Richtig oder Falsch im Karate

karateEs gibt im Karate kein „Diese Technik ist ein bisschen richtig und dies oder das ist ein bisschen falsch.“ Es geht im Karate immer nur um richtig oder falsch. Es geht auch nicht um Meinungen.

Wie auch?

Alles, was im Karate gemacht wird, alle Techniken basieren auf wissenschaftlichen Grundlagen, auf den Gesetzen der Physik und der Biomechanik. Deshalb kann es nur ein Richtig oder ein Falsch geben. Eine Technik ist entweder richtig, weil sie den gegebenen Gesetzmäßigkeiten folgt oder falsch, weil sie diese nicht beachtet.

Nakayama Sensei pflegte immer zu sagen: „Es gibt nur eine Weise Suppe richtig zu essen. Zuerst muss man den Löffel in die Hand nehmen. Dann taucht man den Löffel in die Suppe ein, führt den Löffel dann zum Mund, öffnet diesen, führt den Löffel in den Mund hinein schließt den Mund, zieht den Löffel wieder heraus und schluckt dann die Suppe hinunter. Einen anderen Weg gibt es nicht. Das ist der einfachste und zugleich einzig richtige Weg.“

Mit Karate ist es nicht anders.

Ganz gleich welche Technik wir auch ausführen, sie muss den Gesetzmäßigkeiten der Physik und der Biomechanik folgen. Werden Muskeln in der falschen Reihenfolge angespannt, ist eine effektive Technik nicht mehr möglich, weil andere wichtig Muskelgruppen die Technik nicht mehr unterstützen können.

Deshalb ist der einzige Maßstab für die richtige oder falsche Ausführung einer Technik das Einhalten der nun einmal gegebenen Gesetzmäßigkeiten. Deshalb geht es im Karate auch nicht um Meinungen wie man eine Technik ausführen könne sondern einzig und allein um richtig oder falsch.

Eine Technik die die Gesetze der Physik und der Biomechanik nicht beachtet kann nicht richtig sein. Werden die Gesetze der Physik und der Biomechanik hingegen beachtet, ist die Technik einfach und effektiv. Die Technik ist einfach und effektiv, weil sie natürlich ist.

Wenn wir also bestrebt sind natürliche Bewegungen auszuführen, werden wir sehr rasch feststellen, dass Karate sehr einfach ist.

geschrieben von: sascha am: 4.01.2013
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Kommentare

Kung Fu ist viel interessanter

Ich glaube, schwarz und weiß gibt es nicht. Der eine mag Kung-Fu, der andere Karate, der nächste Thaiboxen … Letztlich gehören aber alle zu einer großen Familie – den Kampfkünstlern (oder ~sportlern).
Dennoch würde mich eines wirklich sehr interessieren:
Was ist am Kung Fu interessanter als im Karate und warum?

Form follows function – Richtig ist, was funktioniert. Was bei A funktioniert, funktioniert bei B vielleicht nicht. Die Funktion ist wichtiger als eine Beurteilung von richtig und falsch – unter der Voraussetzung, dass Prinzipien eingehalten werden.

Nun es geht ja nicht darum, dass jeder alles können muss oder auch ausführen kann. Dennoch sind die Gesetzmäßigkeiten von Biomechanik und Physik nun einmal unveränderlich. Eine Technik kann nur dann funktionieren, wenn sie die Gesetzmäßigkeiten der Biomechanik oder Physik berücksichtigt und optimal auszunutzen versteht.

Biomechanic nie gehört. Das beste system ist immer noch Kraf Maga. Das hat die besten Technicen wogegen Karate Kong Fu und Tekwondo NULL Chansen haben. Weil die voll veraltet sind. Kraf Maga ist aber aus der Praxis und an die Realitet angepast. Das ist für kempfen auf der Strasse.
Deshalb finde ich diesen Block hier auch nicht so gut, weil die Schreiber nicht viel Ahnung haben. Ich wette KEINER von denen hat mal auf der Strasse kempfen müssen und weis worauf es ankommt. ImSportclub is was andres. Da reicht es total wenn man ein paar Doku’s über Karate kuckt und die Technicen nachmacht. Die sind ja ganz leicht.
Aber wie gesagt: Unrealistisch und nur just for Fun………..Denn auf der strasse nuzt dir dein schwarze Gürtel nix. Da ist Mann gegen Mann…

Lieber Dave, ob Du es wahr haben willst oder nicht: Auch Krav Maga basiert auf den Gesetzmäßigkeiten der Biomechanik und Physik.

Du schreibst ferner, dass Karate-Technicken ganz leicht seien … – das dachte ich auch mal vor über 20 Jahren als ich mich mit Kampfsport zu beschäftigen begann. Heute weiß ich, dass das nicht so ist und es gibt noch immer viel zu lernen. Aber vielleicht hilft folgender Vergleich zu verstehen, dass es zwischen Technik und Technik gewaltige Unterschiede gibt: Es ist nämlich ein Unterschied, ob ich als Vorschüler Buchstaben nachmale (ohne wirklich zu wissen, was ich da mache) oder später als Journalist meine Recherchen zu Papier bringe und fesselnde Reportagen schreibe.

Ich will gern glauben, dass Krav Maga für Dich die beste und realistischste Form der Selbstverteidigung ist, möchte aber doch nicht unerwähnt lassen, dass mich dies stark an ein Erlebnis vor einigen Jahren erinnert. Ein Wing Tsun Trainer behauptete auch, dass sein System das beste sei und wurde dann von einem Ninjutsu-Meister davon überzeugt, dass es auch andere äußerst wirkungsvolle Systeme gibt.

Man muss akzeptieren, dass es andere zumindest ebenso effektive Kampfkünste gibt. Es gibt nicht die effektivste Kampfkunst, sondern möglicherweise nur den (momentan) effizientesten Kämpfer. Der Stil oder das System ist nur ein Mittel, welches der Kämpfer nutzt. Deshalb gibt es ja auch unzählige andere Kampfkünste und Formen der Selbstverteidigung, die sich über Jahrhunderte entwickelt haben. Auch das noch recht junge Krav Maga hat da seinen Platz. Jeder macht seinen Kampfsport deshalb, weil er davon überzeugt ist, dass sein Kampfsport der für ihn beste ist.

Wie oft und wieviele Kämpfe jemand bestritten hat sagt ferner nichts darüber aus, wie effektiv sein System ist. Es zeigt häufig nur, dass der Mann entweder häufig in äußerst gefährlichen Situationen auf seine Kampfkunst zurückgreifen musste (um sein Leben oder das eines anderen zu verteidigen) oder aber das Wichtigste des menschlichen Zusammenlebens noch nicht verstanden hat, nämlich das Gewalt keine Lösung, sondern das allerletzte Mittel ist.

Und noch eine letzte kleine Anmerkung zum Schwarzen Gürtel: Den muss man sich auch im Kampf Mann gegen Mann erkämpfen. Den bekommt nicht geschenkt.

@Dave – Sicher ist, dass Karate und andere traditionelle Kampfkünste nicht dazu geeignet sind, sich innerhalb kürzester Zeit für einen möglichen Straßenkampf zu wappnen. Unbestritten ist aber auch, dass über viele Jahre antrainierte Fertigkeiten auch unter extremen Stressbedingungen abrufbar sind und selbst im Alter nicht verloren gehen. Darüber hinaus geht es in den traditionellen Kampfkünsten auch nicht primär darum, in Schlägereien um jeden Preis die Oberhand zu behalten und dem anderen das Fürchten zu lehren.

Dave,
erstmal muss man kein Einstein sein um Biomechanik und Physik zuverstehen, Physik heißt soviel wie Naturlehre und die gesetzmäßigkeiten der Physik sind überall um uns herum. Probier es aus. Wirf etwas in die Luft und du wirst sehen es fällt zu Boden.Warum? Das ist Physik, es nennt sich Erdanziehungskraft.
Kong Fu hab noch nie davon gehört ist das eine neue Kampfkunst? Ich kenn nur Kung Fu.
Leider habe ich nicht soviel Geduld wie mein Vorposter. Denn deine Voreingenommenheit gegenüber anderen Kämpfkünsten spricht aus jeder Zeile die ich lese.
Dokus über Karate zu gucken macht dich noch nicht zu einem kenner der Matiere. Ich kann mir auch bei Youtube Karv Maga Videos angucken, doch das macht mich noch lange nicht zum Karv Maga Meister. Ein Meister oder Sensei wird man erst durch Training…laaanges hartes Training. Bevor Du also ein Urteil über Teakwondo, Karate oder andere Kampfkünste abgibst ,solltest Du selbst Erfahrung in diesen Bereichen gesammelt haben.
Außerdem finde ich es sehr frech hier in einem Blog zuschreiben das der Schreiber keine Ahnung hat.
Die Leute die hier die Beiträge posten, haben mehr Ahnung als Du vielleicht denkst.
Ehrlich mir geht die Hutschnur hoch wenn ich solch Quark lese.
Sowas kann nur jemand schreiben der noch grün hinter den Ohren ist.
Die Kampfkünste sind dafür da sich im Notfall verteidigen zukönnen und nicht um „Just for fun“ jemanden das Licht auszupusten oder sich in die nächste Schlägerei mit hineinzustürzen und so seine Stärke und Kraft unter beweis stellen zu müssen. Wenn Du das glaubst, hast Du den Sinn der Kampfkünste nicht verstanden!
Lies lieber noch ein paarmal das Posting von Sascha durch und du wirst verstehen das die Welt nicht nur aus Karv Maga besteht, sondern es Sinnvoll ist über den Tellerrand zu gucken.

@ Dave : bevor man Kampfkünste als nicht tauglich betitelt sollte man sie zumindest vom Namen her kennen und diesen auch schreiben können – gilt übrigens für Deinen gesamten Kommentar.

Ich denke der Junge hat es verstanden das es keine Ultimative Kampfkunst gibt.
Selbst wenn Karate ,Teakwondo oder Kung Fu alte Kampfkünste sind, heißt das nicht dass das was heute gelehrt wird „veraltet“ ist. Soweit ich mich jetzt über Krav Maga belesen habe gibts da sogar Hebeltechniken….sehr schön! Hebeltechniken unterliegen dem Hebelgesetz wobei wir wieder bei Biomechanik & Physik wären.
Somit schließt sich der Kreis.

Den jungen Krav-Marga-Krieger kann ich nichts verübeln. Ich habe Verständnis für ihn. Er ist jung, eifrig, wissbegierig und steht ausnahmslos 100%ig zu seinem KravMarga. Das ist positiv, es zeigt mir, dass sein Trainer gute Arbeit leistet und seine Schüler gut motiviert. Im Endeffekt gäbe es ohne Schüler auch keinen Lehrer und daher ist es ja auch irgendwie die Aufgabe des Trainers seine Schüler zu begeistern. Ich hoffe nur, dass der KravMarga-Lehrer nicht schlecht über andere Kampfsportarten urteilt. Das wäre nicht weise vom Lehrer. Aber umgekehrt, woher will ich hier wissen, dass der Schüler den Lehrer nicht vielleicht falsch verstanden hat?

Auch ich habe mal klein im Jahre 1992 angefangen und auch ich war mal so naiv und glaubte, dass Karate besser ist als alles andere und es wäre das Einzigste….alles andere wäre schlecht….

Seitdem habe ich viel erlebt:
1. bei Taekwondo-Vorführungen zugeschaut, wo am Bruchtestbrett vom Schwarzgurt vorbeigetreten wurde
2. ich kenne die dünnen Bruchtestbretter mit Sollbruchstelle für Showzwecke
3. habe kraftvolle Judoka gesehen, die auf Ihrem Gebiet perfekte Nahkämpfer sind
4. Vollkontaktkämpfer, die im Käfig Ihren MMA-Wettkampf gewinnen wollen
5. Radfahrer, die Leute im Fitnessraum auslachen weil diese sinnlos Gewichte stämmen
6. Gewichtheber aus dem Fitnesscenter, die Radfahrer belächeln weil die so krank sind und 250km durch den Regen und durch das Gebirge Radeln
7. unzählige selbsterlebte Trainingseinheiten im Karate

Heute bin ich der Überzeugung, dass Karate mit Sicherheit zu den besten Dingen auf der Welt zählt die mir passiert sind. Ich habe mich für Karate entschieden und für mich persönlich ist es immer noch bis heute das beste und reizvollste. Viele andere Sportarten sind aber auch sehr gut und interessant. Wenn ich an die Ninja denke…. ich staune immer noch wie vielseitig das Training dort ist. Ich glaube auch, dass KravMarga einen großen Reiz hat. Niemals aber würde ich einen Menschen oder eine fremde Sportart verurteilen. Jeder Mensch und jede Sportart hat ihre Daseinsberechtigung und ist auf ihrer Weise gut.

Die Menschen sind in Ihren Interessen, Zielen und physischen Vorraussetzungen sehr unterschiedlich. Aus diesem Grund macht jeder das was er gerne machen will und was ihm liegt. Trotzdem verurteilen wir niemanden und wir reden auch nicht schlecht über andere.

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