Welche Kampfsportart ist gefährlicher und dauert länger bis zum schwarzen Gürtel?

Was ist die gefährlichste Kampfsportart, die Ihr kennt? Welche dauert am längsten bis zum schwarzen Gürtel? Kung Fu oder Karate oder Taekwondo oder andere Kampfsportarten, die Ihr kennt?

Gefährlich ist nicht die Kampfsportart sondern derjenige, der sie einsetzt. Jede Kampfsportart gibt dem sie Praktizierenden lediglich ein Werkzeug in die Hand. Was der dann daraus macht, ist seine Sache.

Ich kann auch nur immer wieder eines betonen: wenn es eine effektivste, die ultimative Kampfsportart gäbe, wären bereits alle anderen Kampfsportarten „ausgestorben“, da sie sich in der Praxis nicht bewährt haben. Doch das Gegenteil ist der Fall. Über Jahrhunderte wurden Kampfsportarten entwickelt, perfektioniert und sie gibt es noch heute. Das beweist nur eines: Es gibt keine ultimative Kampfsportßrt. Jede ist gleich gut oder schlecht geeignet.

So verschieden wie die Menschen sind, so verschieden sind auch die Kampfsportarten. So wird sich letztlich jeder die Kampfsportart aussuchen, die am besten zu ihm passt, die ihm am besten gefällt.

Was den schwarzen Gürtel anbetrifft: Ja, er ist ein Synonym für Meisterschaft. Aber: Er bedeutet eigentlich gar nichts, denn der Schwarze Gürtel (in einigen Kampfsportarten gibt es den übrigens überhaupt nicht) ist in der Regel in 10 Stufen unterteilt.

Man unterscheidet Schüler- und Meistgrade. Träger des schwarzem Gürtels werden verallgemeinernd als „Meister“ bezeichnet. Der Schwarze Gürtel unterscheidet den Schüler vom „Fortgeschrittenen“ doch gilt der erste Schwarze Gürtel nicht etwa als etwas ganz Besonderes oder Außergewöhnliches, nein, er ist vielmehr lediglich die erste Stufe. Die Grundlagen sind geschafft und von nun an kann man endlich in die Tiefen der Kampfkunst eindringen.

Du solltest Dich daher nicht auf den „schwarzen Gürtel“ konzentrieren, sondern wenn dann eher darauf, möglichst intensiv und fleißig zu trainieren. Wie schnell man den schwarzen Gürtel erlangt ist ebenso unbedeutend. Wichtiger als der Schwarze Gürtel ist doch wohl, was man tatsächlich kann.

Ein Statussymbol wie der Schwarze Gürtel macht dich nicht besser oder schlechter als du bist. Der Gürtel ist nichts. Du bist das, was den Gürtel ausmacht. Es ist dein Trainingsfleiß, der dir den Gürtel wichtig macht. Niemand außer dir persönlich kann die Bedeutung des Gürtels ermessen.

Ob es leicht oder schwer war den Gürtel zu erlangen, weißt nur du allein. Der schwarze Gürtel mag vielleicht andere beeindrucken. Wenn du aber abends ins Bett gehst und dich auf dein Kissen legst, dann weißt du im Grunde Deines Herzens ganz genau, wo du stehst, was du kannst und was du nicht kannst. Andere kannst du vielleicht blenden, dich selbst aber nicht betrügen.

geschrieben von: ralphp am: 31.10.2012
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Kommentare

Oss!

Die Antwort oben ist hervorragend geschrieben und hat so ziemlich alle Aspekte des Themas behandelt und beantwortet. Ich werde meinen Beitrag daher möglichst knapp halten, hoffe ich :) . Die gefährlichste Kampfart ist so ein Synonym für einen falsch verstandenen Mythos, meiner Meinung nach. Es ist nicht der Kampfsport selbst der so gefährlich ist, sondern die Art und wie intensiv man ihn trainiert, vor allem aber auch mit welcher Absicht!
Trainiere ich nur so um ein bisschen Sport zu machen? Will ich nur auf Turniere mit festgelegten Regeln unter sportlichen Gesichtspunkten? Klar, ich kann da Weltmeister werden und habe gegenüber einem „Autonormalverbraucher“ auch Kräfte und eine Schnelligkeit die übermenschlich scheinen können. Es ist aber ein totaler Unterschied gegenüber jemandem, der vielleicht in einem Krisengebiet mit besonderen Gefahrensituationen lebt. So jemand wird Kampfsport unter dem Aspekt trainieren, sein Leben gegenüber feindlichen Aggressoren um jeden Preis zu verteidigen und vielleicht sogar mit dem Anspruch einen Angreifer bei einem Kampf zu töten. Aber so weit müssen wir gar nicht gehen. Nehmen wir nur einen Polizisten hier, der weiß das er jeden Tag im Dienst in wer weiß was für Situationen kommen kann. Oder ein Vollzugsbeamter in einer Justizvollzugsanstalt mit „besonders schweren Fällen“ bei den Gefangenen. Der Vollzugsbedienstete, der sehr wohl weiß was gefährliche Angriffe gegen seine Person sind, der in seinem Beruf Erfahrungen mit , oft erheblicher!, Gewalt hat, der wird genau wie der Polizist mit Erfahrungen auf der Straße seinen Kampf-„Sport“ ganz anders trainieren als jemand der nur Sport machen will. Ein Kampfsport, der nur nach sportlichen Aspekten trainiert wird, bei dem gefährliche Techniken gar nicht, oder nur in den Bewegungsformen trainiert werden, der ist nicht so gefährlich in der Anwendung. Der ganz genau gleiche Stil aber, der mit dem Anspruch trainiert wird bei einer Auseinandersetzung einen Gegner so schwer wie möglich zu verletzen, vielleicht sogar zu töten, bei dem jede Technik rücksichtslos auf die Vitalpunkte zielt, ohne jeden Gedanken an „Verhältnismäßigkeit“, Fairness oder so etwas, der ist dann in der Anwendung sehr gefährlich. Ein Beispiel? Tai Chi Chuan. Eine hocheffektive Kampfart mit unglaublich vernichtenden Techniken – in ganz anderen Zeiten, an ganz anderen Orten! – wird als hervorragende Meditation, Heilgymnastik und Körperschule trainiert. Von Praxis im Kampf und Anwendung im Kampf wird in aller Regel nichts mehr praktiziert. Die oft verblüffenden physischen Ergebnisse bei den Praktizierenden des Tai Chi Chuan sollten Zweifler aber zum Nachdenken bringen. Kenner dieses Stiles und Trainierende des Wu Shu, die sich auch mit Tai Chi Chuan beschäftigen, werden mir glaube ich recht geben.
Und wie lange es dauert einen schwarzen Gürtel zu bekommen? Gar nicht! Einfach bei Budoten anrufen und einen bestellen ;) . Nein, im Ernst:
Das hängt davon ab wie viel und wie intensiv ich trainiere. Der Vater des modernen Kickboxens, Joe Lewis, war in seiner Militärzeit in Okinawa stationiert. Da waren zu der Zeit keine kriegerischen Handlungen glaube ich, er hatte sehr viel Zeit zum Training. Er bekam seinen schwarzen Gürtel nach 8 Monaten verliehen, er hat aber auch nahezu jeden Tag stundenlang trainiert meines Wissens nach. Wer in einem Verein trainiert, zweimal die Woche zwei Stunden und sonst so nebenher gar nicht, tja, da könnte es wohl ein paar Jahre dauern. Der Weg ist das Ziel! Wer einen schwarzen Gürtel tragen will, mit dem Anspruch ein Meister zu sein, oder eben ein weit fortgeschrittener Student mit den Rängen eines Dan-Trägers, der sollte sich bewußt machen was das heißt! Es geht nicht nur darum mal eben „jemanden umhauen“ zu können. Es geht um den ganzen Aspekt der Kampfkunst, auch geschichtlich verbürgte Dinge und philosophische Aspekte den Stil betreffend. Explizites Wissen über das ganze Spektrum der Technik und die Fähigkeit den Stil zu praktizieren. Und je höher der Grad, je dunkler die Farbe des Gürtels, schwarz, da haben wir es wieder!, desto größer sollten auch die Fähigkeiten als Lehrer sein! Man sollte Schülern alle praktischen, theoretischen und philosophischen Aspekte des Stiles beibringen können. Auch, oder gerade wenn diese Schüler unterschiedliche Fähigkeiten und Begabungen zum Training mitbringen. Ein guter Meister/Lehrer, ein „guter Schwarzgurt-Träger“ also, der ist fähig sie alle mitzunehmen. Und diese Schüler sollen neben dem eigenen Können auch wieder zum Lehren, zum Unterrichten befähigt werden.
Irgendwelche Leute mit schwarzen Gürteln die nur ein „bisschen kloppen“ können , oder nicht einmal das wirklich, gibt es leider mittlerweile etliche in den Kampfkünsten/Kampfsportarten, leider, leider! Um das vorher Gesagte anzustreben dauert es wohl ein wenig, dass ist doch klar ,oder?
Huch, ich habe ja gar keine Zeit genannt, keine Dauer in Wochen, Monaten und Jahren für das notwendige Training!? Komisch, oder?

Da haben beide Autoren, nach meiner Ansicht, voll ins Schwarze getroffen. Oder wie Bruce Lee scherzte: Der Gürtel ist nur dazu gut, die Hose zu halten. – Wichtig ist, WER in ihm drin steckt. Besonders gut erkannt:
„Wenn du aber abends ins Bett gehst und dich auf dein Kissen legst, dann weißt du im Grunde Deines Herzens ganz genau, wo du stehst, was du kannst und was du nicht kannst. Andere kannst du vielleicht blenden, dich selbst aber nicht betrügen.“
– Ebenso ist das Märchen mit der „gefährlichsten Kampfsportart“ treffend ausgeräumt worden. Ein Arthur Abraham ist, wenn er mal „los geht“, sicher ebenso gefährlich, wie ein Chuck Norris in seiner Glanzzeit, oder ein Hélio Gracie zu seiner Zeit.
Was jedoch JEDE KampfSPORTart von der realen Selbstverteidigung unterscheidet, ist dass bei Sportarten eben fair, mit gleichen, nach den Regeln erlaubten, Mitteln gekämpft wird.
Jemand jedoch der einem enthemmt nach dem Leben trachtet, schert sich darum nichts. Der ist immer tödlich gefährlich.

Somit muss jeder für sich selbst entscheiden, worauf er den Schwerpunkt setzt. Was ist dein Ziel? – Ein schwarzer Gürtel (im Hallenmikado)? – Pokale und Medaillen? – Körperliches Wohlbefinden? – Oder Selbstverteidigung? – Für jeden Topf gibt’s da den passenden Deckel.
Wichtig ist doch auch, dass ich diesen Teil meiner kostbaren Freizeit mit mir angenehmen Menschen zubringe. Mich nicht zwingen muss, zu dem strengen unnahbaren Trainer zu gehen. Auch das finde ich einen wichtigen Gesichtspunkt. Ich muss/Du musst Dich motivieren können, Dein höchsteigenes Training auch durchführen zu wollen.

Ja es gibt so richtig gefährliche Kampfkünste, z.B. Kyushu Jitsu ist z.B. eine davon. Der gezielte Angriff auf Nervenpunkte – aber gerade dort, wirst Du als allererstes die Gegenmaßnahmen lernen. Damit dem Partner eben nichts schlimmes widerfährt.
Bei allen Arten des Fechtens – potentiell immer tödlich – schützt man sich durch Ausrüstung, Training und Regeln. Ebenso bei (den meisten) Karate- und Tae Kwon Do- Wettkämpfen.
Beim ATK (Anti-Terror-Kampf exemplarisch für viele Künste in dieser Richtung) nutzt man, neben dem sportlich trainierten Körper, Schützer jeder Art, um heil nach Hause zu kommen.
Denn das sollte IMMER das Ziel sein, möglichst mit guter Laune, mit einem Erfolgserlebnis, heil und gesund vom Training zu kommen.
Geist und Körper ständig zu bilden und auf einem hohen Gesundheitsniveau zu erhalten.
– Nur die Gedanken eines greisen Kriegers zur Frage und den beiden vorigen Beiträgen ;)

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