Ratgeber: Die sichersten Strategien, um Glück zu verhindern

nc3185112_m„Viel Glück“ ist der Standard-Wunsch zum Jahreswechsel. Doch den meisten Menschen ist kaum bewusst, wie sie Unglück fördern – eigenes und fremdes. Menschen suchen das Unglück. Pessimismus hat Hochkonjunktur. Schlechte Nachrichten sind die interessantesten. „Wenn etwas zu schön ist, gleich suchen wir nach dem hässlichen Fleck,“ bemerkt Dr. Reinhold Aßfalg in seinem heiter-ernsten Reader „Über das Glück – und wie wir es verhindern können“. Erfahrungsreich und augenzwinkernd schildert der Psychotherapeut „Neun Strategien zur Förderung des Unglücks“.

„Wir reden und träumen vom Glück. Aber wenn es auch nur ansatzweise da ist, schauen wir weg. Wir wissen, was wir tun müssten, um ein bisschen glücklicher zu sein; aber wir tun das Gegnteil, um dem Glück ja nicht auf den Leim zu gehen. Das Glück ist eine Verheißung, aber im Unglück kennen wir uns aus. In der vertrauten Umgebung des Unglücks fühlen wir uns daheim. Ein latenter Hang zum Unglück lässt uns den Weg zum Untergang suchen …“ Provokant „berät“ Aßfalg seine LeserInnen, wie sie diesen Weg möglichst zielsicher und effizient finden und dem Glück konsequent ausweichen.

Beispiel: „Aneinanderreihung von Erlebnissen“. „Es darf keine Lücke entstehen. Das eine Erlenis sollte nahtlos an das andere anschließen; die Lücken oder Leerstellen, Einfallstore der Langeweile und anderer schwarzer Geister sind zu vermeiden. Dabei geht es nicht um die Qualität der Erlebnisse, eher um deren Quantität und darum, dass die einzelnen Erlebnisse lückenlos verflochten werden. Mit einem dicht geknüpften Netz von Glück versprechenden Erlebnissen lässt sich vieles überdecken. Wenn man dann, vor lauter Aktivitäten, keine Zeit (oder kein Geld) mehr hat, keine Luft mehr bekommt spürt man, dass man dem eigentlichen Ziel nahe ist: einem feinen Unglück, das sich interessant herzeigen lässt.“

Besonders spannend und perfekt gelingt die Erlebnisverflechtung beim Glücksspiel. „Eine Spielsequenz folgt unmittelbar auf die andere. Der Wetteinsatz und die Möglichkeiten von Gewinn und Verlust sorgen für ein optimales Maß an Aufregung. In fiebriger Erwartung versucht der Spieler, den Lauf der Kugel zu bestimmen; magische Fantasieen, abergläubische Rituale drängen das ohnehin schwächelnde Denken in den Hintergrund. Gewinne scheinen zu bestätigen, Verluste werden ignoriert. Abgerechnet wird am Schluss – fast immer und stets vorhersehbar mit Verlust.“ Der Kick ist vorbei, der Verlust bleibt … Das Unglück war vorprogrammiert.

>> Reinhold Aßfalg: Über das Glück und wir es verhindern können. Neun Strategien zur Förderung des Unglücks. Pabst, 176 Seiten, ISBN 978-3-89967-797-3

Quelle: openPR

geschrieben von: sascha am: 28.12.2016
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