Prof. Querulix: Was für eine Moral

geld-stehlen-betrugVon Immanuel Kant stammt der Satz: „Nur die Moral macht den Menschen zum Menschen.“ Daran wird jeder gebildete und denkende Mensch erinnert, wenn er das politische und ökonomische Tagesgeschehen beobachtet.

Da äußern sich kürzlich die (wessen?) Wirtschaftsforschungsinstitute zum Thema Mindestlohn, indem sie ihrer „Sorge“ Ausdruck geben, ein allgemeiner Mindestlohn würde sich negativ auf die Beschäftigung auswirken. Im Klartext: Ohne Ausbeutung läuft die Profitmaschinerie der deutschen Wirtschaft nicht.

Die Frage ist dann: Soll der Mensch der Wirtschaft dienen oder die Wirtschaft dem Menschen? Genauer: Soll die Mehrheit der Menschen wenigen dienen, immer größere Reichtümer anzuhäufen, oder soll die Wirtschaft dem allgemeinen Wohl dienen?

Das ist eine Grundsatzentscheidung. Die kann langfristig nicht beliebig beantwortet werden, ohne den sozialen Frieden zu gefährden. „Es gibt Herrenmoral und Sklavenmoral“, unter scheidet Nietzsche. Prof. Querulix ergänzt: „Die Sklavenmoral ermöglicht überhaupt die Herrenmoral, und die stürzt, sobald erst der Drang nach Gerechtigkeit die unsichtbaren Fesseln der Sklavenmoral sprengt.“

Ein anderes Beispiel ist die geplante Kapitalerhöhung der Commerzbank. Sie dienst dazu, den Kapitalanteil des Bundes so zu verringern, daß sich der Vorstand wieder mit Millionengehältern bedienen kann, ohne daß dies durch die Leistungen der Vergangenheit gerechtfertigt wäre. Die Dummen sind die Aktionäre, deren Anteile noch weiter verwässert werden.

„Wo Politik ist oder Ökonomie, da ist keine Moral“, stellt dazu der Kulturphilosoph Friedrich von Schlegel lakonisch fest.

Wer die Scheuklappen der Ideologisierung abwerfen kann und jenseits von Individuellem oder Parteiegoismus den Blick auf die Realität der westlich-abendländischen Kulturen wirft, der muß schon eine robuste Natur haben, um noch ruhig schlafen zu können. Wie lange können Gesellschaften friedlich überleben, deren Machteliten skrupellos für den eigenen Vorteil kämpfen?

Die größten Volkswirtschaften sind heillos überschuldet. Die Rettung der von ihren Vorständen ruinierten Banken ist noch weit von einer Vollendung entfernt. Steuervermeidung und -hinterziehung im großen Stil werden von den Gesetzgebern nur zögerlich angegangen, die Lasten der halbherziger und inkonsequenter Sanierungsmaßnahmen vor allem denen aufgebürdet, die keine starke Lobby haben, um sich dagegen zu wehren. Überzeugende Problemlösungen sehen anders aus.

Eine grundlegende Reform von Staat und Gesellschaft ist überfällig. Die Richtung, in die Reformanstrengungen gehen sollten, zeigt eine Studie auf. Ihr Titel „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer – Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“. Ziel ist eine Gesellschaft souveräner Bürgerinnen und Bürger, deren Vertreter dem Allgemeinwohl und nicht Parteien, deren Klientelen und Lobbyvereinen verpflichtet sind. Das unbedingte individuelle Grundeinkommen ist dabei nur ein – allerdings besonders wichtiges – Teilprojekt. Interessant ist, daß die prinzipielle Machbarkeit eines solchen zukunftsweisenden Reformprojekts auch anhand von Zahlen gezeigt wird.

Quelle: openPR

geschrieben von: sascha am: 15.08.2013
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