjahr)
? Straßenkriminalität (+2,2% ggb. Vorjahr),
? Gewaltkriminalität (-2,1% ggb. Vorjahr),
? Straftaten gegen die persönliche Freiheit (- 2,6% ggb. Vorjahr)
? Kindesmissbrauch (+ 4,9% ggb. Vorjahr)
? Verbreitung pornografischer Schriften (-0,6% ggb. Vorjahr)
? Umweltkriminalität (-2,7% ggb. Vorjahr)
? Rauschgiftdelikte (+2,4% ggb. Vorjahr)
? Wirtschaftskriminalität (-22,7% ggb. Vorjahr)
? Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte (-14,7% ggb. Vorjahr)
? Straftaten gegen das Waffengesetz (-8,5% ggb. Vorjahr)
? Straftaten gegen das Urheberrecht (-16,2% ggb. Vorjahr)

Absolute Zahlen

Das Verhältnis der aktuellen Zahlen zum Vorjahr ist somit geklärt, doch um sich das tatsächliche Ausmaß der Delikte im Jahr 2011 vor Augen zu führen, sind klare, absolute Zahlen erforderlich:

So gab es im vergangenen Jahr insgesamt 47.078 Fälle von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, 14.282 davon erfolgten unter Gewaltanwendung oder Ausnutzen eines Abhängigkeitsverhältnisses. 607.780 Fälle von Körperverletzung wurden zur Anzeige gebracht; 569.424 davon vollendet. 2.549 Fälle von Mord und Totschlag wurden polizeilich registriert; für 662 Opfer kam jede Hilfe zu spät.

Zu beachten ist, dass es sich lediglich um das sogenannte Hellfeld handelt, d.h. nur die Fälle, die bei der Polizei bekannt und registriert worden sind, konnten in die Polizeiliche Kriminalstatistik 2011 aufgenommen werden. Das Dunkelfeld lässt sich nur erahnen. Ein Beispiel: Die erfassten Fälle von Vergewaltigung und Nötigung belaufen sich für das Jahr 2011 auf 7.539 Fälle (-2,4% ggb. Vorjahr). Bei sexuellen Übergriffen und Vergewaltigung wird das Dunkelfeld allerdings auf das Zwanzigfache (!) der bei der Polizei zur Anzeige gebrachten Anzahl geschätzt.

Wer ist betroffen?

Nach wie vor fallen gerade die deutlichen altersspezifischen Unterschiede bei den Tatopfern auf: Besonders Erwachsene zwischen 21 und 60 Jahren wurden Opfer von Straftaten gegen die persönliche Freiheit, Tötungsdelikten, Körperverletzungen und Raub. Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren waren vor allem von Sexualdelikten, aber ebenfalls auch von Körperverletzungen und Raub überdurchschnittlich betroffen.

Sollte Ihr Interesse an der vollständigen Statistik geweckt worden sein, können Sie diese kostenlos in Buchform über den Publikationsverband der Bundesregierung beziehen. Wir erwarten gespannt die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2012, welche voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2013 veröffentlicht wird, und hoffen auf eine weiterhin positive, rückläufige Gesamtentwicklung.

(Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2011, Herausgeber: Bundesministerium des Innern, Berlin)

Quelle: openPR

geschrieben von: sascha am: 3.03.2013
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