Trinkgeld ist nicht überall üblich und manchmal sogar eine Beleidigung

kinder-taschengeldErwarten hierzulande viele Dienstleister ein Trinkgeld, so ist das Trinkgeld-Geben in manchen Ländern nicht nur unüblich, sondern kann sogar als Beleidigung aufgefasst werden. Warum? Es gibt Menschen, die nicht verstehen, dass sie für ihre Leistung zweimal bezahlt werden sollten, denn nichts anderes ist ein Trinkgeld in ihren Augen.

In vielen asiatischen Ländern wie China, Taiwan oder Japan gibt man im Regelfall kein Trinkgeld. Die asiatische Mentalität verbietet es, Trinkgeld zu erwarten oder anzunehmen. Der Dienstleister ist stolz darauf, seinen Kunden dienen zu dürfen.

Während wir hierzulande oft sagen: „Der Kunde ist König,“ steigern die Japaner diese Aussage noch und erheben den Kunden gar zum Gott.

Wie dem auch sei – ich habe mich immer gefragt, warum es in Japan und anderen Ländern nicht üblich ist, Trinkgelder zu geben. Die Antwort hierauf liegt in der vorherigen Aussage versteckt.

Die Dienstleister sind Angestellte, die für ihre Arbeit bezahlt werden. Doch woher kommt das Geld, mit dem sie für ihre Arbeit bezahlt werden? Natürlich von den Kunden. Der Kunde bezahlt den Arbeitgeber und der Arbeitgeber seine Angestellten.

Ist dies auch wirklich allen Angestellten hierzulande bewusst? Manchmal möchte ich fast meinen: Nein, denn wer einmal Service in Japan erlebt hat – und den gibt es selbst im kleinsten Restaurant oder Geschäft in einem fast schon unwirklich erscheinendem Ausmaß – der wird verstehen, überrascht sein, wie weit Service und das Sich-Bemühen um den Kunden gehen kann. Und all das zum Nulltarif …

Nun ja, zum Nulltarif natürlich nicht wirklich, denn die Preise sind natürlich im Vergleich etwas höher als bei uns. Nehmen wir einen Trockenhaarschnitt für Herren zu 7 EUR zum Beispiel … In Japan zahlt man für die gleiche Leistung gut und gerne 35 EUR, und wöllte man die Friseure auch in Deutschland angemessener bezahlen, so ist klar, dass dies mit 7 EUR Service-Entgelt kaum möglich ist.

Das Credo der Arbeitgeber: Der Kunde finanziert den Angestellten mit – über die „üblichen“ Trinkgelder.

Warum dies so ist? Ja, vielleicht ein Teil unserer Kultur oder liegt es vielleicht daran, dass Arbeitgeber und Angestellte den Kunden nicht wirklich schätzen? Man gaukelt dem Kunden einen günstigen Preis vor, der dann über das „übliche“ Trinkgeld auf ein Niveau angehoben wird, das der realen Arbeitsleistung wenigstens etwas näher kommt.

Ich will ehrlich sein: Mir gefällt der Ansatz der Japaner. Man zahlt einen fairen Preis und erhält einen guten Service. In Deutschland und vielen anderen westlichen Ländern wird guter Service extra bezahlt, indem der Kunde ein Trinkgeld gibt oder auch nicht. Man könnte auch etwas überspitzen und sagen: Man „besticht“ den Angestellten, guten Service zu leisten oder „lockt“ ihn mit der Aussicht auf ein gutes Trinkgeld.

Doch guter Service gehört in Japan beispielsweise einfach dazu. Jeder Angestellte ist zufrieden, wenn der Kunde zufrieden war. So wünschte ich es mir auch bei uns. Guter Service ist im Grunde eine Selbstverständlichkeit, die jeder Kunde erwarten darf. Und gerade weil das so ist, verletzt es den Stolz eines jeden japanischen Angestellten, wenn der Gast diese Selbstverständlichkeit durch ein Trinkgeld honorieren will. „Warum auch,“ denkt sich der japanische Angestellte, „ich habe doch nur meine Pflicht getan …“

Wenn Sie mehr über Trinkgelder in Deutschland erfahren wollen, so sei der Beitrag auf Holdayinsider.de emfpohlen.

geschrieben von: sascha am: 19.05.2013
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Kommentare

Stimmt!…Ein Finne nimmt kein Trinkgeld.

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7€ für einen Trockenhaarschnitt, das wäre traumhaft, ich habe bei meinem Frisör nur fürs Spitzenabschneiden 9,50€ bezahlt und dann hab ich noch aufgerundet, weil mir das zu blöd war 0,50 cent zurück zubekommen.

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