Wie Fahrenheit sich 1728 unbeliebt machte und was Temperatur mit dem Vollmond zu tun hat

magic nightEs war die Vollmondnacht des 16.November 1728, als Daniel Gabriel Fahrenheit in Amsterdam auf dem Heimweg zu seiner Wohnung war. Fahrenheit war nachdenklich, denn er hatte sich nach einem fröhlichen Abend mit seinem Freund Lute im Lieblingslokal „Gouden Zalm” auf eine weitere Plauderei beim Heimgehen gefreut. Fahrenheit forschte gerade an der Theorie, ob es möglich ist von der Erde aus die Temperatur des Mondes zu messen. Darüber wollte er sich noch unbedingt mit Lute unterhalten.

Dann ist aber der Abend ganz anders verlaufen. Als Lute und Fahrenheit das Lokal verließen, schimpfte sein Freund heftig über das miese Wetter und darüber, dass es viel kälter ist als es in der gestrigen Nacht gewesen war. Fahrenheit hatte darauf sein Taschenthermometer aus dem tiefen Beutel gezogen und sagte: “Lute, gestern waren es ganze 8 Grad Fahrenheit weniger, heute ist es viel wärmer als gestern.”

Lute warf ihm zunächst einen betroffenen, dann aber wütenden Blick zu: “Mir ist schweinekalt. Wenn also dein Scheißthermometer noch nicht einmal in der Lage ist, vernünftig zu messen, dann frag ich mich wie Du zu dem Job an der Uni in Amsterdam gekommen bist.” Er stampfte dabei einmal auf den Boden, spukte demonstrativ seinen Kautabak neben den Stiefel von Fahrenheit, und ließ diesen stehen. Fahrenheit schaute noch einmal verdattert auf sein Meßgerät, und er konnte genau sehen, dass er Recht hatte. Aber Lute war schon weg. Fahrenheit schaute den Vollmond an und ging langsam und allein durch die Straßen von Amsterdam nach Hause. Seine Gedanken wechselten zwischen Lute und seinen Forschungen über die Temperatur des Mondes in den leeren Gassen des nächtlichen Amsterdam im Jahre 1728.

Nicht ganz 296 Jahre später fragt sich Tom Beyer, warum er in der Vollmondnacht vor wenigen Tagen schon wieder unruhig war. Er hatte doch erst noch vor Kurzem gelesen, dass es keinen wissenschatlichen Zusammenhang gäbe zwischen Vollmond und gefühltem Unbehagen. So lange er sich erinnern kann ist der Vollmond sein Begleiter in unruhigen Nächten. “Sollte es vielleicht einen Zusammenhang geben mit der erst kürzlich formulierten HONC Matric Theorie ?”, überlegte er. Wenn das stimmen würde, dann läge der Schlüssel in der Strahlung des Mondes, in der Wellenlänge des Lichts, im Adsorptionsverhalten der Mondoberfläche, oder irgendeiner Mischung daraus.

Der Vollmond hat eine ähnliche aber doch deutlich abweichende Farbtemperatur im Verhältnis zum Sonnenlicht. Das Sonnenlicht hat ca. 5.500 Kelvin, das Vollmondlicht nur 4.500 Kelvin. Der Mond reflektiert insbesondere langwellige Strahlen (z.B. rot) intensiver als das kurzwellige Licht. Dadurch verschiebt sich prozentual alles in Richtung einer stärkeren “orange/rot” Strahlung. Zwar wird das Licht als weiß empfunden, aber der Anteil der niedrigeren Lichtwellen ist höher als beim Sonnenlicht.
Langwelliges Licht, insbesondere orange und rot, haben einen bekannten Einfluß auf die Produktion von Melatonin im Körper. Melatonin wird im Gehirn durch Licht gehemmt, die Hemmung wird bei Dunkelheit aufgehoben und es wird dann mehr Melatonin vom Gehirn produziert . Bei voller Dunkelheit steigt im Laufe der Nacht die Melatoninkonzentration im Blut bis zum Maximum gegen 3 Uhr um den Faktor drei bis zwölf an.

Jedoch bremst jedes Licht die Ausschüttung von Melatonin, womit auch wissenschaftlich anerkannt Jet-Lag und die Auswirkungen auf den Schlaf bei Schichtarbeitern allgemein erklärt werden. Unumstritten ist auch, dass ein abweichender Melatoninspiegel zu Schlafstörungen führt. Neueste wissenschaftliche Forschungen haben zudem gezeigt, dass der Mond in seinen dunklen Stellen (insbesondere bei Neumond) das Licht der Erde reflektiert. Das besondere daran ist: der Mond reflektiert dabei hauptsächlich die Wellenlänge der „Vegetation“ (> 725 nm).

Was Fahrenheit 1728 noch nicht wusste, ist heute Realität in allen Wetterberichten. Temperatur kann man genau messen, aber wie ein Mensch diese Temperatur fühlt ist von weit mehr Faktoren abhängig. Neben dem was ein Gerät messen kann gibt es eigene Gefühle und Empfindungen, die selbst dann existieren, wenn die Welt dafür noch keine Messgeräte erfunden hat.

Und so verhält es sich offensichtlich auch mit dem Vollmond. Zwischen normalen Mondnächten und Vollmond gibt es erhebliche Unterschiede in der Lichtqualität. Sogar in der Intensität lassen sich innerhalb von wenigen Stunden vor Vollmond große Unterschiede messen. Bis die Wissenschaft es erreicht hat, einen Zusammenhang zwischen diesen deutlichen Unterschieden, unserer Melatoninproduktion und unserem Tag-Nachtrythmus zu finden, kann nun ein Jeder und eine Jede voller Überzeugung bei seiner gefühlten Vollmondsensibilität bleiben. Denn Einfluss haben wird es, auch wenn es niemand je versucht hat zu messen.

Auch Tom Beyer lehnt sich von nun an entspannt zurück: „Mit dem Zusammentragen von verschiedenen physikalischen Erkenntnissen zum Mondlicht während seines Zyklus von 28 Tagen lassen sich jetzt mit der HONC Matrix nicht nur meine Vollmondnächte erklären. Auch die aus der Natur bekannten Phänomene wie Schlüpfen von Krebsen zur Vollmondnacht vor Weihnachten und viele andere unerklärliche Ereignisse in der Natur lassen sich nun plausibel nachvollziehen. Alle Lebewesen haben offensichtlich ein Sinnesorgan, das auf Strahlung reagiert. Bei dem Mond ist es eine Art biologische Mondlichtuhr, die das reflektierte sichtbare und unsichtbare Licht misst. Und das kann jedes Lebewesen mit den Sinnesorganen lesen, und wie diese Strahlung gelesen wird, erklärt die HONC Matrix Theorie.“

Quelle: openPR

geschrieben von: sascha am: 12.11.2014
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