Was zeichnet einen guten Lehrer aus?

taekwondoWas macht einen guten Lehrer eigentlich aus? Ist es sein großes Wissen? Seine Perfektion in allen Dingen? Seine Fähigkeit Leute anzuziehen? Wahrscheinlich von jedem etwas und doch noch so viel mehr. Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: "Ein Lehrer erklärt Dinge. Ein guter Lehrer veranschaulicht Dinge. Doch ein wahrhaft großer Lehrer inspiriert seine Schüler." Ich glaube, besser kann man es nicht formulieren. Etwas zu erklären ist nicht leicht. Die Erklärung durch Parallelen und Beispiele zu veranschaulichen und damit einerseits zu vereinfachen und zugleich besser verständlich zu machen ist noch schwerer. Doch nur wenige Lehrer sind ihren Schülern in jeder Hinsicht ein Vorbild und inspirieren ihre Schüler durch ihr Beispiel. Ein Lehrer muss nicht zwangsläufig ein großes Wissen haben. Er muss nicht alles können. Aber er muss das, was er unterrichtet verinnerlicht haben und verstehen. Diese Dinge sind zwar wichtig aber mit Sicherheit nicht entscheidend. Viel wichtiger als die vorgenannten zwei Punkte ist die Fähigkeit des Lehrers Wissen zu vermitteln. Wer kein Wissen vermitteln kann, kann kein Lehrer sein. Wissen ist nur dann etwas wert, wenn es weitergegeben wird. Hierzu muss der Lehrer in der Lage sein. Der Lehrer wird erst durch seine Schüler zum Lehrer. Insofern braucht der Lehrer die Schüler vielleicht sogar nötiger als diese ihn. Ein Mann der über großes Fachwissen verfügt, es aber nicht vermitteln kann ist bestenfalls ein Experte, schlimmstenfalls ein Fachidiot. Die Kunst zu unterrichten erfordert nicht nur ein hohes Fachwissen, sondern auch ein vertieftes Verständnis des zu vermittelnden Themas und ganz besonders soziale Kompetenzen. Ein guter Lehrer sollte immer über Menschenkenntnis verfügen und dies wiederum setzt Lebenserfahrung voraus. "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte," sagt ein Sprichwort und in der Tat: wer ein Bild im Kopf hat, kann die Erklärungen viel einfacher verarbeiten. Deshalb sollte der Lehrer in der Lage sein, seine Erklärungen durch einprägsame Bilder zu ergänzen. Er muss wissen, durch welche Unterrichtsmethode, durch welches Lernmittel oder Beispiel seine Erklärung am besten ankommt. Jede Erklärung muss so gewählt sein, dass sie nicht nur verstanden sondern auch aufgenommen und in die Köpfe eingeprägt wird. Dabei muss berücksichtigt werden, dass je nach Zielgruppe, Alter, Geschlecht oder Bildung andere Wege zum Ziel führen. Es gibt kein Patent-Rezept, das immer und überall funktioniert. Je homogener die Gruppe ist, desto einfacher hat es der Lehrer. Je mehr die Gruppen gemischt sind, desto schwieriger ist es. Die Fähigkeit in Abhängigkeit von der Gruppe die jeweils beste Form der Wissensvermittlung zu wählen, sich zu wandeln und anzupassen - das hebt den guten Lehrer von der Masse ab. Diese Fähigkeit ist es, die einen guten Lehrer ausmacht. Die Schüler zu begeistern und mitzureißen - das ist die höchste Kunst. Diese Kunst kann man nicht wirklich erlernen. Entweder man besitzt diese Gabe oder eben nicht. Eine augesetzte, gespielte Begeisterung ist etwas anderes als ein im Inneren loderndes Feuer der Begeisterung, dessen Glut auf andere überspringt und in ihnen ein neues Feuer entfacht. In Ergänzung zu den vorgenannten fachlichen und menschlichen Qualitäten eines guten Lehrers braucht es noch die aus tiefster innerer Überzeugung kommende Begeisterung, die andere anzustecken und mitzureißen vermag. Dann erst verdient es der Lehrer als wahrhaft großer Lehrer bezeichnet zu werden.
geschrieben von: sascha am: 4.08.2013
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