Womit soll man einen Boxsack füllen?

Sollte ein Boxsack immer mit Sand gefüllt werden? Auch wenn der Boxsack umgangssprachlich als "Sandsack" bezeichnet wird, so darf dieser doch niemals mit Sand gefüllt werden. Einerseits wird der Boxsack dadurch viel zu schwer und Aufhängung und Kette werden abreißen. Andererseits aber - und das ist das eigentlich Fatale - wird der Boxsack hart wie Stein. Der im Boxsack befindliche Sand verdichtet sich durch das Eigengewicht und die Schläge. Schwere Handverletzungen sind die zwangsläufige Folge, wenn man auf einen derart befüllten Boxsack schlägt. Ebensogut könnte man gleich auf eine Hauswand einschlagen. Als klassische Füllung haben sich Stoff- und Lederreste bewährt. Diese sollten in entsprechend kleine Stücke geschnitten werden (Quadrate von ca. 3-4 cm). Größere Stücken bilden Wülste und verhindern eine optimale Füllung. So befüllt erhält der Boxsack zum einen eine gute Form und die Schläge werden darüber hinaus sehr gut gedämpft. Damit ist dann ein weitestgehend verletzungsfreies Training möglich. Ist der Boxsack eher klein (120 cm Länge oder kürzer), ergibt sich so allerdings ein zu geringes Gewicht und der Boxsack wird recht stark hin und her pendeln. Um diese Pendelbewegungen einigermaßen auszugleichen, ist zu einer Boxsackfeder (zwischen Deckenaufhängung und Kette angebracht) zu raten, da diese die Pendelbewegungen einigermaßen ausgleichen hilft. Wenn die Füllung etwas zeitgemäßer sein soll, kann auch Gummigranulat verwendet werden. Der Vorteil hier ist, dass Gummigranulat im Gegensatz zu Stoff- und Lederresten bei Feuchtigkeit nicht zur Schimmelbildung neigt und damit sehr langlebig ist. Ebenfalls geeignet sind Holz- und Sägespäne. Diese ziehen aber recht stark die Feuchtigkeit an. Damit sollte eine derartige Füllung nur in trockenen Räumlichkeiten, keinesfalls jedoch in feuchten Kellerräumen oder gar im Außeneinsatz in Betracht gezogen werden. Ferner ist auch Mais als Füllung zu empfehlen. Auf keinen Fall darf der Boxsack prall gefüllt werden. Eine pralle Füllung führt im Ergebnis zu einem zu harten Boxsack, der ähnlich dem mit Sand gefüllten Boxsack Verletzungen insbesondere des Handgelenks verursachen kann. Außerdem werden bei einem zu prall gefüllten Boxsack auch dessen Nähte erheblich höheren Belastungen ausgesetzt, was sich auf die Lebensdauer des Boxsack zusätzlich negativ auswirken kann. Bei der Füllung mit Sägespänen beispielsweise quillt das Holz bei Feuchtigkeit, weshalb auf ausreichend "Spielraum" geachtet werden muss.
geschrieben von: ralphp am: 11.11.2010
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Kommentare

[…] es noch einige andere Materialien, die sich nicht als Boxsack Füllung eignen – siehe hierzu: http://www.budoten.org/womit-soll-man-einen-boxsack-fullen. Hierzu gehören getrockneter Mais, Getreide, Reis und Hülsenfrüchte. Sie kommen aus mehreren […]

Heutzutage sollte man aber solche Füllungen eher meiden, da diese nur den Boxsack selbst schädigen (ausgenommen hochpreisige Boxsäche).. Für einen Normalverbraucher sollten es Stoffreste vom Baumarkt oder so auch reichen. Diese erreichen auch viel Gewicht und sind nicht so gefährlich für die Gelenke.

LG. Tomi

Sehr interessanter Blogartikel. Danke dafür. Ich persönlich habe die besten Erfahrungen mit Gummigranulat gemacht. Ist natürlich teurer, dafür aber sehr langlebig. Sollte dies zu teuer sein, habe ich auch gute Erfahrungen mit Stoffresten gemacht.
Danke nochmals für die interessanten Ausführungen und
liebe Grüße

Simon

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