Wer ist ein Lehrer

Immer wieder entbrennt ein heftiger Streit wenn es um die Frage geht, wer ein Lehrer ist. Die einen meinen, dass hierzu mindestens eine bestimmte Graduierung gehört. Andere sind der Meinung, das jeder ein Lehrer sein kann. Ich möchte zunächst die Worte eines großen chinesischen Gelehrten ins Gedächtnis rufen, der sagte "Wenn drei Leute mit mir gehen, kann einer von ihnen mein Lehrer sein." Diese Aussage wird keinen geringerem als Konfuzius zugeschrieben, der damit klarstellt, dass man immer überall und von jedem etwas lernen kann. Nahezu jeder Mensch hat besondere Vorzüge und Fähigkeiten. Wenn wir nicht immer von Vorurteilen beherrscht denken und handeln würden, könnten wir das auch klar erkennen. Der Mensch ist in seiner eigenen Welt gefangen. Er misst der sozialen Stellung, der Position in der Gruppe, der Bildung einfach zu viel Bedeutung bei. Dies ist auch der Grund, warum viele Führungskräfte Fehlentscheidungen treffen. Sie befragen in der Regel nämlich nicht diejenigen, die von den von ihnen getroffenen Entscheidungen betroffen sind. Jeder Lehrer in den Kampfkünsten lernt, wenn er ehrlich ist, jeden Tag etwas Neues von seinen Schülern. Sei es wie er ein Problem angehen muss oder eine neue Fehlerquelle vermeiden kann. So sind die Schüler die Lehrer des Meisters. Gichin Funakoshi, der Vater des modernen Karate, forderte man solle sich den Geist des Anfängers bewahren. Ein Anfänger ist begierig darauf, jeden Tag etwas Neues zu erlernen. Er ist offen für alles und nimmt alles auf. Anders jemand der von sich überzeugt ist. Er verschließt sich anderen und geht von der Richtigkeit der eigenen Meinung aus. Goethe formulierte das einmal so: "Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen, ein Werdender wird immer dankbar sein." Die Berechtigung zu unterrichten von irgendwelchen Zertifikaten oder Prüfungen abhängig machen zu wollen halte ich für gefährlich und falsch zugleich. Eine Prüfung macht niemanden besser und schon gleich gar nicht zum Lehrer. Dennoch aber können sie ein wichtiger Prüfstein oder ein Nachweis für den erforderlichen Wissensvorsprung sein. Ein Lehrer ist nichts ohne seine Schüler. Erst durch seine Schüler wird er zum Lehrer. Wer keine Schüler hat, ist auch kein Lehrer. Dessen sollte sich jeder Lehrer immer bewusst sein. Das größte Wissen ist wertlos, wenn es nicht weitergegeben wird, weil das Wissen wie ein persönlicher Schatz gehütet wird oder der sich im Besitz des Wissens befindliche es einfach nicht versteht, sein Wissen weiterzugeben. Ein Lehrer ist also jemand, der einen Wissensvorsprung hat, der jemanden findet, an den er sein Wissen weitergeben kann, der bemüht ist mit gutem Beispiel voranzugehen, nicht müde wird Dinge zu erklären, zu veranschaulichen und seine Schüler zu inspirieren. Ein guter Lehrer wird niemals aufhören, jeden Tag selbst Neues dazuzulernen und sein Wissen weiter zu vertiefen und Unzulänglichkeiten auszumerzen. Die wichtigsten Qualifikation eines Lehrers ist neben dem Wissen vor allem die Fähigkeit, sein Wissen auch weitergeben zu können und weitergeben zu wollen. So gesehen kann in der Tat einer von dreien, mit denen ich zusammen bin, mein Lehrer sein.
geschrieben von: marco am: 18.02.2010
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Kommentare

Ich besitze über 35 Jahre Lehrerfahrung in verschiedenen Bereichen, von der Bundeswehr, über Sport bis zur Lehre an einer Hochschule.

Daher möchte ich zum Artikel sagen: Ja, aber..

Selbstverständlich bedingt ein Lehren die Bereitschaft geduldig sein Wissen weiterzugeben. Ohne dem geht es überhaupt nicht.

Aber es sollte auch ein qualifiziertes Wissen sein. Dafür kann es bestimmt nicht schaden, dieses Wissen auch einmal auf den Prüfstand zu schicken, denn es wird schon genug gefährlicher Blödsinn in allen Bereichen gelehrt. Leider habe ich dies schon viel zu oft erlebt.

Sehe ich auch so wie Jobst,
ABER nur auf Zertifikate sollte man sich auf keinen Fall verlassen.
Gerade im Kampfsport Bereich gibt es so viele Verbände, und in machen ist es Gang und Gebe das man sich seinen Dan Grad zum Beispiel für 60€ einfach kaufen kann!
Daher, ein Zertifikat, oder eine Prüfung allein sagt GARNICHTS aus.

Gut ist eine Schule/Dojo wenn es Spaß macht, wenn man sich selbst dabei was man macht gut fühlt, der Rest kommt dann von allein.

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