Weihnachten – die Zeit der Geschenkeschlachten

weihnachtsengerl - xmas girlsDer alles verschlingende Kommerz hat seit langem schon auch Weihnachten verschlungen. Das Weihnachtsfest ist heute untrennbar mit „Geschäft“ verbunden, ja für etliche Zeitgenossen geradezu ein Synonym dafür. Prof. Querulix nennt es „… das Fest der Scheinheiligkeit und des Abfalls“ und dichtet:

„Einst feierten die Menschen wahre Weihnacht,
heute ist ihr Kopf voll von der Ware Weihnacht.“

Spätestens ab November dreht sich alles ums Weihnachtsgeschäft, in den Geschäften und in den Wohnungen, und vor allem in den Köpfen der Menschen. Verkaufen heißt es für die einen, Geschenke besorgen für die anderen. Verkaufen muß man, denn viele Geschäfte machen in der Weihnachtszeit einen beträchtlichen Teil ihres Jahresumsatzes. Einkaufen muß man, denn Weihnachten schenkt man, wenn auch nicht von Herzen, so doch wenigstens aus (selbst empfundener) Verpflichtung. Das ist Tradition, und die wirkt wie Fliegenleim: Man kommt nicht mehr davon los.

Viele Menschen leiden deshalb am Weihnachtsstreß. Die „fälligen“ Geschenke besorgen, überlegen, wie man die Feiertage verbringt (oder übersteht), die Wohnung dekorieren, Kochen, Backen, Gäste bewirten. Eine erkleckliche Zahl von Menschen flüchtet Weihnachten lieber auf eine Reise.

„Die meisten Leute feiern Weihnachten, weil die meisten Leute Weihnachten feiern“, war einst Kurt Tucholsky überzeugt. Stimmt man ihm zu, fragt sich: Ist diesen Herdentieren der Sinn des Weihnachtsfestes überhaupt noch bewußt? Spüren sie Weihnachten überhaupt noch, anstatt nur zu wissen, daß die Zeit fürs Weihnachtenfeiern wieder einmal gekommen ist? Ist das heutige Weihnachten mit all seinem Brimboriums für diese Menschen vielleicht nur noch ein Kalendertermin? Eine kollektive Neurose? Fürchten sie sich vielleicht gar vor den arbeitsfreien Tagen, weil sie so wenig mit sich selbst und miteinander anzufangen wissen?

Der Alltagsphilosoph und Aphoristiker Prof. Querulix geht mit Weihnachten genauso um wie mit allen anderen Feiertagen: „Feiern und Feste sind für die Menschen da, nicht die Menschen für die Feiern und Feste. Darum macht etwas Sinnvolles für euch daraus und laßt euch nicht von anderen vorgeben, was ihr tun sollt“, ist sein Rat für seine Mitmenschen.

Besonders grüßt er die neu entdeckten „Smombies“ und hofft, daß ihrer Sucht nicht durch das Geschenk eines neuen Smartphones, das er übrigens als moderne Sklavenfessel bezeichnet, weiterer Vorschub geleistet wird. Das wäre, auf die Masse gerechnet, einer von Millionen Trippelschritten in eine Sklavengesellschaft.

Prof. Querulix‘ Gedanken, nicht nur zu Weihnachten, sondern alltägliche zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare finden Sie übrigens in seinen Aphorismensammlungen – Bücher und -eBooks, und in seiner eBook-Riehe „Tacheles“. Alle werden bei READ –Rüdenauer Edition Autor Digital verlegt und sind dort sowie in gut sortierten (Internet-)Buchhandlungen erhältlich.

Quelle: openPR

geschrieben von: sascha am: 19.12.2015
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