Ursachen für Verletzungen im Kampfsport

japan-military-karateVerletzungen bleiben bei einer aktiv betriebenen Kampfsportart nicht aus. Sie gehören wohl ebenso dazu wie die Blasen an den Füßen, wenn man das erste Mal barfuß trainiert oder neue Schuhe gleich auf einer längeren Strecke benutzt.

Meiner bisherigen Erfahrung nach gibt es jedoch drei wesentliche Verletzungsursachen, die vermeidbar sind. Dies wären Unaufmerksamkeit und Unachtsamkeit (um nicht Blödelei oder Spielerei zu sagen) einerseits und übertriebener Ehrgeiz andererseits.

Wer nicht aufpasst, verletzt sich im Kampfsport ebenso wie dies auch sonst der Fall wäre. Ein unachtsamer Fußtritt beim Wandern und schon knickt der Fuß um … Wer herumblödelt, fordert das Schicksal heraus und riskiert Verletzungen … Warum sollte dies im Kampfsport anders sein?

Wer voll konzentriert übt, reduziert das Verletzungsrisiko erheblich.
Insbesondere werden durch Unachtsamkeit und Unaufmerksamkeit nahezu herausgeforderte Verletzungen vermieden.

Wer es übertreibt riskiert Verletzungen. Man sagt nicht umsonst „allzuviel ist ungesund“. Man muss auf die Signale des Körpers hören.
Sport in gesundem Maße betrieben fördert die Gesundheit. Zuviel des Guten verkehrt sich in das Gegenteil. Das ist mit vielen Medikamenten nicht anders. In der richtigen Dosis eingesetzt können sie heilen. Ist die Dosis zu hoch, können sie umgekehrt mitunter sogar tödlich wirken.

Werden diese wichtigen Punkte beachtet, bleiben noch drei Verletzungsrisiken, die sich wohl nicht ganz ausschließen lassen. Dies wären falsche Techniken und die durch den Trainingspartner und hier wiederum insbesondere durch dessen Unachtsamkeit hervorgerufenen Verletzungen.

Werden die Techniken korrekt ausgeführt, ist das von den Techniken selbst ausgehende Verletzungsrisiko äußerst gering und geht wohl sogar eher gegen Null. Trotzdem sind die äußeren Umstände zu berücksichtigen, denn die Beschaffenheit des Bodens, herumliegende oder herumstehende Gegenstände, unzureichend gesicherte Gefahrenquellen bergen allgemeine Verletzungsrisiken, die in jeder Sportart vorkommen und keineswegs als kampfsportspezifisch zu bezeichnen sind.

Der Partner stellt mit seiner Technik ein ebenso großes Verletzungsrisiko dar. Führt dieser risikoreiche Tedhniken aus, die eine Verteidigung bzw. Verletzungsvermeidung ausschließen oder verhindern, muss es natürlich zu Verletzungen kommen. Hier ist der Partner gefordert. Er muss Verantwortung übernehmen und in Bezug auf seinen Trainingspartner die gleiche Rücksicht walten lassen, wie er dies auch in Bezug auf seinen eigenen Körper tun sollte, um verletzungsfrei trainieren zu können.

Bleibt ein letzter Punkt. Aussagen wie „Kampfsport muss weh tun,“ „im Kampfsport ist Härte gefordert,“ oder „wenn es nicht weh tut, hast du nicht richtig trainiert,“ höre ich immer wieder. Es ist richtig, dass körperliche Schmerzen anders als beim Denksport Schach irgendwie zum Kampfsport gehören. Aber trotzdem muss man ein wenig differenzieren, denn ganz so allgemeingültig sind diese Aussagen dann doch wieder nicht.

Wenn beispielsweise ein Angriff abgewehrt wird ist es bei korrekter Übung unvermeidlich, dass dem angreifendem Arm Schmerz zugefügt wird.
Andererseits aber soltte der die Abwehr ausführende Arm nur sehr wenig bis gar keinen Schmerz verspüren. Häufig jedoch gehen die Trainingsteilnehmer mit blauen Unerarmen stolz nach Hause und meinen, dass sie etwas Großartiges vollbracht hätten. Das Gegenteil ist jedoch zumindest für den die Abwehr Übenden der Fall. Wenn er verursacht durch die Abwehr blaue Flecken mit nach Hause nimmt, so zeugt dies nur von einem: er hat die Übung falsch ausgeführt. Denn bei korrekter Übungsausführung, beim Abwehren mit dem richtigen Teil des Körpers, gibt es normalerweise nur wenig bis gar keine Schmerzen und erst recht keine blauen Flecken.

Ein abgewehrter Angriff kann weh tun. Doch auch hier gibt es noch einen Punkt, der häufig übersehen wird: Ist der Angriff schlecht, schwach oder werden die Muskeln falsch, im schlimmsten Fall auch gar nicht, angespannt, ist der durch die Abwehr hervorgerufene Schaden weit größer als im Falle einer korrekt ausgeführten Abwehrtechnik.

geschrieben von: sascha am: 6.01.2013
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