Wünsche an den Weihnachtsmann

SantaDaß der Weihnachtsmann nicht alle unsere Wünsche erfüllt, wissen – jedenfalls die älteren unter uns – aus Erfahrung. Bleiben wir deshalb bescheiden und wünschen wir uns erst gar keine Politiker, die sich dem Allgemeinwohl verpflichtet fühlen, und auch keine ehrlichen Bankster.

Auch verkneifen wir uns den Wunsch, die Kapitalvernichtung durch reale Negativzinsen und Schuldenmonetarisierung und damit die Vernichtung von Ersparnissen und Rücklagen für die private Altersversorgung möge aufhören. Das sind für den Weihnachtsmann unerfüllbare Wünsche.

Daß uns der Zusammenbruch der Aktien- und Anleihenmärkte erspart bliebe? Wir wagen es uns nicht zu wünschen, weil wir nicht enttäuscht werden möchten, wenn der Weihnachtsmann damit überfordert wäre.

Trotz der zur Versorgung maroder Banken und Staatshaushalten heiß laufenden Gelddruckmaschinen und der ungeheuren Aufblähung der Geldmenge ist uns „kleinen Leuten“ Inflation bisher erspart geblieben – Dank sei den minimalen Reallohnerhöhungen und reale Stagnation bei den meisten Sozialrenten sowie dem scharfen Preiswettbewerb der Konzerne. Gern würden wir uns wenigstens wünschen, daß es so bliebe. Aber ist das realistisch?

Was kann der Weihnachtsmann gegen toll gewordene Rudelführer im Menschentheater ausrichten?

Vielleicht sollten wir uns Intuition wünschen. Ist es Zeit, seine Ersparnisse einschließlich der in Kapitallebensversicherungen gebundenen, die sich bei Fortsetzung der EZB-Politik sowieso nicht mehr zur Altersversorgung eignen, in Gold oder Goldminenaktien anzulegen? Immerhin hat sich trotz der seit drei Jahren anhaltender Anstrengungen einer von us-amerikanischen Bankstern angeführten Anti-Gold-Mafia, den Goldpreis zu drücken, Gold seit 1970 gut verzweiunddreißigfacht, während sich die Kaufkraft von DM bzw. Euro und US-Dollar seitdem um rund 80 Prozent vermindert hat.

Gold bleibt auch langfristig knapp und – im Verhältnis zu Papiergeld – auch wertvoll. Während Papiergeld schnell gedruckt und in beliebigen Mengen auf den Markt geworfen werden kann wie FED, EZB und die Bank von Japan derzeit eindrücklich beweisen, ist die Gewinnung von Gold schwierig und teuer. Gold und Goldminen bleiben deshalb so lange wertvoll wie Menschen Gold wertschätzen. Das tun sie schon seit vielen tausend Jahren ungeachtet aller Schwankungen des Preises und werden es auch in Zukunft tun, vor allem dann, wenn Politik und Bankster wieder einmal Millionen Menschen in den Ruin treiben.

Nur wer mit Papiergold, sogenannten Derivaten, den Jetons der Bankkasinos spielt, muß wissen, daß er gegen ausgebuffte Berufsspielern spielt. Er kann zwar durchaus gewinnen, aber die meisten Spieler verlieren – weil eben die Bank meistens gewinnt, was ja auch der Zweck ihrer Veranstaltung ist.

Was wir uns unbedingt wünschen sollten, ist der Verzicht der Regierung auf die Investitionsschutzklauseln im ausgehandelten Freihandelsabkommen mit Kanada und im geplanten Freihandelsabkommen mit den USA. Die würden nämlich zu einer faktischen Übertragung deutscher gesetzgeberischer Souveränität, z.B. hinsichtlich der Standards im Umwelt- und Verbraucherschutz, an Großunternehmen führen; der Profit dieser Unternehmen wäre wichtiger als gesunde Lebensmittel und eine saubere Umwelt. Daß Politiker über eine solche Kastration der eigenen Gesetzgebung überhaupt verhandeln, wirft die Frage nach ihrer Loyalität gegenüber dem Staat und der Gesellschaft auf, die sie zu ihren verantwortlichen Führern gewählt hat.

Es wäre überhaupt notwendig, mehr in die Zukunft zu denken. Dazu braucht man außer einer untadeligen loyalen Einstellung zur Gesellschaft, der man angehört, auch Wissen und Intuition. Wünschen wir uns deshalb doch Intuition vom Weihnachtsmann! Erhört er uns, kann er uns helfen, zu erkennen, wohin die Reise der Menschheit im Zeitalter der Banksterherrschaft, der Profitgier und der anscheinend hilflos-verwirrten Politiker geht. Vielleicht könnten wir, wäre der Weihnachtsmann gnädig mit uns, Dank eines solchen Weihnachtsgeschenks wenigstens etwas von den Früchten unserer Arbeit und den Errungenschaften unserer Gesellschaft retten.

Und als Draufgabe sollten wir uns auch noch Gesundheit wünschen und guten Mut, um nach dem, was angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen in der Welt möglicherweise auf uns zu kommt noch einmal von vorn anfangen zu können.

Zur Einstimmung auf die Formulierung von vielen anderen Weihnachtswünschen hilft die Bekanntschaft mit Prof. Querulix. Seine kritischen Beobachtungen und Kommentare des gesellschaftlichen und politischen Treibens in der Welt gibt es inzwischen in vier Bänden als eBooks unter dem Obertitel „Tacheles“ bei eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital und in allen guten (Internet-)Buchhandlungen für je 9,95 Euro.

Quelle: openPR

geschrieben von: marco am: 30.11.2015
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